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Broschüre "Lauter Einzelfälle? Die FPÖ und der Rechtsextremismus."

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Mauthausen Komitee listet rechtsextreme "Einzelfälle" in der FPÖ auf
"Immer wieder ausgeprägte Nähe zur NS-Ideologie"

Das Mauthausen Komitee beobachtete, ob rechtsextreme Aktivitäten von FPÖ-Politikern seltene Einzelfälle sind oder ob sie dauernd vorkommen. Dabei wurden rund 60 einschlägige Fälle aus den Jahren 2013 bis 2017 knapp und übersichtlich in Form einer Broschüre dargestellt. Diese Fälle sind bestens dokumentiert. Stets haben auch Medien berichtet. Die Darstellung ist keineswegs vollständig, sondern könnte für denselben Zeitraum noch wesentlich mehr einschlägige Fälle umfassen.

Das Fazit des Mauthausen Komitees ist eindeutig: "Einzelfälle schon. Aber keine seltenen oder untypischen. Rechtsextreme Aussagen und Handlungen kommen in der FPÖ dauernd und auf allen Ebenen vor." Im Detail zieht das Mauthausen Komitee folgende Schlüsse:

  • Die FPÖ will die Menschenrechte einschränken. Das haben sowohl Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache als auch Generalsekretär Herbert Kickl ausdrücklich erklärt.
  • Die FPÖ beschimpft, verhöhnt und verleumdet Andersdenkende. Bewusst ignoriert sie die Grenzen demokratischer Auseinandersetzung. Nicht einmal vor Toten wie dem NS-Opfer Friedrich Zawrel macht sie Halt.
  • Die FPÖ geht gegen die Meinungsfreiheit vor. Das haben zuletzt der erzwungene Abbruch eines Schulvortrags und die Einrichtung einer "Meldestelle" zur Denunziation politisch missliebiger Lehrkräfte bewiesen.
  • Die FPÖ hetzt in übelster Weise gegen Flüchtlinge und Minderheiten. Rassismus ist an der Tagesordnung. Gezielt werden Vorurteile geschürt und Feindbilder verbreitet. Auch der Antisemitismus bricht immer wieder durch.
  • Die FPÖ arbeitet eng mit rechtsextremen Kräften im In- und Ausland sowie mit dem autoritären russischen Putin-Regime zusammen.
  • Die FPÖ zeigt immer wieder eine ausgeprägte Nähe zur NS-Ideologie.

Kostenloser Download der Broschüre "Lauter Einzelfälle? Die FPÖ und der Rechtsextremismus."

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Mauthausen Komitee listet rechtsextreme "Einzelfälle" in der FPÖ auf - "Immer wieder ausgeprägte Nähe zur NS-Ideologie"

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Pressemitteilung vom 22.08.2017

"Unsere Verantwortung ist es, aus der Geschichte zu lernen", sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Das gilt aber nicht nur für die Zeit des Nationalsozialismus und andere historische Abschnitte, sondern auch für die jüngere Vergangenheit."

Das Mauthausen Komitee beobachtete, ob rechtsextreme Aktivitäten von FPÖ-Politikern seltene Einzelfälle sind oder ob sie dauernd vorkommen. Dabei wurden rund 60 einschlägige Fälle aus den Jahren 2013 bis 2017 knapp und übersichtlich dargestellt. "Keineswegs eine vollständige Auflistung", betont Mernyi. "Alle Fälle sind bestens dokumentiert und waren in den Medien präsent. Kaum zu glauben, wie schnell die meisten von ihnen wieder vergessen worden sind."

