Aktuelles

Innenminister greift Forderung des Mauthausen Komitees auf: Rechtsextremismus soll mit Nationalem Aktionsplan bekämpft werden

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Pressemeldung 06.06.2016

MKÖ-Mernyi: "Genügend Ressourcen und breite Zusammenarbeit sind unerlässlich"

Bei einer Pressekonferenz in Oberösterreich kündigte Innenminister Werner Sobotka (ÖVP) an, es werde einen Nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus geben. Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ), begrüßt diese Ankündigung: "Der neue Innenminister erfüllt eine Forderung, die wir erst kürzlich wieder bekräftigt haben. Es ist auch höchste Zeit: Die Zahl der rechtsextremen und rassistischen Straftaten hat sich bundesweit während der letzten zehn Jahre mehr als verfünffacht. Fälle wie der schwerbewaffnete Fremdenhasser im Bezirk Linz-Land, den die Polizeieinheit 'Cobra' verhaften musste, um einen Amoklauf zu verhindern, oder wie der infame Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Altenfelden zeigen drastisch den Ernst der Lage."

Das Mauthausen Komitee sieht allerdings zwei Voraussetzungen, damit der Nationale Aktionsplan zu einer wirksamen Bekämpfung des Rechtsextremismus führen kann: "Erstens muss die Regierung genügend finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung stellen. Zweitens muss der Aktionsplan breit angelegt werden: Schon bei der Formulierung und erst recht bei der Umsetzung braucht es die Zusammenarbeit des Innenministeriums und der Sicherheitsbehörden mit der Justiz, den Schulen, den Bundesländern und der Zivilgesellschaft – vor allem mit Gewerkschaften, Kirchen und antifaschistischen Organisationen. Ohne genügend Ressourcen oder ohne breite Zusammenarbeit würde der Aktionsplan als bloßes Alibi enden", betont Mernyi.

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Neonazi tötet drei Menschen

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Pressemeldung 23.05.2016

Es reicht: Mauthausen Komitee fordert Aktionsplan

In der Nacht zum Tag der Bundespräsidenten-Wahl in Österreich, tötet ein Neonazi bei einem Konzert drei Menschen. Der Attentäter, der enge Kontakte zur Neonazi-Szene hat, schoss auf rund 150 BesucherInnen im Rahmen des beliebten Festes des Nenzinger Motorradclubs. Drei Menschen wurden getötet, ein weiteres Opfer schwebt in Lebensgefahr und um die zehn Menschen sind teilweise schwer verletzt worden.

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) warnt schon lange vor dem dramatischen Anstieg rechtsextremer Straftaten und fordert Handlungen ein: "Wieviele Tote brauchen wir in Österreich noch, bis endlich ein Nationaler Aktionsplan gegen Rechtsextremismus in die Tat umgesetzt wird?", so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

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Rede des Zeitzeugen Daniel Chanoch beim Fest der Freude 2016

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Glaube, Hoffnung oder Solidarität sind für jede Gesellschaft wichtig. Diese Kräfte waren es, die die Opfer der Nazizeit das Grauen haben überleben lassen. Ein wunderbares Beispiel dafür ist das Schicksal und die Geschichte des KZ Überlebenden Daniel Chanoch und der Solidarität der 131 Buben. Daniel Chanoch erzählte in Begleitung seiner Enkelin Anna Shani über die Bedeutung von Solidarität in seinem Leben.

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Mauthausenschwur 2016

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Die internationale Befreiungsfeier am 15. Mai 2016 mit mehr als 6.000 BesucherInnen begann mit der Verlesung des Mauthausen Schwurs in zahlreichen Sprachen! Es lebe die internationale Solidarität! Es lebe die Freiheit!

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Appell von Daniel Canoch in Gunskirchen

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Daniel Canoch wurde vor 71 Jahren aus dem Konzentrationslager Gunskirchen befreit. Am 14. Mai 2016 appelliert der KZ-Überlebende an die BesucherInnen der Befreiungsfeier in Gunskirchen.

