Gedenkort Gunskirchen
Sichtbar machen, was niemals vergessen werden darf
Der Gedenkort Gunskirchen macht sichtbar, was lange kaum sichtbar war: die Geschichte eines der grausamsten Außenlager im KZ-System Mauthausen, die Spuren am historischen Ort und die Stimmen der Überlebenden. Sechs Glasstelen im Wald, QR-Codes, ein virtueller Rundgang, Zeitzeug:innenvideos, Audios prominenter Sprecher:innen sowie historische und aktuelle Materialien verbinden reales Gedenken vor Ort mit weltweiter digitaler Vermittlung.
Für die Errichtung des Gedenkortes hat das Mauthausen Komitee Österreich einen abgetrennten südlichen Teil des Grundstücks 113/1 im Ausmaß von 4.000 m² am Areal des ehemaligen KZ-Außenlagers Gunskirchen erworben. Das Areal steht unter Denkmalschutz und unterliegt den Bestimmungen des Forstgesetzes.
Vor Ort wurden sechs Glasstelen im Wald errichtet. Sie erheben sich direkt aus dem Waldboden, sind dezent in die Umgebung eingebunden und sollen dennoch ein klares, sichtbares Zeichen der Erinnerung setzen. Die Wegführung zwischen den Stelen ist bewusst einfach gestaltet. Auf den Stelen sind kurze Informationen zur Geschichte des KZ-Außenlagers Gunskirchen sowie Bilder zu sehen Jede Stele enthält außerdem einen gut sichtbaren QR-Code, der zum Online-Bereich beziehungsweise zum virtuellen Rundgang führt. Sechs Stelen widmen sich Basisinformationen zum Gedenkort sowie fünf thematische Stationen zur Geschichte des KZ-Außenlagers Gunskirchen: 1.) Der Gedenkort Gunskirchen, 2.) Der Weg nach Gunskirchen, 3.) Das Lager, 4.) Die Hölle im Wald, 5.) Die Befreiung, 6.) Entwicklungen nach 1945.
Der virtuelle Gedenkort erweitert den realen Rundgang und macht den Gedenkort auch für Menschen zugänglich, die nicht vor Ort sein können. QR-Codes auf den Stelen führen in den Online-Bereich beziehungsweise zum virtuellen Rundgang. Dort finden Besucher*innen weiterführende Informationen, Zeitzeug:innenberichte, Videos, Audiodateien, Texte und Bilder zu den jeweiligen Themenbereichen. Der Online-Bereich ist so konzipiert, dass Besucher:innen selbst wählen können, wie tief sie einsteigen möchten: Es gibt kurze und ausführliche Informationen, visuelle Materialien, Zeitzeug:innenvideos und Audios.
Über 40 Video-Beiträge von Zeitzeug:innen und Überlebenden verteilen sich auf die fünf Themenbereiche und den Bereich Biografien am virtuellen Gedenkort. Es ist geplant die Zeitzeug:innen Beiträge und Biografien laufend zu erweitern. Ein besonderer Bestandteil des virtuellen Gedenkorts sind von prominenten Persönlichkeiten gelesene Zeitzeug:innen-Texte.
Zielgruppen
Der Gedenkort wird für Einzelbesucher:innen und Gruppenbesucher:innen konzipiert,. Er soll Teil des Vermittlungsangebots für Jugedliche des Mauthausen Komitee Österreich an Orten ehemaliger Außenlager werden. Die Informationen sollen mehrsprachig zur Verfügung stehen.
Zum Gedenkort www.gedenkort-gunskirchen.at
Dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher Fördergeber*innen, Sponsor*innen und Spender*innen konnte der Gedenkort Gunskirchen in einem ersten Schritt verwirklicht werden. Um diesen Ort des Erinnerns und Lernens langfristig zu erhalten und weiterzuentwickeln, ist das Projekt auch künftig auf Unterstützung angewiesen. Weitere Beiträge ermöglichen den Ausbau von Bildungsangeboten, die Weiterentwicklung digitaler Inhalte sowie die nachhaltige Vermittlung der Geschichte des ehemaligen Lagers Gunskirchen. Jede Spende hilft, die Erinnerung an die Opfer zu bewahren und historisches Lernen für kommende Generationen zu sichern.
Mit Ihrer Spende sorgen wir dafür, Geschichte sichtbar zu machen und das Gedenken wachzuhalten.
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Galerie Eröffnung 6.10.2026