Das Fazit des Mauthausen Komitees ist eindeutig: "Einzelfälle schon. Aber keine seltenen oder untypischen. Rechtsextreme Aussagen und Handlungen kommen in der FPÖ dauernd und auf allen Ebenen vor." Im Detail zieht das Mauthausen Komitee folgende Schlüsse:

  • Die FPÖ will die Menschenrechte einschränken. Das haben sowohl Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache als auch Generalsekretär Herbert Kickl ausdrücklich erklärt.
  • Die FPÖ beschimpft, verhöhnt und verleumdet Andersdenkende. Bewusst ignoriert sie die Grenzen demokratischer Auseinandersetzung. Nicht einmal vor Toten wie dem NS-Opfer Friedrich Zawrel macht sie Halt.
  • Die FPÖ geht gegen die Meinungsfreiheit vor. Das haben zuletzt der erzwungene Abbruch eines Schulvortrags und die Einrichtung einer "Meldestelle" zur Denunziation politisch missliebiger Lehrkräfte bewiesen.
  • Die FPÖ hetzt in übelster Weise gegen Flüchtlinge und Minderheiten. Rassismus ist an der Tagesordnung. Gezielt werden Vorurteile geschürt und Feindbilder verbreitet. Auch der Antisemitismus bricht immer wieder durch.
  • Die FPÖ arbeitet eng mit rechtsextremen Kräften im In- und Ausland sowie mit dem autoritären russischen Putin-Regime zusammen.
  • Die FPÖ zeigt immer wieder eine ausgeprägte Nähe zur NS-Ideologie.

"Schlimm genug, dass sich die FPÖ durch ihre demokratiefeindlichen Umtriebe außerhalb des Verfassungsbogens stellt", so der MKÖ-Vorsitzende. "Wenn FPÖ-Politiker aber – um einige Beispiele zu nennen – den in Mauthausen ermordeten Widerstandskämpfer Richard Bernaschek verhöhnen, oder einer unbequemen Journalistin eine Vergewaltigung wünschen, oder Flüchtlinge als 'Erd- und Höhlenmenschen' beschimpfen, oder dazu auffordern, zu einer türkischen Hochzeit eine Autobombe zu bringen – dann vergiftet das auch das gesellschaftliche Klima. Das ist zutiefst menschenverachtend. Mit anderen Worten: In der FPÖ sieht man oft Tracht, aber noch öfter Niedertracht."

Das Mauthausen Komitee wird seine Darstellung der rechtsextremen FPÖ-Aktivitäten nicht nur der breiten Öffentlichkeit in verschiedenen Formen zugänglich machen, sondern sie auch den Entscheidungsträgern der anderen Parteien zusenden. "Wenn jemand mit der FPÖ koalieren will, soll er nachher nicht sagen können, er habe nicht gewusst, wie ewiggestrig sie ist. Der blaue Abgeordnete Hübner hat mit seinen antisemitischen Aussagen für große Aufregung gesorgt. Doch das war nur einer von sehr vielen Fällen", unterstreicht Mernyi.

Wie die FPÖ-Spitze auf die Initiative des Mauthausen Komitees reagieren wird, weiß Willi Mernyi jetzt schon: "Sie wird versuchen, von den nachprüfbaren Tatsachen abzulenken, und beklagen, dass im Wahlkampf die 'Nazikeule' geschwungen werde. Nur sorgen die Freiheitlichen selbst für immer neue Skandale mit Nazi-Geruch. Warum sollen die Wählerinnen und Wähler das nicht erfahren?"

Kostenloser Download der Broschüre unter:
http://www.mkoe.at/broschuere-lauter-einzelfaelle-die-fpoe-und-der-recht...

Rückfragen:
Mauthausen Komitee Österreich
Willi Mernyi, Vorsitzender
Tel. +43 / 664 / 103 64 65
E-Mail: info@mkoe.at

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MKÖ gratuliert seinem Vorstandsmitglied zum 104. Geburtstag: "Für uns ist Marco Feingold ein Held"

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Pressemitteilung vom 24.05.2017

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) vertritt die Überlebenden des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager sowie das Vermächtnis der KZ-Überlebenden für ein "Nie wieder Faschismus!". Einer dieser Überlebenden ist zum Glück noch immer Teil des MKÖ-Vorstands.

MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi gratuliert Vorstandsmitglied Marco Feingold im Namen des gesamten MKÖ-Vorstands zu seinem 104. Geburtstag: "Es bedeutet uns so viel Marco Feingold bei uns im Vorstand zu haben. Er ist für uns mit seinem unermüdlichen Engagement und seinem Eintreten für ein 'Niemals wieder' nicht nur ein Vorbild, sondern ein Held. Wir gratulieren ihm von ganzen Herzen zu seinem 104. Geburtstag am Sonntag, den 28. Mai 2017 und wünschen ihm für die kommenden Jahre viel Gesundheit und Freude."