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Mehr als 6.000 Menschen bei der Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen

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Medieninformation Mauthausen Komitee Österreich 15.05.2016

Vor 71 Jahren am 5. Mai 1945 wurden die Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen und seinen 49 Außenlagern befreit. Mehr als 6.000 Menschen, darunter auch Überlebende des Konzentrationslagers, aus dem In- und Ausland, haben dazu heute in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen teilgenommen. Der gemeinsame Auszug aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ehemaligen "Schutzhaftlager" am Ende des Festaktes wurde von KZ-Überlebenden angeführt – als symbolischer Akt für die Befreiung.

In Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen am 5. Mai 1945 wurde heute diesem Ereignis im Rahmen der alljährlichen internationalen Befreiungs- und Gedenkfeier gedacht. Mehr als 6.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland nahmen auch dieses Jahr am 71. Jahrestag teil. Organisiert wurde die Gedenk- und Befreiungsfeier vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich: "Wenn sich der Rechtsextremismus europäisch organisiert, kann unsere Antwort nur eine internationale Antwort sein. Wenn heute Menschen vor dem Krieg nach Europa flüchten müssen, sind viele europäische Regierungen auch solidarisch. Solidarisch im Wegschauen und im Nichtstun. Hier fordern wir echte und internationale Solidarität ein."

Auszug aus dem Konzentrationslager angeführt von KZ-Überlebenden

Der Ablauf der diesjährigen Gedenk- und Befreiungsfeier wurde nach über 40 Jahren geändert: An Stelle des Einmarsches der nationalen und internationalen Delegationen bildete der Ausmarsch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Festaktes den Höhepunkt der diesjährigen Feierlichkeit. Angeführt wurde der Zug von KZ-Überlebenden und Mitgliedern des Comité International de Mauthausen, unter Ihnen CIM-Präsident Guy Dockendorf aus Luxemburg, CIM-Ehrenpräsident Dušan Stefančič aus Slowenien, die KZ-Überlebenden Max Garcia und Andrew Sternberg aus den USA, Aba Lewit aus Österreich, Daniel Chanoch, Jehuda Gurwich und Shaul Schpilman aus Israel und dem Deserteur und Zeitzeugen Richard Wadani. Damit soll die Befreiung der KZ-Inhaftierten symbolisiert werden.

Musikalisch wurde der Festakt vom Ensemble "Widerstand" und "Ensemble 4 der Militärmusik OÖ" mit den traditionellen Musikstücken, wie der "Europahymne" und den "Moorsoldaten", begleitet.

Solidarität damals und heute

Den Zeitzeugen und KZ-Überlebenden Daniel Chanoch verbindet mit einer Gruppe anderer Überlebender eine bewegende Geschichte von Solidarität. Durch ihre gegenseitige Solidarität überlebten einige sogar mehrere Konzentrations- und Vernichtungslager, darunter Dachau, Auschwitz-Birkenau, Mauthausen und Gunskirchen sowie die Todesmärsche aus diesen Lagern.

Die Überlebenden der "131 Buben" wurden nach ihrer Befreiung durch die "US-Army" versorgt oder in DP-Lagern (DP=Displaced Person) untergebracht. Die Mehrheit dieser Buben traf auf die "Jewish Brigade" und gelang so nach der Befreiung nach Israel. Der Kontakt innerhalb der "Gruppe der 131 Buben" war auch nach der Befreiung sehr eng. Zwei dieser Buben führten den Auszug bei der Gedenkfeier am 15. Mai an: Daniel Chanoch und Jehuda Gurvich. Ebenfalls aus Israel angereist war Shaul (Paul) Schpilman, der während seiner Internierung in den Konzentrationslagern auf die Gruppe traf und aus dem Konzentrationslager Gunskirchen befreit wurde.

