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MKÖ-Vorsitzender Mernyi stellt klar: "Haimbuchner will vom ewiggestrigen Sumpf in seiner FPÖ ablenken"

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Pressemeldung vom 07.02.2017

Rechtsextreme Gewaltverbrechen werden von Freiheitlichen "vergessen"

In einer Presseaussendung versucht die FPÖ, für die Attacke einiger politisch verwirrter Jugendlicher auf die Limousine des blauen Landesobmanns Manfred Haimbuchner antifaschistische Organisationen wie das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) oder das Bündnis "Linz gegen rechts" mitverantwortlich zu machen. "Das war zu erwarten, ist aber völlig lächerlich", sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi. "Dass wir Sachbeschädigungen und ähnliche Aktionen verurteilen, weiß ohnehin jeder einigermaßen Informierte. Haimbuchner will mit solchen haltlosen Anschuldigungen nur vom ewiggestrigen Sumpf in seiner FPÖ ablenken, auf den wir die Öffentlichkeit immer wieder hinweisen. Gerade er, der erst kürzlich in einer Festrede einen SS-Führer und Österreich-Verräter gewürdigt hat, soll sich bitte nicht als Opfer bedauern!"

Laut Mernyi spreche es Bände, dass die FPÖ in ihrer Aussendung behauptet, die tatsächliche Gewalt käme von links. "Da haben Haimbuchner und sein Landesparteisekretär Schreiner aber eine ganze Menge vergessen: vom rassistischen Mord in Traun über die vielen Schwerverbrechen der Neonazi-Mafia 'Objekt 21' bis zum Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim in Altenfelden", betont der MKÖ-Vorsitzende. "Zählen diese menschenverachtenden Gewalttaten für die FPÖ nicht? Oberösterreich liegt bei der Zunahme der rechtsextremen Delikte an der Spitze aller Bundesländer. Haimbuchners Truppe bereitet mit ihrer ständigen Hetzpropaganda den Boden dafür auf. Und das ist sicher schlimmer als die unsäglich dumme Autoattacke."

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Neuester "Einzelfall" in der FPÖ Oberösterreich: Blauer Politiker beschimpft Bundespräsidenten und wünscht Vergewaltigung

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Pressemeldung vom 01.02.2017

MKÖ-Mernyi: "Haimbuchner trägt Verantwortung für rassistische Hetzpropaganda und Menschenverachtung!"

In Oberösterreich ist die FPÖ besonders ewiggestrig: Seit Jahren fällt sie immer wieder durch einschlägige Skandale auf. Der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Detlef Wimmer durfte wegen seiner Neonazi-Kontakte nicht Berufsoffizier werden. Im Oktober des Vorjahres nahm er am rechtsextremen Kongress "Verteidiger Europas" teil. Die schlagende Burschenschaft "Arminia Czernowitz", deren Vorzeigemitglied er ist, verwendete für ein Plakat ein kaum verändertes NSDAP-Motiv. Wimmers früherer Fraktionsobmann Sebastian Ortner musste 2013 zurücktreten – unter anderem hatte er gemeinsam mit Gottfried Küssel die Ermordung politischer Gegner geübt.

"Einzelfälle" hat auch der Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl in seinen Reihen: Etwa seinen Gemeinderat Ralph Schäfer, der vor einigen Jahren wegen NS-Wiederbetätigung vor Gericht stand. Die Wiederbetätigung wurde erwiesen, Schäfer kam mit einer Diversion davon. Oder die FPÖ-Funktionärin Constanze Hügelsberger, die auf der Facebook-Seite von HC Strache üble Gewaltphantasien gegen einen psychischen kranken Flüchtling postete ("A gstreckte linke in die pappn, dem saugfrast. Aufghängt bei de füss …").

