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Aktuelles

MKÖ gratuliert seinem Vorstandsmitglied zum 104. Geburtstag: "Für uns ist Marco Feingold ein Held"

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Pressemitteilung vom 24.05.2017

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) vertritt die Überlebenden des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager sowie das Vermächtnis der KZ-Überlebenden für ein "Nie wieder Faschismus!". Einer dieser Überlebenden ist zum Glück noch immer Teil des MKÖ-Vorstands.

MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi gratuliert Vorstandsmitglied Marco Feingold im Namen des gesamten MKÖ-Vorstands zu seinem 104. Geburtstag: "Es bedeutet uns so viel Marco Feingold bei uns im Vorstand zu haben. Er ist für uns mit seinem unermüdlichen Engagement und seinem Eintreten für ein 'Niemals wieder' nicht nur ein Vorbild, sondern ein Held. Wir gratulieren ihm von ganzen Herzen zu seinem 104. Geburtstag am Sonntag, den 28. Mai 2017 und wünschen ihm für die kommenden Jahre viel Gesundheit und Freude."

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"Blutschande"-Vorwurf im Nö. Landtag: Mauthausen Komitee nennt FPÖ "unverbesserlich ewiggestrig"

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Pressemeldung vom 19.05.2017

MKÖ-Vorsitzender Mernyi: "Auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner und die ÖVP müssen Konsequenzen ziehen"
 
Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) vertritt die Überlebenden des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager sowie das Vermächtnis der KZ-Überlebenden für ein "Nie wieder Faschismus!".

"Wir begrüßen die Proteste gegen die Wortwahl, mit der die FPÖ im niederösterreichischen Landtag gegen die ÖVP gehetzt hat", sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi. "Eine Partei, die im Jahr 2017 einem politischen Gegner 'Blutschande' vorwirft, beweist, dass sie unverbesserlich ewiggestrig ist und in demokratischen Gremien nichts verloren hat. Wir erwarten uns, dass auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner und die ÖVP Konsequenzen ziehen und die NS-Diktion der Freiheitlichen scharf verurteilen! So etwas darf nicht geduldet und nicht verharmlost werden."

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Video Botschaften zum Fest der Freude 2017

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Das Fest der Freude am 8. Mai 2017 wurde mit kurzen Videoclips von Botschaftern der Befreiernationen, der Israelitischen Kultusgemeinde, des Vereins GEDENKDIENST und des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes eröffnet.

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MKÖ-Vorsitzender Mernyi zu Antisemitismus und Menschenverachtung am Wiener Juridicum

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Pressemitteilung vom 09.05.2017

MKÖ-Mernyi zu Antisemitismus und Menschenverachtung am Wiener Juridicum: "Das ist unerträglich und muss massive Konsequenzen haben!"

Die Wochenzeitung "Falter" veröffentlicht eine große Geschichte, der zufolge sich mehrere Funktionäre der ÖH-Fraktion "Aktionsgemeinschaft" (AG) am Wiener Juridicum in abstoßendster Weise über den Holocaust, das NS-Regime, Menschen mit Beeinträchtigungen und andere Minderheiten lustig gemacht haben sollen.

"Die Unterlagen zeigen eine unerträgliche Verhöhnung der NS-Opfer", sagt Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Während Österreich der Befreiung von der braunen Schreckensherrschaft gedenkt, ziehen einige Studenten, die später als Richter, Staatsanwälte oder Rechtsanwälte tätig sein sollen, Millionen Tote in den Dreck."

Besonders schockiert Mernyi, dass es sich bei den Tätern um Funktionäre der ÖVP-nahen "Aktionsgemeinschaft" (AG) handeln soll. "Wenn das wirklich zutrifft, muss die ÖVP sich von diesen Leuten sofort trennen", betont der MKÖ-Vorsitzende. "Nicht wenige der ÖVP-Gründer haben gemeinsam mit Sozialdemokraten und Kommunisten in Mauthausen und anderen KZs gelitten. Sie würden auf das ekelhafte Gedankengut, das hier bekannt wird, mit größtem Abscheu reagieren."