Für Häftlinge in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten hatte auch die internationale Solidarität einen wichtigen Stellenwert, so auch im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und seinen Außenlagern. Die KZ-Häftlinge erkannten sehr bald, dass Widerstand gegenüber der Lager-SS und den Funktionshäftlingen nur erfolgreich sein konnte, wenn auf möglichst breiter Basis und unter Überwindung von nationalen und weltanschaulichen Differenzen kooperiert wurde. Aus dieser Entwicklung heraus wurde noch während der Befreiungstage 1945 das damals illegale Internationale Mauthausen Komitee (Comité International de Mauthausen), das Vertreter aus 21 Staaten Europas und den USA umfasst und bis heute tätig ist.

Fotos und Presseunterlagen zur Gedenk- und Befreiungsfeier 2016 unter http://www.mkoe.at/pressemappe-gedenk-befreiungsfeiern-2016

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Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 15. Mai 2016

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Medieninformation Mauthausen Komitee Österreich 11.05.2016

Internationale Solidarität ist Schwerpunkt-Thema

Heuer jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner 49 Außenlager zum 71. Mal. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, dem 15. Mai 2016, die europaweit größte internationale Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen statt. Um 10 Uhr startet die gemeinsame Feier am Appellplatz. Der Besuch ist kostenlos und die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt

Wien/Mauthausen, 11. Mai 2016 – Die Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager wurden Anfang Mai 1945 von US-Truppen befreit. "Dieser Tag ist ein Anlass zum Gedenken an jene, die den Grausamkeiten der Nazi-Diktatur ausgeliefert waren. Mit dieser Kundgebung setzten wir auch ein Zeichen gegen jede Art von Intoleranz und Diktatur, gegen Fremdenhass und Antisemitismus. Angesichts des derzeit ansteigenden Rechtsradikalismus in unserem Land ist es umso wichtiger, sich vor Augen zu halten, wohin das führen kann. Daher fordern wir rasch einen Aktionsplan gegen Rechtsextremisums und Rassismus", mahnt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich.

Schwerpunkt: Internationale Solidarität – vor 71 Jahren und heute

Seit 2006 widmen sich die Gedenk- und Befreiungsfeiern jedes Jahr einem speziellen Thema, das zur Geschichte des KZ Mauthausen bzw. zur NS-Vergangenheit Österreichs in Beziehung steht. Die diesjährigen Gedenk- und Befreiungsfeiern widmen sich dem Thema "Internationale Solidarität".

Für Häftlinge in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten hatte internationale Solidarität einen wichtigen Stellenwert, so auch im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und seinen Außenlagern. Die KZ-Häftlinge erkannten sehr bald, dass Widerstand gegenüber der Lager-SS und den Funktionshäftlingen nur erfolgreich sein konnte, wenn auf möglichst breiter Basis und unter Überwindung von nationalen und weltanschaulichen Differenzen kooperiert wurde. Aus dieser Entwicklung heraus wurde noch während der Befreiungstage 1945 das damals illegale Internationale Mauthausen Komitee (Comité International de Mauthausen), das Vertreter aus 21 Staaten Europas und den USA umfasst und bis heute tätig ist.

"Die Wichtigkeit von Solidarität und Miteinander zeigt sich auch in der vollständigen Neugestaltung des Ablaufs der internationalen Befreiungsfeier in diesem Jahr: In enger Zusammenarbeit mit dem Comité International de Mauthausen und den zahlreichen diplomatischen Vertretungen wird aus dem bisherigen 'Hintereinander' der Delegationen zukünftig ein starkes 'Miteinander' aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer", so Mernyi.