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"Blutschande"-Vorwurf im Nö. Landtag: Mauthausen Komitee nennt FPÖ "unverbesserlich ewiggestrig"

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Pressemeldung vom 19.05.2017

MKÖ-Vorsitzender Mernyi: "Auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner und die ÖVP müssen Konsequenzen ziehen"
 
Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) vertritt die Überlebenden des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager sowie das Vermächtnis der KZ-Überlebenden für ein "Nie wieder Faschismus!".

"Wir begrüßen die Proteste gegen die Wortwahl, mit der die FPÖ im niederösterreichischen Landtag gegen die ÖVP gehetzt hat", sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi. "Eine Partei, die im Jahr 2017 einem politischen Gegner 'Blutschande' vorwirft, beweist, dass sie unverbesserlich ewiggestrig ist und in demokratischen Gremien nichts verloren hat. Wir erwarten uns, dass auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner und die ÖVP Konsequenzen ziehen und die NS-Diktion der Freiheitlichen scharf verurteilen! So etwas darf nicht geduldet und nicht verharmlost werden."

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Video Botschaften zum Fest der Freude 2017

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Das Fest der Freude am 8. Mai 2017 wurde mit kurzen Videoclips von Botschaftern der Befreiernationen, der Israelitischen Kultusgemeinde, des Vereins GEDENKDIENST und des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes eröffnet.

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MKÖ-Vorsitzender Mernyi zu Antisemitismus und Menschenverachtung am Wiener Juridicum

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Pressemitteilung vom 09.05.2017

MKÖ-Mernyi zu Antisemitismus und Menschenverachtung am Wiener Juridicum: "Das ist unerträglich und muss massive Konsequenzen haben!"

Die Wochenzeitung "Falter" veröffentlicht eine große Geschichte, der zufolge sich mehrere Funktionäre der ÖH-Fraktion "Aktionsgemeinschaft" (AG) am Wiener Juridicum in abstoßendster Weise über den Holocaust, das NS-Regime, Menschen mit Beeinträchtigungen und andere Minderheiten lustig gemacht haben sollen.

"Die Unterlagen zeigen eine unerträgliche Verhöhnung der NS-Opfer", sagt Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Während Österreich der Befreiung von der braunen Schreckensherrschaft gedenkt, ziehen einige Studenten, die später als Richter, Staatsanwälte oder Rechtsanwälte tätig sein sollen, Millionen Tote in den Dreck."

Besonders schockiert Mernyi, dass es sich bei den Tätern um Funktionäre der ÖVP-nahen "Aktionsgemeinschaft" (AG) handeln soll. "Wenn das wirklich zutrifft, muss die ÖVP sich von diesen Leuten sofort trennen", betont der MKÖ-Vorsitzende. "Nicht wenige der ÖVP-Gründer haben gemeinsam mit Sozialdemokraten und Kommunisten in Mauthausen und anderen KZs gelitten. Sie würden auf das ekelhafte Gedankengut, das hier bekannt wird, mit größtem Abscheu reagieren."

In jedem Fall fordert das MKÖ, dass die antisemitischen und menschenverachtenden Hetzparolen streng geahndet werden. "Wer so etwas verbreitet, begeht kein Kavaliersdelikt", stellt Mernyi fest. "Das muss
massive Konsequenzen haben – vor allem ist die Strafbarkeit nach dem Verbotsgesetz und dem StGB zu prüfen!"

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Über 4.000 Menschen feierten trotz Regen und Kälte den 8. Mai beim Fest der Freude

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Medieninformation Mauthausen Komitee Österreich

Bereits zum fünften Mal feierten KZ-Überlebende und Zeitzeugen sowie führende PolitikerInnen am Wiener Heldenplatz die Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai vor 72 Jahren. ORF III übertrug das Fest der Freude mit dem Gratiskonzert der Wiener Symphoniker live.