In jedem Fall fordert das MKÖ, dass die antisemitischen und menschenverachtenden Hetzparolen streng geahndet werden. "Wer so etwas verbreitet, begeht kein Kavaliersdelikt", stellt Mernyi fest. "Das muss
massive Konsequenzen haben – vor allem ist die Strafbarkeit nach dem Verbotsgesetz und dem StGB zu prüfen!"

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Über 4.000 Menschen feierten trotz Regen und Kälte den 8. Mai beim Fest der Freude

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Medieninformation Mauthausen Komitee Österreich

Bereits zum fünften Mal feierten KZ-Überlebende und Zeitzeugen sowie führende PolitikerInnen am Wiener Heldenplatz die Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai vor 72 Jahren. ORF III übertrug das Fest der Freude mit dem Gratiskonzert der Wiener Symphoniker live.

Wien, 8. Mai 2017 – Über 4.000 Menschen feierten trotz Regen und Kälte die Befreiung vom Nationalsozialismus mit einem Fest der Freude. Kurzstatements von Bundeskanzler Mag. Christian Kern, Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner, Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou, Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und MKÖ-Vorsitzendem Willi Mernyi bildeten den Rahmen des Konzerts der Wiener Symphoniker. Die Worte von Zeitzeugin Lucia Heilman waren das Highlight des diesjährigen Fests der Freude. Das vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) zum fünften Mal veranstaltete Fest der Freude ist jenem Tag vor genau 72 Jahren gewidmet, an dem der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich ein Ende gesetzt wurde.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitee Österreich, betont die Bedeutung des Fests der Freude: "In Zeiten, in denen Populismus und Nationalismus in Europa an Macht gewinnen, müssen wir aus der Geschichte lernen, damit sie sich nicht wiederholt. Wir haben es geschafft, dass am 8. Mai hier am Heldenplatz keine Hetzer, Ewiggestrigen und Nationalisten manifestieren, sondern Menschen, die den Tag der Befreiung mit einem bunten Fest der Freude feiern. Dieses friedliche Miteinander, das uns hier gelungen ist, muss uns in ganz Europa gelingen."

Zeitzeugin Lucia Heilman erlebt den Heldenplatz neu

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit kurzen Videoclips von Botschaftern der Befreiernationen, der Israelitischen Kultusgemeinde, des Vereins GEDENKDIENST und des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes. Kurzstatements von Bundeskanzler Mag. Christian Kern, Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner, Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou, Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und MKÖ-Vorsitzendem Willi Mernyi bildeten den Rahmen der Veranstaltung. Die Worte von Zeitzeugin Lucia Heilman waren das Highlight des diesjährigen Fests der Freude.

Lucia Heilman überlebte das NS-Regime gemeinsam mit ihrer Mutter dank des Einsatzes eines Freundes ihres Vaters, der sie vor den Nazis versteckte. Sie selbst war 1938 am Heldenplatz, als Adolf Hitler seine "Anschluss"-Rede hielt. Die Stimmung dort empfand sie als bedrohlich und sie wusste, dass sie nicht mehr dazugehörte. Im Rahmen des Fests der Freude konnte Lucia Heilman den Heldenplatz neu erleben, aber diesmal zum Tag der Befreiung von der nationalsozialistischen Terror-Herrschaft.

