• Fest der Freude 2018
  • Gedenk- und Befreiungsfeier 2018

Aktuelles

Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier 2016

Druckversion

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) organisiert und koordiniert auch im Jahr 2016 anlässlich der 71. Wiederkehr der Befreiung des KZ-Mauthausen in enger Kooperation mit den Überlebenden-Organisationen auf nationaler (Öst. Lagergemeinschaft Mauthausen) und internationaler Ebene (Comité International de Mauthausen) die europaweit größte internationale Gedenk- und Befreiungsfeier. Sie findet am

Sonntag, dem 15. Mai 2016, von 10.00h – ca. 12:00h
in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

mit dem derzeit sehr aktuellen thematischen Schwerpunkt "Internationale Solidarität" statt.

Programm "Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier"

ab 08:30h Kundgebungen bei den nationalen Denkmälern

09:00h Ökumenischer Wortgottesdienst (Kapelle)
mit Bischof Dr. Michael BÜNKER, Pfarrer Mag. Christian ÖHLER und Metropolit Dr. Arsenios KARDAMAKIS
Musikalische Gestaltung: Mauthausen Gospel Team, Leitung: Christine ARNDT

ab 09:30h Aufstellung der ehemaligen Häftlinge, der Delegationen und diplomatischen Vertretungen auf dem Appellplatz (bitte die Einteilung in Sektoren beachten – unsere MitarbeiterInnen helfen Ihnen gerne)

10:00h Gemeinsame Befreiungsfeier am Appellplatz
2016 wird der Ablauf der Befreiungsfeier mit einem starken "Miteinander" aller TeilnehmerInnen neugestaltet.
Begrüßung: Willi MERNYI, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich
Moderation: Konstanze BREITEBNER, Mercedes ECHERER
Musikalische Begleitung durch das Ensemble "Widerstand" und das "Ensemble 4 der Militärmusik OÖ" mit Beiträgen wie der "Europahymne" und den "Moorsoldaten".
Gedenkreden: Während des Gedenkzuges sprechen VertreterInnen nationaler Opferorganisationen der Länder Italien, Serbien und Ukraine in den jeweiligen Landessprachen.

ab 11:30h Gemeinsamer Auszug aller TeilnehmerInnen aus dem ehemaligen "Schutzhaftlager" und offizielles Ende der Befreiungsfeier

11:45h Kundgebungen bei den nationalen Denkmälern
(weitere Informationen im Programm)

12:30h Internationale Jugendgedenkkundgebung
(beim Jugenddenkmal)

13:30h Ende der nationalen Kundgebungen

Die Wichtigkeit von Solidarität und Miteinander zeigt sich auch in der vollständigen Neugestaltung des Ablaufs der Internationalen Befreiungsfeier ab diesem Jahr (bitte beachten Sie die Beilage dazu, in der die Neugestaltung detailliert beschrieben ist). Ab dem Jahr 2016 wird der seit mehr als 40 Jahren unveränderte Ablauf der Befreiungsfeier grundlegend verändert. In enger Zusammenarbeit mit dem Comité International de Mauthausen und den zahlreichen diplomatischen Vertretungen wird aus dem bisherigen "Hintereinander" der Delegationen zukünftig ein starkes "Miteinander" aller TeilnehmerInnen.

In Summe werden die vom Mauthausen Komitee organisierten Gedenk- und Befreiungsfeiern von über 40.000 Menschen besucht! Mit über 22.000 Menschen, Überlebenden sowie zahlreichen hochrangigen PolitikerInnen aus dem In- und Ausland bei der Internationalen Gedenk-und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen sowie den mehr als 90 Gedenkveranstaltungen an den Orten ehemaliger Außenlager und anderer Orte des NS-Terrors wurde im Jubiläumsjahr 2015 ein beeindruckendes Zeichen für ein "Niemals wieder" gesetzt. Der Großteil dieser Veranstaltungen, die von vielen Menschen aus der Region, aber auch aus vielen Ländern Europas besucht werden, wird von lokalen Vereinen und Initiativen in enger Zusammenarbeit mit dem Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) organisiert.

Lesen Sie mehr ...

Mauthausen Komitee: "Ehrung eines Judenhassers wäre untragbar!"