Mehr als 80 Gedenkveranstaltungen österreichweit

Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen Comité International de Mauthausen und der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen organisiert das Mauthausen Komitee sämtliche Gedenkfeiern anlässlich der Befreiung des KZ Mauthausen und seiner 49 Außenlager. Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer des Lagers Mauthausen weder Deutsche noch Österreicher waren, ist diese Feier von internationaler Bedeutung und stellt die weitaus größte Gedenk- und Befreiungsfeier weltweit dar. Mehr als 80 Gedenkveranstaltungen werden heuer österreichweit in ehemaligen Konzentrationslagern und an anderen Orten nationalsozialitischen Terrors stattfinden und finden ihren Höhepunkt in der internationalen Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 15. Mai 2016 von 10.00 Uhr bis etwa 12.00 Uhr.

Gemeinsamer Auszug als symbolischer Akt der Befreiung

Dieses Jahr wird der Ablauf der Befreiungsfeier mit einem starken "Miteinander" aller Teilnehmerinnen und Teilnehmern neu gestaltet: Alle Beteiligten finden sich gleichzeitig am Appellplatz ein. Der Höhepunkt der Gedenkfeier bildet der gemeinsame Auszug aus dem Lager mit einer zeremoniellen Toröffnung – als Symbol für den Auszug der Gefangenen aus dem damals befreiten Konzentrationslager Mauthausen.

Musikalisch begleitet wird die Befreiungsfeier durch das Ensemble "Widerstand" und das "Ensemble 4 der Militärmusik OÖ" mit Beiträgen wie der "Europahymne" und den "Moorsoldaten". Moderiert wird die Gedenk- und Befreiungsfeier von Konstanze Breitenebner und Mercedes Echerer.

Informationen zu den Gedenkfeiern 2016, zum Programm und Jahresthema

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Setze ein Zeichen für Solidarität!

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Die diesjährigen Gedenk- und Befreiungsfeiern widmen sich dem Thema "Internationale Solidarität". Wir möchten dieses Jahr ein Zeichen für Solidarität im Internet setzen. Bei so viel Hass und negativen Postings möchten wir mit diesem Projekt etwas entgegensetzen. Wenn du dabei bist, setzt du schon bis zur Internationalen Befreiungsfeier am 15. Mai 2016 ein Zeichen für Solidarität.

Fotoaktion Gedenk- und Befreiungsfeier 2016

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Fest der Freude: Zehntausende Menschen feierten die Befreiung vom Nationalsozialismus vor 71 Jahren

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Medieninformation Mauthausen Komitee Österreich 09.05.2016

Zeitzeugen sowie führende Politikerinnen und Politiker gedachten heute am Wiener Heldenplatz der Befreiung vom Nationalsozialismus vor 71 Jahren. ORF III übertrug das Fest der Freude mit dem Gratiskonzert der Wiener Symphoniker live.

Wien, 8. Mai 2016 – Mehr als zehntausend Besucherinnen und Besucher hörten die Worte des Zeitzeugen Daniel Chanoch und führender PolitikerInnen sowie das Konzert der Wiener Symphonikern am 8. Mai 2016 am Wiener Heldenplatz. Das vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) zum vierten Mal veranstaltete Fest der Freude ist jenem Tag vor genau 71 Jahren gewidmet, an dem der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich ein Ende gesetzt wurde.

"Die Erinnerung an den Tag, an dem Österreich von der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten befreit wurde, ist heute wichtiger denn je. Die aktuellen statistischen Daten sind mehr als Besorgnis erregend: Rechtsextreme Straftaten sind im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent gestiegen, in den letzten fünf Jahren sogar um 100 Prozent. Es braucht daher dringend einen nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus", so Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich.