Der Steyrer FPÖ-Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek, Stellvertreter von Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner, verbreitete letztes Jahr rassistische Hetzpropaganda samt zustimmendem Kommentar im Internet. Die Justiz stellte das Verhetzungsverfahren mit der dubiosen Begründung ein, man könne nicht beweisen, dass Deimek den von ihm verbreiteten und empfohlenen Text auch zur Gänze gelesen habe …

Oder Haimbuchner selbst, Landeshauptmannstellverteter in einer schwarz-blauen Koalition: Er gehört dem rechtsextremen "Witikobund" an. Als seinen Lieblingsschriftsteller nennt er den Rechtsterroristen Ernst von Salomon. Erst im November hat er den SS-Brigadeführer Anton Reinthaller, der nach 1945 als Hochverräter verurteilt wurde, in einer Festrede geehrt.

Und nun der neueste "Einzelfall": Der FPÖ-Gemeinderat Andreas Freis aus Aschach an der Steyr beschimpfte auf Facebook unter anderem den neuen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und dessen Frau auf äußerst aggressive und menschenverachtende Weise. Über die Grünen schreibt Freis, er hätte die "Idioten am liebsten erwürgt". Und zu einer ihm nicht genehmen Journalistin postete er: "Ich denke die sehnt sich förmlich nach einer Vergewaltigung diese perverse Dreckskuh!!!!" Einsicht zeigt Freis keine: Gegenüber der Tageszeitung "Heute" berief sich Freis auf die Meinungsfreiheit …

Der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ), Willi Mernyi, kritisiert Oberösterreichs FPÖ-Chef Haimbuchner scharf: "Er lässt die ständige Hetze und Menschenverachtung seiner Funktionäre nicht nur zu, sondern steckt auch selbst tief im ewiggestrigen Sumpf." Laut Mernyi hätte Haimbuchner längst seine Verantwortung wahrnehmen und zurücktreten müssen, wenn er der Demokratie verpflichtet wäre. "So aber liegt es an Landeshauptmann Pühringer und der ÖVP, endlich Konsequenzen zu ziehen – oder wollen sie die Hassparolen ihrer freiheitlichen Koalitionspartner weiter ignorieren?", fragt der MKÖ-Vorsitzende.

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Gedenk- und Befreiungsfeiern 2017

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"Internationalität verbindet"

"Im Gedenken an das vergossene Blut aller Völker,
im Gedenken an die Millionen durch den Nazifaschismus gemordeten Brüder geloben wir,
dass wir diesen Weg nie verlassen werden.
Auf den sicheren Grundlagen internationaler Gemeinschaft wollen wir das schönste Denkmal,

das wir den gefallenen Soldaten der Freiheit setzen können, errichten:
DIE WELT DES FREIEN MENSCHEN.
Wir wenden uns an die ganze Welt mit dem Ruf: Helft uns bei dieser Arbeit!
Es lebe die internationale Solidarität!
Es lebe die Freiheit!"

(Auszug aus dem Mauthausen Schwur)

Anlässlich der 72. Wiederkehr der Befreiung des KZ-Mauthausen veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich in enger Kooperation mit den Überlebenden-Organisationen auf nationaler (Öst. Lagergemeinschaft Mauthausen) und internationaler Ebene (Comité International de Mauthausen) die Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier. Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer des Lagers Mauthausen weder Deutsche noch Österreicher waren, ist diese Feier von internationaler Bedeutung und stellt die weitaus größte Gedenk- und Befreiungsfeier weltweit dar. Sie findet am

Sonntag, dem 7. Mai 2017, von 11.00h – ca. 13:00h
in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

statt. Die diesjährigen Gedenk- und Befreiungsfeiern widmen sich dem Thema „Internationalität verbindet".

Seit 2016 bildet an Stelle des Einmarsches der nationalen und internationalen Delegationen der Ausmarsch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Festaktes den Höhepunkt der Feierlichkeit – ähnlich der ersten Befreiungsfeiern der KZ-Überlebenden. In enger Zusammenarbeit mit dem Comité International de Mauthausen und den zahlreichen diplomatischen Vertretungen wurde aus dem bisherigen "Hintereinander" der Delegationen ein starkes "Miteinander" aller TeilnehmerInnen.
Neben der Internationalen Befreiungsfeier in Mauthausen gibt es eine Vielzahl an Gedenkveranstaltungen an Orten ehemaliger Außenlager des KZ-Mauthausen.