Uraufführung "Here & Now" von Kurt Schwertisk gespielt von den Wiener Symphonikern

Eröffnet wurde das Konzert mit der Uraufführung des eigens für das Fest der Freude komponierten Stücks "Here & Now" des österreichischen Komponisten Kurt Schwertsik. Am Programm standen außerdem Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-moll op. 64, das von dem jungen, preisgekrönten Wiener Violinisten Emmanuel Tjeknavorian interpretiert wurde, und Werke von Ludwig van Beethoven. Ebenfalls sang die finnischen Ausnahme-Sängerin Camilla Nylund die Konzertarie "Ah perfido!" für Sopran und Orchester. Das Finale bildeten alle Musikbegeisterten am Heldenplatz, die Teil des Konzerts wurden und gemeinsam mit Camilla Nylund und begleitet von den Wiener Symphonikern Beethovens große Freudenhymne "Ode an die Freude" aus der Neunten Symphonie sangen.

Fest der Freude auf ORF III und in der ORF-TVthek

Zum dritten Mal zeigte ORF III Kultur und Information am 8. Mai das "Fest der Freude" mit dem Festakt und dem Konzert der Wiener Symphoniker live vom Wiener Heldenplatz. Die TV-Übertragung war der Höhepunkt eines umfangreichen Themenprogramms mit zahlreichen Dokumentationen, wie "Mauthausen vor der Tür – Schicksal der Frauen" und "Außenstelle Mauthausen – Tatort Loibltunnel".
Die "Fest der Freude"-Sondersendung, Festakt und Konzert, die zwei Folgen der "zeit.geschichte"-Reihe sowie alle ORF-III-Sendungen sind via ORF-TVthek nach der TV-Ausstrahlung als Video-on-Demand unter http://tvthek.orf.at/ verfügbar.

Statements

Bundeskanzler Mag. Christian Kern

"Wir können die Zukunft nur gestalten, wenn wir die Vergangenheit verstehen. Deshalb ist es so wichtig, an den 8. Mai 1945 zu erinnern. An diesem Tag wurde Österreich von der nationalsozialistischen Herrschaft befreit. Sieben lange Jahre entsetzlicher Krieg und die unvergleichlichen Schrecken des Holocaust fanden ein Ende. Wir bekennen uns zur Verantwortung für dieses dunkelste Kapitel unserer Geschichte. Es war ein langer Weg vom Verdrängen zum gemeinsamen Gedenken. Am 8. Mai stehen wir zusammen und gedenken der Millionen Menschen, die dem Nazi-Regime zum Opfer gefallen sind. Am 8. Mai stehen wir zusammen und feiern das Ende dieser Gewaltherrschaft. An diesem Tag feiern wir die Freiheit."

Vizekanzler und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Dr. Reinhold Mitterlehner

"Die Gedenkfeierlichkeiten anlässlich der Befreiung vom Nationalsozialismus ermahnen uns jedes Jahr aufs Neue, unsere Verantwortung des ‚niemals wieder’ wahrzunehmen. Es ist unsere Aufgabe sicherzustellen, dass sich die Gräueltaten des Nationalsozialismus nie wiederholen. Daher brauch es Zusammenhalt, Toleranz und gegenseitigen Respekt, um den gesellschaftlichen Frieden in Europa zu wahren. Das Fest der Freude am Wiener Heldenplatz ist ein Symbol für diesen Zusammenhalt. Damit auch die kommenden Generationen in eine Zukunft mit Frieden, Freiheit und Sicherheit schauen können."

Vizebürgermeisterin der Stadt Wien Mag.a Maria Vassilakou

"Es ist ein Tag der Freude, an dem Österreich seine Freiheit wiedergegeben wurde und die Chance nach dem eigenen Glück zu streben – eine Freiheit, die Österreich 1933 endete und die wir am 8. Mai 1945 wieder erhielten – als neue Chance, als neuen Anfang."