KZ-Überlebender und PolitikerInnen erinnerten an die Opfer des Nationalsozialismus

Eröffnet wurde das Fest der Freude mit einem Videobeitrag über Solidarität und den KZ-Überlebenden Daniel Chanoch, gelesen von Mercedes Echerer und Konstanze Breitenebner. Danach folgten Videobotschaften von Vertreter/innen der Befreiungsnationen sowie dem Präsidenten des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, Rudolf Edlinger, dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch sowie dem Verein GEDENKDIENST. Während des Konzerts der Wiener Symphoniker erinnerten der Zeitzeuge und KZ-Überlebende Daniel Chanoch, Bundesministerin Dr.in Sabine Oberhauser, Bundesminister Mag. Wolfgang Sobotka, Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou, Wiener Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely und MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi an die Opfer des Nationalsozialismus. Durch die Veranstaltung führte Schauspielerin Katharina Stemberger.
Daniel Chanoch verbindet mit einer Gruppe anderer Überlebender eine bewegende Geschichte zu Solidarität. Die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Solidarität zeigt sich heute auch in jenen Momenten, in welchen Menschen, die nach Europa und nach Österreich flüchten, Hilfe brauchen. Solidarität ist daher der thematische Schwerpunkt für das Fest der Freude im Jahr 2016.

Beethovens 3. Symphonie "Eroica" gespielt von den Wiener Symphonikern

Unter der Leitung des Dirigenten Christoph von Dohnányi eröffneten die Wiener Symphoniker das Fest der Freude mit "Fanfare for a Bowl Concert on motifs of Die Gurrelieder" von Arnold Schönberg. Am Programm des Traditionsorchesters standen weiters "Ein Überlebender aus Warschau" – ebenfalls von Arnold Schönberg – mit Star-Bariton Thomas Hampson als Erzähler und dem Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde unter der Chorleitung von Johannes Prinz sowie Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica".

Fest der Freude auf ORF III und in der ORF-TVthek

Zum zweiten Mal zeigte ORF III Kultur und Information am 8. Mai das "Fest der Freude" mit dem Festakt und dem anschließenden Gedenkkonzert der Wiener Symphoniker live vom Wiener Heldenplatz. Die TV-Übertragung war der Höhepunkt eines umfangreichen Thementags mit zahlreichen Dokumentationen, u. a. "Der Krieg ist aus!", "Trümmerfrauen", "Österreich in Farbe – Die Besatzungszeit" und "Der Wiener Stephansdom – Die Wiedergeburt eines Wahrzeichens", sowie Zeitzeugengesprächen und Interviews. Darüber hinaus überträgt ORF III am Sonntag, dem 15. Mai ab 9.50 Uhr live die Gedenk- und Befreiungsfeier aus Mauthausen.
Das "Fest der Freude" – Sondersendung, Festakt und Konzert –, die zwei "Mauthausen vor der Tür"-Folgen sowie alle ORF-III-Sendungen, sind via ORF-TVthek nach der TV-Ausstrahlung als Video-on-Demand unter http://tvthek.orf.at/ verfügbar.

Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 15. Mai 2016

Die Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen und dessen Außenlager wurden Anfang Mai 1945 von US-Truppen befreit. Gemeinsam mit seiner Partnerorganisation Comité International de Mauthausen und weiteren Organisationen veranstaltet das Mauthausen Komitee die gesamten Gedenkfeiern anlässlich der Befreiung des KZ-Mauthausen und seiner 49 Außenlager. Mehr als 80 Gedenkveranstaltungen werden heuer österreichweit an Orten ehemaliger Außenlager und Stätten des NS-Terrors abgehalten und finden ihren Höhepunkt in der europaweit größten internationalen Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 15. Mai 2016 von 10.00 Uhr bis etwa 12.00 Uhr. Die diesjährigen Gedenk- und Befreiungsfeiern widmen sich dem Thema "Internationale Solidarität".

Statements

Bundeskanzler Werner Faymann

"Mit dem Fest der Freude feiern wir das Ende der Nazi-Diktatur vor 71 Jahren, gedenken der Opfer und würdigen diejenigen, die den Mut fanden, Widerstand zu leisten. Wir setzen auf dem Wiener Heldenplatz ein Zeichen: Dass sich die menschenverachtenden Gräuel und die Barbarei des Faschismus nie mehr wiederholen dürfen."