Terminvorschau der Gedenk- und Befreiungsfeiern 2017
Parkplatzinformationen (D/E/I/F/R)

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"Völlig verfehlte Argumentation des Justizministers zur Welser Gaskammer-Leugnung". In vergleichbaren Fällen gab es Schuldsprüche.

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Mauthausen Komitee und Netzwerk gegen Rechtsextremismus:

Pressemeldung vom 04.01.2017

Justizminister Wolfgang Brandstetter hat eine parlamentarische Anfrage des Nationalratsabgeordneten Karl Öllinger zum Fall jenes Welser Rechtsanwalts beantwortet, der vor Gericht die Vergasungen im KZ Mauthausen geleugnet hatte. Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismnus und Rechtsextremismus kritisieren den Inhalt dieser Beantwortung scharf.

"Das Abwürgen des Strafverfahrens durch den Weisungsrat im Ministerium ist und bleibt Zwei-Klassen-Justiz", stellt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi fest. "Schade, dass Minister Brandstetter das hochkompliziert zu rechtfertigen versucht, statt es einfach zuzugeben."

In der Anfragebeantwortung heißt es, der Welser Anwalt habe die NS-Verbrechen nicht "schlechthin und in ihrem Kern geleugnet".

"Das ist eine völlig verfehlte Argumentation", sagt Netzwerk-Sprecher Robert Eiter. "Denn um den Tatbestand des § 3h Verbotsgesetz zu erfüllen, genügt die Leugnung eines NS-Verbrechens gegen die Menschlichkeit - etwa der Vergasungen im KZ Mauthausen. Und dass letztere zum Kern der NS-Verbrechen in Österreich gehören, steht hoffentlich außer Streit."

Dies wird auch durch die bisherige Rechtsprechung bestätigt. "Seit 2006 hat die Leugnung von Gaskammern im KZ Mauthausen in mindestens drei Fällen zu Schuldsprüchen geführt", betont MKÖ-Vorsitzender Mernyi. "Aber da waren Durchschnittsbürger angeklagt und kein Rechtsanwalt mit guten Beziehungen."

"Natürlich ist immer einzelfallbezogen zu entscheiden", ergänzt Netzwerk-Sprecher Eiter. "Wenn jedoch die einen für Gaskammer-Leugnung verurteil werden und der andere dem Strafverfahren per Weisung entzogen wird, dann nennt man das eben Zwei-Klassen-Justiz."  

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Mauthausen Komitee protestiert bei Justizminister Brandstetter: "Zwei-Klassen-Justiz bei Gaskammerleugnung und rassistischer Hetze"

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Pressemeldung vom 26.12.2016

Unzurechnungsfähigkeitsvermutung für FPÖ-Abgeordnete?

Erst Ende November haben VertreterInnen des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ) mit Justizminister Wolfgang Brandstetter den Fall des Welser Rechtsanwalts diskutiert, der vor Gericht die Vergasungen im Konzentrationslager Mauthausen geleugnet hatte. Das Strafverfahren gegen den Rechtsanwalt wurde durch den Weisungsrat beendet. Diese Entscheidung war und ist für das Mauthausen Komitee nicht nachvollziehbar. "Ein Durchschnittsbürger ohne gute Beziehungen wäre jedenfalls nicht auf solche Weise der Strafverfolgung entzogen worden", sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi.

Nun protestiert das Mauthausen Komitee beim Justizminister wegen eines ähnlichen Falls: Der Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek (FPÖ) hatte einen rassistischen Text, in dem u.a. von "dauergeilen Barbaren" die Rede ist, mit einem zustimmenden Kommentar via Twitter verbreitet. Deshalb setzte die Staatsanwaltschaft Steyr die Aufhebung seiner Immunität durch und ermittelte gegen ihn wegen Verhetzung. Doch kürzlich wurde das Strafverfahren nach langem Hin und Her zwischen Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwaltschaft und Ministerium "im Zweifel" eingestellt. Fadenscheinige Begründung: Man habe nicht nachweisen können, dass der blaue Abgeordnete den gesamten von ihm zustimmend kommentierten und verbreiteten Text vorher gelesen habe! "Bedeutet das, dass für FPÖ-Politiker nicht nur die Unschulds-, sondern auch die Unzurechnungsfähigkeitsvermutung gilt?", will Mernyi von Brandstetter wissen.