Wien, 8. Mai 2017 – Über 4.000 Menschen feierten trotz Regen und Kälte die Befreiung vom Nationalsozialismus mit einem Fest der Freude. Kurzstatements von Bundeskanzler Mag. Christian Kern, Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner, Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou, Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und MKÖ-Vorsitzendem Willi Mernyi bildeten den Rahmen des Konzerts der Wiener Symphoniker. Die Worte von Zeitzeugin Lucia Heilman waren das Highlight des diesjährigen Fests der Freude. Das vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) zum fünften Mal veranstaltete Fest der Freude ist jenem Tag vor genau 72 Jahren gewidmet, an dem der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich ein Ende gesetzt wurde.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitee Österreich, betont die Bedeutung des Fests der Freude: "In Zeiten, in denen Populismus und Nationalismus in Europa an Macht gewinnen, müssen wir aus der Geschichte lernen, damit sie sich nicht wiederholt. Wir haben es geschafft, dass am 8. Mai hier am Heldenplatz keine Hetzer, Ewiggestrigen und Nationalisten manifestieren, sondern Menschen, die den Tag der Befreiung mit einem bunten Fest der Freude feiern. Dieses friedliche Miteinander, das uns hier gelungen ist, muss uns in ganz Europa gelingen."

Zeitzeugin Lucia Heilman erlebt den Heldenplatz neu

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit kurzen Videoclips von Botschaftern der Befreiernationen, der Israelitischen Kultusgemeinde, des Vereins GEDENKDIENST und des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes. Kurzstatements von Bundeskanzler Mag. Christian Kern, Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner, Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou, Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und MKÖ-Vorsitzendem Willi Mernyi bildeten den Rahmen der Veranstaltung. Die Worte von Zeitzeugin Lucia Heilman waren das Highlight des diesjährigen Fests der Freude.

Lucia Heilman überlebte das NS-Regime gemeinsam mit ihrer Mutter dank des Einsatzes eines Freundes ihres Vaters, der sie vor den Nazis versteckte. Sie selbst war 1938 am Heldenplatz, als Adolf Hitler seine "Anschluss"-Rede hielt. Die Stimmung dort empfand sie als bedrohlich und sie wusste, dass sie nicht mehr dazugehörte. Im Rahmen des Fests der Freude konnte Lucia Heilman den Heldenplatz neu erleben, aber diesmal zum Tag der Befreiung von der nationalsozialistischen Terror-Herrschaft.

Uraufführung "Here & Now" von Kurt Schwertisk gespielt von den Wiener Symphonikern

Eröffnet wurde das Konzert mit der Uraufführung des eigens für das Fest der Freude komponierten Stücks "Here & Now" des österreichischen Komponisten Kurt Schwertsik. Am Programm standen außerdem Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-moll op. 64, das von dem jungen, preisgekrönten Wiener Violinisten Emmanuel Tjeknavorian interpretiert wurde, und Werke von Ludwig van Beethoven. Ebenfalls sang die finnischen Ausnahme-Sängerin Camilla Nylund die Konzertarie "Ah perfido!" für Sopran und Orchester. Das Finale bildeten alle Musikbegeisterten am Heldenplatz, die Teil des Konzerts wurden und gemeinsam mit Camilla Nylund und begleitet von den Wiener Symphonikern Beethovens große Freudenhymne "Ode an die Freude" aus der Neunten Symphonie sangen.

Fest der Freude auf ORF III und in der ORF-TVthek

Zum dritten Mal zeigte ORF III Kultur und Information am 8. Mai das "Fest der Freude" mit dem Festakt und dem Konzert der Wiener Symphoniker live vom Wiener Heldenplatz. Die TV-Übertragung war der Höhepunkt eines umfangreichen Themenprogramms mit zahlreichen Dokumentationen, wie "Mauthausen vor der Tür – Schicksal der Frauen" und "Außenstelle Mauthausen – Tatort Loibltunnel".
Die "Fest der Freude"-Sondersendung, Festakt und Konzert, die zwei Folgen der "zeit.geschichte"-Reihe sowie alle ORF-III-Sendungen sind via ORF-TVthek nach der TV-Ausstrahlung als Video-on-Demand unter http://tvthek.orf.at/ verfügbar.

