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Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), das dem Vermächtnis der überlebenden Häftlinge des KZ Mauthausen und seiner Außenlager verpflichtet ist, vertritt in der Debatte um die Würdigung von Marko Feingold (1913 – 2019) durch die Stadt Salzburg einen eindeutigen Standpunkt.

Bundesweit bekannt – oder besser berüchtigt – ist Duswald, seit er im FPÖ-nahen Hetzblatt "Aula" die befreiten Mauthausen-Häftlinge als "Landplage" und "Massenmörder" diffamiert hat. Dieser Rufmord löste eine Justizaffäre und Prozesse bis hin zum Europäischen Gerichtshof aus. Er stand auch am Beginn einer öffentlichen Debatte über die "Aula", die im Juni 2018 nach weiteren "Einzelfällen" zu deren Einstellung führte.

"Die geplante Neugestaltung des Hitler-Geburtshauses orientiert sich an der Devise 'Verdrängung statt Auseinandersetzung'", sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi. "Offenbar will man die Welt vergessen lassen, dass der schlimmste Massenmörder der Geschichte in Braunau geboren wurde. Dieser Ansatz ist inhaltlich falsch und wird auch sicher nicht funktionieren. Man muss zu dem stehen, was war."

ZuseherInnen aus 23 Ländern der Welt fanden sich ein ein, um gemeinsam der Befreiung des KZ Mauthausen vor 75 Jahren und den Millionen Toten, die das nationalsozialistische Terrorregime gefordert hat, zu gedenken. Das diesjährige Thema "Menschlichkeit ohne Grenzen" gilt als Maxime für ein besseres Miteinander – auch heute.

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