Wiens Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny

"Das Fest der Freude feiert das Ende des Nationalsozialismus durch die Befreiung der Alliierten 1945. Der 8. Mai ist uns ein Tag des Gedenkens an die Opfer des NS-Regimes sowie ein Tag des Erinnerns an die Helden, die bereit waren, gegen Terror Widerstand zu leisten. Ihr Mut ist Beweis, dass Unterdrückung nicht erduldet werden muss, dass der Kampf dagegen möglich ist. Die Schicksale der Opfer und Helden von damals verpflichten zur Solidarität mit den verfolgten und bedrohten Mitmenschen von heute. Unsere Freiheit gründet auf der Unfreiheit vergangener Generationen. Das Wissen um dieses Erbe wollen wir bewahren. Den Auftrag dieses Erbes wollen wir feiern."

Presserückfragen:
Mauthausen Komitee Österreich
Vorsitzender Willi Mernyi
Tel: +43 / 664 / 103 64 65
E-Mail: info@mkoe.at

Fotos und Presseunterlagen zum Fest der Freude 2017:
Presseunterlagen zum Download oder http://festderfreude.at/de/service/presse

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Über 7.000 Menschen gedenken der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen

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Gedenk- und Befreiungsfeier 2017 Auszug

Medieninformation Mauthausen Komitee Österreich

Vor 72 Jahren, am 5. Mai 1945 wurden die Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen und seinen 49 Außenlagern befreit. Über 7.000 Menschen, darunter die letzten Überlebenden des Konzentrationslagers, aus dem In- und Ausland haben heute in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen an der Befreiungsfeier teilgenommen. Der gemeinsame Auszug aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ehemaligen "Schutzhaftlager" am Ende des Festaktes wurde von KZ-Überlebenden angeführt – als symbolischer Akt für die Befreiung.

Wien/Mauthausen, 7. Mai 2017 – In Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen am 5. Mai 1945 wurde diesem Ereignis heute im Rahmen der alljährlichen internationalen Befreiungs- und Gedenkfeier gedacht. Über 7.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland nahmen auch dieses Jahr, am 72. Jahrestag, teil. Organisiert wurde die Gedenk- und Befreiungsfeier vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

Diesjähriges Thema: "Internationalität verbindet"

Seit 2006 sind sich die Gedenk- und Befreiungsfeiern jedes Jahr einem speziellen Thema gewidmet, das zur Geschichte des KZ- Mauthausen bzw. zur NS-Vergangenheit Österreichs in Beziehung steht. Der Gegenwartsbezug bildet bei jedem Jahresthema einen essentiellen Bestandteil und soll vor allem für junge Menschen durch die Auseinandersetzung mit der Zeit und Ideologie des Nationalsozialismus auch einen Bezug zu ihrer Erfahrungswelt heute herstellen.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich: "Wir sind es den zehntausenden Opfern von Mauthausen schuldig, dass wir unser Gedenken international verstehen. Wir sind uns und unseren Kindern verpflichtet, jeder Art von Populismus und Nationalismus eine Absage zu erteilen und die Internationalität als obersten Leitgedanken zu verankern. Das gilt im Gedenken in Mauthausen ebenso, wie auch in unserem heutigen Bestreben für eine gerechtere, sozialere und menschlichere Welt."

Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer des Lagers Mauthausen weder Deutsche noch Österreicher waren, ist diese Feier von internationaler Bedeutung und stellt die weitaus größte Gedenk- und Befreiungsfeier weltweit dar. Begonnen wurde die Befreiungsfeier mit der Verlesung des Mauthausenschwurs in mehr als 20 verschiedenen Sprachen – an einem Ort wie dem ehemaligen KZ Mauthausen, wo von 1938 bis 1945 Deutsch die einzig erlaubte Sprache war, wollten wir damit ein besonders starkes Zeichen der Internationalität setzen.

An Stelle des Einmarsches der nationalen und internationalen Delegationen wurde der Ausmarsch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Festaktes zum Höhepunkt der Feierlichkeit. Auch dieses Jahr wurde der Auszug aus Mauthausen von den KZ-Überlebenden Dušan Stefancic, Yauhen Chrol, Nikolai Kireev, Aba Lewit, Jehuda Gurvich, Shaul Spielmann, Andrew Sternberg gemeinsam mit GIs der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika und Schülerinnen und Schüler der NMS Mauthausen angeführt. Damit soll die Befreiung der KZ-Inhaftierten symbolisiert werden.

