Rückblick Gedenk- und Befreiungsfeiern und Fest der Freude 2018

Über 10.000 Menschen, darunter die letzten Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager, aus dem In- und Ausland haben am 6. Mai an der Internationalen Befreiungsfeier teilgenommen. Der gemeinsame Auszug aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ehemaligen "Schutzhaftlager" am Ende des Festaktes wurde von KZ-Überlebenden angeführt – als symbolischer Akt für die Befreiung. Insgesamt fanden 2018 mehr als 90 Gedenk- und Befreiungsfeiern statt, die durch das MKÖ und seine lokalen Initiativen veranstaltet wurden.

Die Gedenk- und Befreiungsfeiern widmeten sich im Jahr 2018 dem Thema „Flucht und Heimat“. Begonnen wurde die Befreiungsfeier mit der Verlesung des Mauthausenschwurs in mehr als 20 verschiedenen Sprachen – an einem Ort wie dem ehemaligen KZ Mauthausen, wo von 1938 bis 1945 Deutsch die einzig erlaubte Sprache war, wollten wir damit ein besonders starkes Zeichen der Internationalität setzen.

Auch das Fest der Freude am Wiener Heldenplatz, welches seit 2013 am 8.Mai vom MKÖ veranstaltet wird, widmete sich dem Gedenkjahr 2018 mit einem speziellen Fokus auf die Menschen, die vor dem Nazi-Terror-Regime geflüchtet sind. Mehr als 7.000 Besucherinnen besuchten das Fest der Freude mit dem Konzert der Wiener Symphoniker am Heldenplatz. ORF III übertrug dieses auch 2018. Das Highlight des Festes waren die Worte des Zeitzeugen Rudi Gelbard.

Die Dokumentationen zum Fest der Freude und zu den Gedenk- und Befreiungsfeiern und Fotos geben einen kleinen Einblick in die Gedenkarbeit des Mauthausen Komitee Österreichs und seinem Netzwerk für ein „Niemals wieder“ im Jahr 2018.

Das Vermächtnis der Überlebenden des KZ Mauthausen bildet die Grundlage all unserer Tätigkeiten für ein „Niemals wieder“. Neben der Gedenkarbeit an die Opfer der Verbrechen des NS-Regimes, insbesondere jene, die im KZ Mauthausen und in den Außenlagern gefangen gehalten wurden,  sind Aktivitäten gegen Rechtsextremismus sowie die engagierte anti-faschistische und anti-rassistische Arbeit vor allem mit jungen Menschen weitere wichtige Schwerpunkte . Wir freuen uns über die zehntausenden Jugendlichen, die im Jahr 2018 an unseren verschiedensten Angeboten zur Wissensvermittlung und Sensibilisierung teilgenommen haben.

Wir finanzieren unsere Arbeit zum allergrößten Teil durch Projekte, Beiträge der Trägerorganisationen und natürlich durch Spenden. Fast alle MitarbeiterInnen arbeiten ehrenamtlich. Um unsere zahlreichen, wichtigen Aktivitäten weiterhin durchführen zu können, benötigen wir die Unterstützung von möglichst vielen Spenderinnen und Spendern. Wir bedanken uns für die Unterstützung im Jahr 2018.
Das Mauthausen Komitee Österreich arbeitet täglich für ein „Niemals wieder“. Jede Spende hat eine direkte Auswirkung und unterstützt unsere Arbeit.

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