Bundesministerin für Gesundheit Dr.in Sabine Oberhauser, MAS

"Solidarität ist der thematische Schwerpunkt des diesjährigen Fests der Freude – nicht zufällig: Gerade angesichts der aktuellen Flüchtlingsbewegungen ist unsere Solidarität wieder mehr denn je gefordert. Rufen wir uns den berühmten Ausspruch des US-amerikanischen Philosophen und Schriftstellers George Santayana in Erinnerung: "Wer seine Geschichte nicht kennt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Lassen wir das nicht zu. Zeigen wir Solidarität, denn Solidarität ist die Kraft, die uns Menschen verbindet – damals wie heute."

Bürgermeister der Stadt Wien Dr. Michael Häupl

Am 8. Mai 1945 befreiten die Alliierten Europa vom Nationalsozialismus. Auch für Österreich war die Stunde der Freiheit gekommen. Das sinnlose Töten, die Barbarei und der kaltblütige Mord an Verfolgten fanden ein Ende. Die Freude der Menschen über das Kriegsende war verbunden mit unendlich großem Mut zum Wiederaufbau eines neuen Österreichs. Mit dem Fest der Freude am 8. Mai gedenken wir dieser Menschen, aber auch der vielen unschuldigen Opfer. Aus Trümmern haben wir unser Land und unsere Demokratie wieder aufgebaut. Heute liegt es an uns allen, sicherzustellen, dass so etwas in unserem Österreich, genauso wie auf diesem Kontinent, nie wieder geschehen kann. Unsere Geschichte verpflichtet uns, allen Anfängen von Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus mit aller Entschlossenheit entgegenzutreten.

Vizebürgermeisterin der Stadt Wien Mag.a Maria Vassilakou

Das Fest der Freude ist ein Bekenntnis zu einem freien, einem demokratischen Österreich ebenso wie zu einem freien, demokratischen und geeinten Europa. Unsere gewonnene und geschenkte Freiheit gilt es zu bewahren und zu verteidigen ohne Wenn und Aber.

Wiens Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny

Mit dem Fest der Freude feiern wir in Wien das Ende des Nationalsozialismus durch die Befreiung der Alliierten 1945. Wir begehen mit dem 8. Mai aber auch einen wichtigen Tag des Gedenkens an alle Opfer des damaligen Terrorregimes und an all jene Menschen, die damals bereit waren, dagegen Widerstand zu leisten und so bewiesen haben, dass Gewalt und Unterdrückung nicht hingenommen oder geduldet werden müssen. Wir besinnen uns damit auch der Bedeutung des Beistands für Verfolgte und vom Tod durch Krieg und Terror bedrohte Mitmenschen. Die für uns errungene Freiheit wollen wir in diesem Bewusstsein als Fest der Freude begehen.

Wiener Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely

Der Entsolidarisierung der Gesellschaft, die die Basis für Hass und Rechtsextremismus bildet, müssen wir mit einem starken Sozialstaat entgegen. Bei den Ärmsten zu kürzen bedeutet eine weitere Spaltung der Gesellschaft.

Intendant der Wiener Symphoniker Johannes Neubert

Für die Wiener Symphoniker sind die Konzerte am Heldenplatz anlässlich der Befreiung Österreichs vom nationalsozialistischen Terror immer ein Höhepunkt des Konzertjahres. Freiheit und Frieden sind in vielerlei Hinsicht Grundbedingungen für unser Wirken als Künstler. Wir sind deshalb sehr glücklich, dass wir auch in diesem Jahr durch die Kraft der Musik dazu beitragen dürfen, diesen Tag der Befreiung als einen Tag des Gedenkens, aber eben auch der Freude zu begehen.

Fotos und Presseunterlagen zum Fest der Freude 2016 unter http://festderfreude.at/de/service/presse.

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