Druckversion

Pressemeldung vom 15.12.2015

ÖVP-NÖ Chef Pröll muss deutlich Stellung beziehen

"Offenbar gilt manchen in der ÖVP Antisemitismus als Bagatelle", sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). Karl Simlinger, der im Dezember 2013 wegen einer besonders üblen antisemitischen und rassistischen Äußerung als Bürgermeister von Gföhl (Bezirk Krems-Land) zurücktreten musste, soll nun den Ehrenring seiner Heimatgemeinde erhalten! Dafür sprechen sich die schwarze und die blaue Fraktion in der niederösterreichischen Stadt aus.

Mehreren Zeugen zufolge hat Simlinger vor zwei Jahren bei einer Stadtratssitzung Folgendes von sich gegeben: "Mir gehen die Scheiß-Asylanten sowieso am Oarsch, aber schuld sind die Pressefritzen, die gehören aufgehängt, de san wia de Juden."

"Die Ehrung eines notorischen Judenhasser wäre völlig untragbar", betont Mernyi. "Dass die FPÖ damit kein Problem hat, verwundert nicht. Aber das skandalöse Verhalten der Gföhler ÖVP müsste zum Einschreiten von VP-NÖ Chef Erwin Pröll führen. Das Mauthausen Komitee hat ihn dazu aufgefordert und auch ein umfangreiches Antwortschreiben erhalten. Nur wird darin mit keinem Wort auf die Situation in Gföhl eingegangen. Als Vertretung der Mauthausen-Überlebenden können wir nicht akzeptieren, dass sich der Obmann der ÖVP-NÖ um eine solche Frage herumdrückt. Erwin Pröll muss deutlich Stellung beziehen!"

Lesen Sie mehr ...

MKÖ-Workshop "Über Theater zur Handlung"

Druckversion

Neues Zusatzangebot zu den Zivilcourage-Trainings des MKÖ

In den Zivilcourage-Theaterworkshops "Über Theater zur Handlung" werden mit Methoden und Übungen aus dem Theaterbereich spielerisch, nachhaltig und ganzheitlich die Handlungskompetenz und Zivilcourage der Jugendlichen trainiert. Die Methoden stammen vor allem aus dem Bereich des spielerischen Rollentrainings sowie des Forumtheaters - einer offenen Theaterform, die Fragen und Diskussionen aufwirft und einen Proberaum bereitstellt, in dem gemeinsam Antworten erarbeitet werden können. Ziel des Workshops ist es, in einem gemeinsamen Miteinander Empathie zu schulen, sowie durch praktisches Probehandeln die eigene Handlungskompetenz und -sicherheit zu erweitern.
Wir empfehlen die Kombination des Workshops "Über Theater zur Handlung" mit einem "Zivilcourage-Training".

Hier gehts zu weiteren Informationen und Anmeldung

Lesen Sie mehr ...

Enthüllung einer Gedenktafel für die "Gruppe 40"

Druckversion

Auf einer von Käthe Sasso initiierten und von Landesschulinspektor Mag. Rudolf Toth gemeinsam mit den Steinmetzlehrlingen der Landesberufsschule Schrems liebevoll gestalteten Gedenktafel sind die geköpften 49 Opfer angeführt, von denen auf der "Gruppe 40" kein Gedenkstein steht.

Die Gedenktafel wird am Dienstag, dem 27. Oktober, um 15 Uhr auf der "Gruppe 40" am Wiener Zentralfriedhof von Bundeskanzler Werner Faymann enthüllt.

Lesen Sie mehr ...

Stadt Gföhl will zurückgetretenen Judenhasser ehren

Druckversion

Presseaussendung vom 14.10.2015

Mauthausen Komitee fordert Landeshauptmann Pröll zum Einschreiten auf!

"Ich habe zuerst meinen Ohren nicht getraut", sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). Denn was ihm erzählt wurde, war schwer zu glauben: Ausgerechnet Karl Simlinger, der im Dezember 2013 wegen einer besonders üblen antisemitischen und rassistischen Äußerung als Bürgermeister von Gföhl (Bezirk Krems-Land) zurücktreten musste, soll den Ehrenring seiner Heimatgemeinde erhalten! Dies sollte der Gföhler Gemeinderat am Dienstag, den 13. Oktober, beschließen. Die Beschlussfassung war von der ÖVP Gföhl vorbereitet und wurde nur durch den Auszug aller anderen Fraktionen aus der Gemeinderat-Sitzung vorerst verhindert.