Statements

Bundeskanzler Mag. Christian Kern

"Wir können die Zukunft nur gestalten, wenn wir die Vergangenheit verstehen. Deshalb ist es so wichtig, an den 8. Mai 1945 zu erinnern. An diesem Tag wurde Österreich von der nationalsozialistischen Herrschaft befreit. Sieben lange Jahre entsetzlicher Krieg und die unvergleichlichen Schrecken des Holocaust fanden ein Ende. Wir bekennen uns zur Verantwortung für dieses dunkelste Kapitel unserer Geschichte. Es war ein langer Weg vom Verdrängen zum gemeinsamen Gedenken. Am 8. Mai stehen wir zusammen und gedenken der Millionen Menschen, die dem Nazi-Regime zum Opfer gefallen sind. Am 8. Mai stehen wir zusammen und feiern das Ende dieser Gewaltherrschaft. An diesem Tag feiern wir die Freiheit."

Vizekanzler und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Dr. Reinhold Mitterlehner

"Die Gedenkfeierlichkeiten anlässlich der Befreiung vom Nationalsozialismus ermahnen uns jedes Jahr aufs Neue, unsere Verantwortung des ‚niemals wieder’ wahrzunehmen. Es ist unsere Aufgabe sicherzustellen, dass sich die Gräueltaten des Nationalsozialismus nie wiederholen. Daher brauch es Zusammenhalt, Toleranz und gegenseitigen Respekt, um den gesellschaftlichen Frieden in Europa zu wahren. Das Fest der Freude am Wiener Heldenplatz ist ein Symbol für diesen Zusammenhalt. Damit auch die kommenden Generationen in eine Zukunft mit Frieden, Freiheit und Sicherheit schauen können."

Vizebürgermeisterin der Stadt Wien Mag.a Maria Vassilakou

"Es ist ein Tag der Freude, an dem Österreich seine Freiheit wiedergegeben wurde und die Chance nach dem eigenen Glück zu streben – eine Freiheit, die Österreich 1933 endete und die wir am 8. Mai 1945 wieder erhielten – als neue Chance, als neuen Anfang."

Wiens Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny

"Das Fest der Freude feiert das Ende des Nationalsozialismus durch die Befreiung der Alliierten 1945. Der 8. Mai ist uns ein Tag des Gedenkens an die Opfer des NS-Regimes sowie ein Tag des Erinnerns an die Helden, die bereit waren, gegen Terror Widerstand zu leisten. Ihr Mut ist Beweis, dass Unterdrückung nicht erduldet werden muss, dass der Kampf dagegen möglich ist. Die Schicksale der Opfer und Helden von damals verpflichten zur Solidarität mit den verfolgten und bedrohten Mitmenschen von heute. Unsere Freiheit gründet auf der Unfreiheit vergangener Generationen. Das Wissen um dieses Erbe wollen wir bewahren. Den Auftrag dieses Erbes wollen wir feiern."

Presserückfragen:
Mauthausen Komitee Österreich
Vorsitzender Willi Mernyi
Tel: +43 / 664 / 103 64 65
E-Mail: info@mkoe.at

Fotos und Presseunterlagen zum Fest der Freude 2017:
Presseunterlagen zum Download oder http://festderfreude.at/de/service/presse

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Über 7.000 Menschen gedenken der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen

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Gedenk- und Befreiungsfeier 2017 Auszug

Medieninformation Mauthausen Komitee Österreich

Vor 72 Jahren, am 5. Mai 1945 wurden die Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen und seinen 49 Außenlagern befreit. Über 7.000 Menschen, darunter die letzten Überlebenden des Konzentrationslagers, aus dem In- und Ausland haben heute in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen an der Befreiungsfeier teilgenommen. Der gemeinsame Auszug aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ehemaligen "Schutzhaftlager" am Ende des Festaktes wurde von KZ-Überlebenden angeführt – als symbolischer Akt für die Befreiung.