Internationale Beteiligung an der Gedenk- und Befreiungsfeier

Die Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen begann mit einem ökumenischen Wortgottesdienst mit Bischof Dr. Michael Bünker, Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer und Erzpriester Ioannis Nikolitsis. Gefolgt wurde dieser durch Begrüßungsworte von Willi Mernyi und den Kranzniederlegungen durch Bundespräsidenten Dr. Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Mag. Christian Kern und die internationalen und nationalen Delegationen und Jugendorganisationen. Während der Kranzniederlegung hielten die Vertreterinnen und Vertreter der Opferorganisationen aus Frankreich und den USA ihre Gedenkreden in den jeweiligen Landessprachen. Durch die Gedenkfeier führten Konstanze Breitebner und Mercedes Echerer.

Fotos und Presseunterlagen zur Gedenk- und Befreiungsfeier 2017 unter http://www.mkoe.at/befreiungsfeier

Statements

Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen

"Mit Nationalismus, mit der Verletzung der Würde des Menschen, mit der Ablehnung gegenüber allem Fremden löst man kein einziges Problem. Man schafft neue. Wir müssen gemeinsam an einer Welt arbeiten, in der Menschenrechte, Freiheit und Respekt gewährleistet sind."

Bundeskanzler Mag. Christian Kern

"Das Gedenken ist uns Verpflichtung und Auftrag. Dem Nationalismus, Chauvinismus und Rassismus, die auch heute wieder ihre hässlichen Fratzen zeigen müssen wir mit unseren stärksten Waffen entgegentreten. Der Solidarität, der Toleranz und der Zivilcourage, diese Werte stolz zu leben."

Presserückfragen:
Mauthausen Komitee Österreich
Vorsitzender Willi Mernyi
Tel: +43 / 664 / 103 64 65
E-Mail: info@mkoe.at

Fotos und Presseunterlagen zu den Gedenk- und Befreiungsfeiern:
Presseunterlagen zum Download

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Hasskriminalität auf neuem Rekordniveau: Nationaler Aktionsplan gegen Rechtsextremismus ist überfällig!

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Pressemeldung vom 02.05.2017

MKÖ-Mernyi: "Ankündigung des Innenministers endlich umsetzen"

Von 2005 bis 2015 hat sich die Zahl der rechtsextremen und rassistischen Straftaten bundesweit mehr als verfünffacht – von 209 auf 1156. Dieser Rekord an Hasskriminalität wurde 2016 noch übertroffen: Die 1313 einschlägigen Delikte entsprechen einer Steigerung um weitere 13 Prozent.
"Davor warnen wir seit Jahren", sagt Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Die Entwicklung war absehbar, Innenministerium und Verfassungsschutz haben aber lange beschwichtigt."

"Es geht bei der Hasskriminalität nicht nur um Verhetzung und NS-Propaganda, sondern auch um viele Gewaltdelikte", betont Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus (Antifa-Netzwerk). "Das zeigen beispielsweise der rassistische Mord des 'Breivik aus Traun', der seinen rumänischen Nachbarn erschossen hat, die Verbrechen der Neonazi-Mafia 'Objekt 21' und der Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim des Roten Kreuzes in Altenfelden."

Nach diesem Brandanschlag im Juni des Vorjahres kündigte Innenminister Wolfgang Sobotka einen Nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus an. MKÖ und Antifa-Netzwerk begrüßten die Ankündigung und machten konkrete Vorschläge für den Aktionsplan.
"Es hat auch ein Gespräch mit dem Innenminister gegeben", berichtet MKÖ-Vorsitzender Mernyi. "Doch dann ist nichts mehr passiert."
"Justizminister Wolfgang Brandstetter hat einige positive Maßnahmen gegen Hasskriminalität auf den Weg gebracht. Das Innenressort ist leider säumig", stellt Netzwerk-Sprecher Eiter fest.
"Namens der Mauthausen-Überlebenden fordern wir, dass der angekündigte Nationale Aktionsplan endlich umgesetzt wird! Die dramatisch zunehmenden braunen Umtriebe müssen auf allen Ebenen wirksam bekämpft werden", verlangt Mernyi.