Mehreren Zeugen zufolge hatte Simlinger vor zwei Jahren bei einer Stadtratssitzung Folgendes von sich gegeben: "Mir gehen die Scheiß-Asylanten sowieso am Oarsch, aber schuld sind die Pressefritzen, die gehören aufgehängt, de san wia de Juden." Nach Bekanntwerden der Hasstirade distanzierte sich die ÖVP Niederösterreich von ihrem Parteifunktionär, der kurz darauf sein Bürgermeisteramt niederlegte.

"Umso unverständlicher, dass die Mehrheit des Gföhler Gemeinderats diesen notorischen Judenhasser nun mit einer hohen Auszeichnung ehren will", ist Mernyi entsetzt. "Da fehlt offenbar jede Sensibilität dafür, wohin ein solches Gedankengut in unserem Land schon einmal geführt hat. Das Mauthausen Komitee Österreich richtet an Landeshauptmann und Parteiobmann Erwin Pröll den dringenden Appell, die Ehrenringverleihung zu verhindern! Denn Rassismus und Antisemitismus sind keine Kavaliersdelikte."

Lesen Sie mehr ...

Hilde Maršálek im 89. Lebensjahr verstorben

Druckversion

Hilde Maršálek ist am 2. Oktober 2015 im 89. Lebensjahr verstorben. Wir, die Vorstandsmitglieder des Mauthausen Komitee Österreich und der Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, sind tief betroffen und in tiefer Trauer um Hilde Maršálek.

Sie war immer eine sehr enge Verbündete und Unterstützerin. Das Mauthausen Komitee Österreich und die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen zollen ihr Hochachtung und Respekt. Hilde Maršálek wird uns sehr fehlen.

Tief betroffen,
die Vorstandsmitglieder der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen und des Mauthausen Komitee Österreich

Lesen Sie mehr ...

MKÖ-Themenabende

Druckversion

MKÖ-Themenabend "Lebensrealität von AsylwerberInnen und Geflüchteten"
mit Maximilian Zirkowitsch, Sozialarbeiter

13. Oktober 2015, 18:30 – 20:30 Uhr
Ort: ÖGB, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2 Donaumarina)

Maximilian Zirkowitsch ist Sozialarbeiter und arbeitet für das MKÖ als Zivilcourage-Trainer und als Lektor an der FH St. Pölten. Er ist seit über zehn Jahren beruflich mit Flucht, Asyl, Rassismus und Vorurteilen befasst und derzeit als Flüchtlingsberater in Wien beschäftigt. In seiner Freizeit scheibt er mit der Gruppe HYDRA Satiren und tritt als Moderator, Conferencier und Rezitator auf.

Beim Themenabend berichtet Maximilian Zirkowitsch über die Lebensrealität von AsylwerberInnen und Geflüchteten. Im Vortrag werden rechtliche, materielle und finanzielle Rahmenbedingungen sowie die Grundzüge eines Asylverfahrens erörtert, Tätigkeiten der NGOs und Schwierigkeiten bei der sogenannten Integration vorgestellt. Im Folgenden werden gängige Vorurteile und politische Artikulationen von Flüchtlingen diskutiert und analysiert.

MKÖ-Themenabend "Jihadismus und Politischer Islam"
mit Thomas Schmidinger, Politikwissenschafter
im Rahmen des Vermittlungsprojekts "denk mal wien"

Dienstag, 10. November 2015, 18:30 – 20:30 Uhr
Ort: ÖGB, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2 Donaumarina)

Der Jihadismus als die extremste Form des Politischen Islam wurde durch die wachsende Zahl europäischer Kämpfe im so genannten "Islamischen Staat" auch hierzulande zum Thema. Der Politikwissenschafter Thomas Schmidinger, der mit dem islamsichen Religionspädagogen Moussa al-Hassan Diaw 2014 eine NGO zur Prävention und Deradikalisierung von JihadistInnen gegründet hat, wird über die Unterschiede zwischen Jihadismus und anderen Formen des (Politischen) Islam sprechen, die Entwicklung des IS und mögliche Präventions- und Deradikalisierungsmaßnahmen.

Thomas Schmidinger lehrt an der Universität Wien und der Fachhochschule für Vorarlberg, ist Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie und stellvertretender Obann des "Netzwerks Sozialer Zusammenhalt", das für seine Deradikalisierungsarbeit heuer den European Citizen Prize des Europäischen Parlamentes erhielt.