Bei einem Durchschnittsbürger würde die Justiz selbstverständlich davon ausgehen, dass er nur dann einen Text positiv bewertet und an viele Leute weiterschickt, wenn er ihn vorher sinnerfassend gelesen hat. Bei einem FPÖ-Abgeordneten muss das offenbar gesondert bewiesen werden. Allerdings lässt sich ein derartiger Beweis kaum führen: Dafür müsste ein glaubwürdiger Zeuge nicht nur den Lesevorgang, sondern auch eine danach erfolgte zutreffende Wiedergabe des Textsinns bestätigen können. Diese Anforderung ist mehr als unrealistisch. "Die Verrenkung wirkt so, als sei zuerst das Ergebnis Verfahrenseinstellung festgestanden und dann krampfhaft nach einer Begründung gesucht worden", betont Mernyi. "Da fragt man sich schon, was hinter den Kulissen an Interventionen stattgefunden hat."

Das Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ), das das Vermächtnis der KZ-Überlebenden weiterträgt, lehnt eine Zwei-Klassen-Justiz, wie sie hier in Fällen von Gaskammerleugnung und rassistischer Hetze praktiziert wurde, auf das Schärfste ab. Solche eklatanten Fehlleistungen sind geeignet, die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz der Strafrechtspflege nachhaltig zu schädigen.

"Wir richten an Bundesminister Brandstetter den dringenden Appell, alles zu tun, damit es zu keinen gleichheitswidrigen Bevorzugungen mehr kommt!", schließt der MKÖ-Vorsitzende.

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Beiträge zum Jahresthema 2016 "Internationale Solidarität"

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Das Mauthausen Komitee Österreich gestaltet zu den Gedenk- und Befreiungsfeiern 2016 "Solidarität-Stories". Diese Geschichten erzählen von Solidarität zur Zeit des Nationalsozialismus und Heute.

Ein Funke aus Menschlichkeit: Die Justizwachebeamten in Wien-Mittersteig

Josef Klat eröffnete bis zu seinem Tod vor drei Jahren, über Jahrzehnte gemeinsam mit anderen Überlebenden und vielen Jugendlichen den Gedenkzug der Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Hier erzählt er über Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit während seiner Gefangenschaft im Gefängnis Mittersteig.

Zur Story

Die Widerstandsgruppe der Schreibstube

Hans Maršálek war lange Jahre Obmann der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen und Mitglied im Comité International de Mauthausen. Gemeinsam engagierten sie sich unermüdlich und unbeirrt für das Niemals-Vergessen und Niemals-Wieder.
Er blieb Zeit seines Lebens seinen Kameraden und Leidensgefährten, die so wie er die Gräuel des KZ Mauthausen überlebt hatten, verbunden. In der Lagerschreibstube wurden die politischen Häftlinge zu einem Zentrum der Solidarität und des Widerstandes.

Zur Story

"Lebe hier nicht alleine" – die Hilfe von Pepi Kohl

Pepi Kohl war ein Häftling, der durch sein Wesen von den meisten Häftlingen respektiert wurde. Er gab allen Neuankommenden gleich eine sehr kluge Belehrung…

Zur Story

Mühlviertler Hasenjagd – "Was hätten wir denn anderes machen können, als diesen beiden zu helfen?"

In der Nacht des 2. Februar 1945, brachen aus dem Block 20 des KZ Mauthausen rund 600 sowjetische Offiziere aus. Für Maria Langthaler und ihre Familie war es immer klar zu helfen, da sie es auch gewollt hätte, dass man ihre Söhne solidarisch unterstützt.

Zur Story

Josef Sasso und Theodor Rackwetz - eine besondere Freundschaft

Die Widerstandskämpferin Käthe Sasso erzählt eine besondere Geschichte von Solidarität unter zwei Häftlingen im GESTAPO Hauptquartier in Wien.