Oberösterreichs trauriger Spitzenplatz

Im Bundesländervergleich der rechtsextremen und rassistischen Straftaten liegt Oberösterreich an erster Stelle. "Diesen traurigen Spitzenplatz dürfen die Landesverantwortlichen in Politik und Behörden nicht einfach hinnehmen", sagt Robert Eiter. "Sie sollten rasch aktiv werden. Der erste Schritt ist, rechtsextreme Veranstaltungen in Oberösterreich konsequent zu unterbinden."

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Mauthausen-Komitee und Antifa-Netzwerk: Rechtsextremes Konzert in Kremsmünster muss abgesagt werden!

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Pressemeldung vom 27.04.2017

Band "Thompson" steht für Verherrlichung des mörderischen Ustascha-Faschismus

Scharfe Kritik üben das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus (Antifa-Netzwerk) daran, dass am Samstagabend in der Bezirkssporthalle Kremsmünster ein Konzert der kroatischen Band "Thompson" stattfinden soll.

"Es geht uns natürlich nicht um Musikgeschmack, sondern um die ultranationalistischen, rechtsextremen und antisemitischen Inhalte, für die 'Thompson' steht", sagt  MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi.

Bezeichnenderweise kommt schon der Name der Band von einer Maschinenpistole, die Sänger Marko Perković im Kroatienkrieg verwendet hat. "Thompson" verherrlicht den mörderischen Ustascha-Faschismus. Bei Konzerten wurde u.a. das Ustascha-Lied "Jasenovac i Gradiška Stara" vorgetragen, in dem positiv Bezug genommen wird auf die Tötung von Hunderttausenden Juden und Serben in den Konzentrationslagern Jasenovac und Stara Gradiška. Perković bestritt nach einem entsprechenden Medienbericht, dieses Lied gesungen zu haben. Nachdem später eine Aufnahme im Internet erschien, musste er es jedoch zugeben.

Die Band wird wegen ihrer rechtsextremen Inhalte von internationalen Protesten und zahlreichen Auftrittsverboten begleitet. Solche Verbote gab es u.a. in der Schweiz, in den Niederlanden und in Istrien. 2009 hat der damalige kroatische Staatspräsident Stjepan "Stipe" Mesić ein von der Schweiz verhängtes Einreiseverbot ausdrücklich unterstützt.

"Es wäre eine Schande, wenn Juden- und Serbenhasser ihre menschenverachtende Ideologie in der Bezirkssporthalle Kremsmünster verbreiten dürften!", stellt MKÖ-Vorsitzender Mernyi fest. "Im Namen der Mauthausen-Überlebenden fordere ich die Verantwortlichen in Oberösterreich – besonders den Landeshauptmann, den Bürgermeister und den Gemeinderat von Kremsmünster sowie die Sicherheitsbehörden – dazu auf, alles zu tun, damit dieses rechtsextreme Konzert noch abgesagt wird!"

"In einer Woche werden wieder viele Politiker an den Gedenkfeiern zur Befreiung des KZ Mauthausen und seiner Außenlager teilnehmen", sagt Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus, dem 79 Organisationen angehören. "Glaubwürdig wird ihr 'Nie wieder' nur dann sein, wenn sie dafür sorgen, dass öffentliche Einrichtungen nicht für ewiggestrige Inhalte missbraucht werden. Ob Faschismus nun österreichische, türkische, kroatische oder sonstige Wurzeln hat – eine Demokratie muss ihn konsequent bekämpfen."

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