MKÖ-Themenabend "ZeitzeugInnengespräch"
mit Richard Wadani
im Rahmen des Vermittlungsprojekts "denk mal wien"

Dienstag, 17. November 2015, 18:30 – 20:30 Uhr
Ort: ÖGB, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2 Donaumarina)

Richard Wadani ist ein österreichischer Deserteur der deutschen Wehrmacht und politischer Aktivist. Sein Engagement und das seines Personenkomitees Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz trugen beträchtlich dazu bei, das der Nationalrat am 21. Oktober 2009 das Aufhebungs- und Rehabilitierungsgesetz beschlossen hat, das alle Opfer der NS-Militärjustiz rehabilitiert.

Richard Wadani berichtet über seine persönlichen Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus sowie sein politische Engagement bis heute.

Anmeldung unter info@mkoe.at

Lesen Sie mehr ...

Mauthausen Komitee fordert Rücktritt von Haimbuchner und Rabl: "Der braune Sumpf der FPÖ schadet Oberösterreich"

Druckversion

Pressemeldung vom 23.09.2015

Die Liste an FPÖ-Funktionären, die durch rechtsextreme und rassistische Umtriebe aufgefallen sind, ist in Oberösterreich besonders lang. Nach kritischen Medienberichten und unter öffentlichem Druck mussten einige von ihnen zurücktreten, etwa der Linzer Fraktionsobmann Sebastian Ortner. Andere, wie der Linzer Gemeinderat Manfred Pühringer, der ein Mordopfer ausländischer Herkunft als "Handgranaten-Tschusch" beschimpfte, sind bis heute in der FPÖ.

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), das die Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen vertritt, sieht angesichts aktueller Ereignisse eine "Gefahr für Demokratie und Menschenrechte": Michael Prückl, FPÖ-Spitzenkandidat in Pregarten, verbreitet die Inhalte eines Holocaust-Leugners. Johann Gibitz, FPÖ-Spitzenkandidat in Lambach, boykottiert die Produkte einer Firma, weil die Frau des Firmeninhabers Flüchtlingen Deutschunterricht gibt. Und Ralph Schäfer, FPÖ-Kandidat in Wels, ist seit Jahren rechtsextrem aktiv und deshalb auch vor Gericht gestanden.

"Immer wieder behauptet der blaue Landesobmann Manfred Haimbuchner, dass er Neonazis und Hassprediger in seiner Partei nicht duldet", sagt Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Doch das ist, wie sich jetzt wieder zeigt, eine glatte Lüge. Der braune Sumpf der FPÖ schadet Oberösterreich und gefährdet die Demokratie. Haimbuchner muss sofort zurücktreten, wenn er noch einen Funken Anstand besitzt!"

Dasselbe gilt laut Mernyi für den Welser FPÖ-Vizebürgermeister Andreas Rabl: "Wer einen hochgradigen Rechtsextremisten wie Schäfer auf seiner Liste kandidieren lässt, und noch dazu an wählbarer Stelle, ist als demokratischer Politiker völlig ungeeignet", so der MKÖ-Vorsitzende.

Lesen Sie mehr ...

Wider die europäische Vergesslichkeit!

Druckversion

Appell unser Partnerorganisation Comité International de Mauthausen an die europäischen Länder und die Europäische Union:

Das Comité International de Mauthausen fordert die europäischen Länder und die Europäische Union auf, die finanziellen Mittel zur Aufnahme von Flüchtlingen zu erweitern und Menschlichkeit über Bürokratie zu stellen.

Das Comité International de Mauthausen (CIM) ist die Dachorganisation von (derzeit) 21 nationalen Verbänden von Überlebenden des Nazi-Konzentrationslagers Mauthausen. Unser Wissen und unsere eigene Erfahrung um die schrecklichen Schicksale von Verfolgten, von Flüchtlingen und Vertriebenen machen uns sehr sensibel und hellhörig gegenüber jeder Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit.

Wir sehen die dramatischen Bilder, mit denen uns die Medien in diesen Tagen überfluten: Von Menschen, die ihr Leben auf dem Meer riskieren, um die Küste von Europa zu erreichen, um Hoffnung, Frieden, Sicherheit und vielleicht Zukunft zu gewinnen. Angesichts des Schreckens von ganzen Familien, die vor den Kriegen in ihren Ländern nach Europa fliehen und bevor neue Mauern aufgebaut werden: Das CIM will an die Echos der Geschichte erinnern und wir erneuen unser Engagement des NIE WIEDER, in dem sich die Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager engagieren. Die aktuelle Tragödie bringt uns dazu, unsere Stimme zu erheben und dazu nicht schweigen zu können.