Wien/Mauthausen, 7. Mai 2017 – In Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen am 5. Mai 1945 wurde diesem Ereignis heute im Rahmen der alljährlichen internationalen Befreiungs- und Gedenkfeier gedacht. Über 7.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland nahmen auch dieses Jahr, am 72. Jahrestag, teil. Organisiert wurde die Gedenk- und Befreiungsfeier vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

Diesjähriges Thema: "Internationalität verbindet"

Seit 2006 sind sich die Gedenk- und Befreiungsfeiern jedes Jahr einem speziellen Thema gewidmet, das zur Geschichte des KZ- Mauthausen bzw. zur NS-Vergangenheit Österreichs in Beziehung steht. Der Gegenwartsbezug bildet bei jedem Jahresthema einen essentiellen Bestandteil und soll vor allem für junge Menschen durch die Auseinandersetzung mit der Zeit und Ideologie des Nationalsozialismus auch einen Bezug zu ihrer Erfahrungswelt heute herstellen.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich: "Wir sind es den zehntausenden Opfern von Mauthausen schuldig, dass wir unser Gedenken international verstehen. Wir sind uns und unseren Kindern verpflichtet, jeder Art von Populismus und Nationalismus eine Absage zu erteilen und die Internationalität als obersten Leitgedanken zu verankern. Das gilt im Gedenken in Mauthausen ebenso, wie auch in unserem heutigen Bestreben für eine gerechtere, sozialere und menschlichere Welt."

Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer des Lagers Mauthausen weder Deutsche noch Österreicher waren, ist diese Feier von internationaler Bedeutung und stellt die weitaus größte Gedenk- und Befreiungsfeier weltweit dar. Begonnen wurde die Befreiungsfeier mit der Verlesung des Mauthausenschwurs in mehr als 20 verschiedenen Sprachen – an einem Ort wie dem ehemaligen KZ Mauthausen, wo von 1938 bis 1945 Deutsch die einzig erlaubte Sprache war, wollten wir damit ein besonders starkes Zeichen der Internationalität setzen.

An Stelle des Einmarsches der nationalen und internationalen Delegationen wurde der Ausmarsch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Festaktes zum Höhepunkt der Feierlichkeit. Auch dieses Jahr wurde der Auszug aus Mauthausen von den KZ-Überlebenden Dušan Stefancic, Yauhen Chrol, Nikolai Kireev, Aba Lewit, Jehuda Gurvich, Shaul Spielmann, Andrew Sternberg gemeinsam mit GIs der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika und Schülerinnen und Schüler der NMS Mauthausen angeführt. Damit soll die Befreiung der KZ-Inhaftierten symbolisiert werden.

Internationale Beteiligung an der Gedenk- und Befreiungsfeier

Die Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen begann mit einem ökumenischen Wortgottesdienst mit Bischof Dr. Michael Bünker, Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer und Erzpriester Ioannis Nikolitsis. Gefolgt wurde dieser durch Begrüßungsworte von Willi Mernyi und den Kranzniederlegungen durch Bundespräsidenten Dr. Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Mag. Christian Kern und die internationalen und nationalen Delegationen und Jugendorganisationen. Während der Kranzniederlegung hielten die Vertreterinnen und Vertreter der Opferorganisationen aus Frankreich und den USA ihre Gedenkreden in den jeweiligen Landessprachen. Durch die Gedenkfeier führten Konstanze Breitebner und Mercedes Echerer.

Fotos und Presseunterlagen zur Gedenk- und Befreiungsfeier 2017 unter http://www.mkoe.at/befreiungsfeier

Statements

Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen

"Mit Nationalismus, mit der Verletzung der Würde des Menschen, mit der Ablehnung gegenüber allem Fremden löst man kein einziges Problem. Man schafft neue. Wir müssen gemeinsam an einer Welt arbeiten, in der Menschenrechte, Freiheit und Respekt gewährleistet sind."

Bundeskanzler Mag. Christian Kern

"Das Gedenken ist uns Verpflichtung und Auftrag. Dem Nationalismus, Chauvinismus und Rassismus, die auch heute wieder ihre hässlichen Fratzen zeigen müssen wir mit unseren stärksten Waffen entgegentreten. Der Solidarität, der Toleranz und der Zivilcourage, diese Werte stolz zu leben."

Presserückfragen:
Mauthausen Komitee Österreich
Vorsitzender Willi Mernyi
Tel: +43 / 664 / 103 64 65
E-Mail: info@mkoe.at

Fotos und Presseunterlagen zu den Gedenk- und Befreiungsfeiern:
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