Dieses alte Europa, das für Tausende von Menschen den Weg versperrt, hat die Erinnerung an seine Vergangenheit wohl vergessen. Sein Wohlstand stammt auch aus den Bodenschätzen und menschlichen Ressourcen von anderen Kontinenten. Europa hat die Lehren aus den schrecklichen Epochen des zwanzigsten Jahrhunderts offensichtlich beiseitegeschoben. Viele Europäer, im Osten wie im Westen, waren im zwanzigsten Jahrhundert selbst Flüchtlinge. Dieses Europa schließt die Augen vor der Gefahr vor dem Aufstieg der extremen Rechten und neonazistischen Gruppen und bemüht sich, Mauern statt Brücken zu bauen. Die Menschlichkeit und das internationale Recht gebieten Europa und der Weltgemeinschaft, den politischen Flüchtlinge zu helfen, anstatt sich in Streitigkeiten und Geschwätzigkeit zu verlieren. Einzelne Staaten leisten Großes, doch zu viele ignorieren das Gebot der Verantwortung und der Solidarität.

Wir fordern, dass Europa nicht toleriert, was mit diesen Familien passiert. Es müssen die nötigen Maßnahmen ergriffen werden, damit der Frieden in ihre Herkunftsländer zurückkehren wird. Es müssen die nötigen finanziellen Ressourcen bereitgestellt werden, um die Gebiete wiederaufzubauen, die vom Krieg zerstört sind und in Armut und Ungerechtigkeit versinken. Diese Menschen fliehen vor Krieg und Unterdrückung und sie versuchen einfach in Frieden und in Würde zu leben.

Wir fühlen Trauer, Hilflosigkeit und Entsetzen und erinnern uns an eine Wirklichkeit, als Juden, "Zigeuner" und politische Flüchtlinge zwischen den Grenzen der sogenannten demokratischen Staaten inmitten der Gleichgültigkeit und Vernachlässigung umher geschoben wurden. Wir sind treu unseren Eid des "Nie wieder" und wir kämpfen darum, dass der Mangel an internationaler Solidarität mit Flüchtlingen thematisiert wird.

Weiterführende Informationen zum CIM: www.cim-info.org

Lesen Sie mehr ...

Dokumentation zur Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Druckversion

In Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen am 5. Mai 1945 wurde am 10. Mai 2015 diesem Ereignis im Rahmen der alljährlichen Internationalen Befreiungs-und Gedenkfeier, gedacht.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich: "In einer Zeit, in der Intoleranz und Diskriminierung sowohl in Österreich als auch weltweit noch immer ein Thema sind, ist es umso wichtiger, sich vor Augen zu halten, zu welchen Konsequenzen diese Haltung vor 70 Jahren geführt hat: nämlich zur Vernichtung von Millionen Menschenleben und zu einem entwürdigenden Umgang mit Menschen."

Über 22.000 BesucherInnen aus dem In- und Ausland nahmen dieses Jahr am 70. Jahrestag teil. Organisiert wurde die Gedenk- und Befreiungsfeier vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

Zur Dokumentation

Neben der europaweit größten und internationalen Befreiungsfeier in Mauthausen gibt es eine Vielzahl an Gedenkveranstaltungen an Orten ehemaliger Außenlager des KZ-Mauthausen.

Im Jubiläumsjahr 2015 fanden mehr als 90 Befreiungsfeiern, Gedenkfeiern und Gedenkveranstaltungen an den Orten ehemaliger Außenlager und anderer Orte des NS-Terrors statt. Der Großteil dieser Veranstaltungen wird von lokalen Vereinen und Initiativen in enger Zusammenarbeit mit dem Mauthausen Komitee Österreich organisiert, die von vielen Menschen aus der Region, aber auch aus vielen Ländern Europas besucht werden.

Erstmals seit der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager fanden bzw. finden so viele Gedenk- und Befreiungsfeiern statt, mit denen 70 Jahre danach ein beeindruckendes Zeichen für ein "Niemals wieder" gesetzt wird.

Zum Programm aller Gedenk- und Befreiungsfeiern 2015

Lesen Sie mehr ...

Seiten

Jetzt spenden!Mitglied werdenRechtsextremismus meldenMauthausen SchwurBefreiungsfeier 06.05.2018Fest der Freude 08.05.2018