Zur Story

"Leo Kuhn als Robert Litterer" – Ein solidarischer Akt von Hans Maršálek

Hans Maršálek hat den eingelieferten jungen Leo Kuhn als verstorben gemeldet. So hat er Leo Kuhn das Leben gerettet.

Zur Story

Die gutmütige Frau Voitl

Frau Voitl war eine Helferin, die Kindern etwas zu essen gab. Sie wurde unter dem Nazi Terror Regime verhaftet.

Zur Story

"No, No, No!" – Margarete Schütte-Lihotzky erzählt

"No, No, No!" sind zwar nur drei kleine Silben! Doch sie gaben Margarete Schütte-Lihotzky Kraft und Mut in dieser schweren Zeit.

Zur Story

"Erschlagt mich, ich werde niemanden verraten." – aus einem Interview mit Käthe Sasso

Käthe Sasso wurde im Polizeigefangenenhaus "Liesl" festgehalten, wo sie grauenhafte Foltermethoden über sich ergehen lassen musste. An einem besonders schlimmen Tag beschloss sie: "Erschlagt mich, ich werde niemanden verraten."

Zur Story

"Ich glaubte immer daran, dass ich überleben werde" – Daniel Chanoch und die 130 Buben aus dem Konzentrationslager Kauen

Beim "Morgen-Appell" im Konzentrationslager Landsberg selektierte die SS eine Gruppe von 131 Buben im Alter von 11 bis 15 Jahren, die von anderen KZ-Häftlingen separiert und bewacht wurden. Diese Gruppe wurde ins Konzentrationslager Dachau überstellt, wo die Buben ihren Zusammenhalt und gegenseitige Solidarität entwickelten. Einer dieser Buben war Daniel Chanoch.

Zur Story

Erinnern an die Menschlichkeit – Eine Spurensuche

33 VertreterInnen aus Linz-Land nahmen an einer Spurensuche entlang der "Todesmarschroute der Jüdinnen und Juden von Mauthausen nach Gunskirchen" teil. Dabei wurden Geschichten von ZeitzeugInnen erzählt, die trotz allem zeigen dass es in jener menschenunwürdigen Zeit auch Solidarität und Humanität gab.

Zur Story

"Spenden´s das Geld für einen guten Zweck, dann ist allen geholfen!"

"Als ich mich umdrehe sehe ich einen fremden Menschen. Ich war überwältigt, dass hier einfach jemand hilft und gleichzeitig beschämt in einer solchen Situation zu sein."

Zur Story

Internationale Solidarität der Pfadfinder Österreichs

Nach dem Erdbeben in Nepal konnten durch Spenden der PPÖ 11 Flüge mit Hilfsgütern in das abgelegene Bergtal finanziert werden und auch zahlreiche Wellblechdächer für den Wiederaufbau.

Zur Story

Ein Apfel als moralische Stütze

Ein Apfel, der symbolisierte: "Halten Sie sich aufrecht, wir vergessen Sie nicht!"

Zur Story

Die "Gruber-Suppe" – Internationale Solidarität in Gusen

Die von den polnischen "Professoren-Häftlingen" gegründete "geheime Lagerschule" wurde durch die sogenannte "Gruber-Suppe" unterstützt, die im Waschraum gegenüber von Block 20 an manchen Abenden geheim ausgeteilt wurde.

Zur Story

Erwin & Lonny Ratz – Ein Zufluchtsort für Hans Buchwald

Erwin und Lonny Ratz entschlossen sich, trotz der Terrorherrschaft der Nationalsozialisten, einem Menschen zu helfen und ihm das Leben zu retten. Dafür wurden sie als "Gerechte unter den Völkern" von Yad Vashem ausgezeichnet.

Zur Story

Rettung vieler Kinder – Die Solidarität des Aufnahmekommandos

Eine Aktion von Häftlingen rettete vielen Kindern aus dem jüdischen Ghetto Plasov in Polen bei ihrer Ankunft im Konzentrationslager Mauthausen das Leben, einer von ihnen war Ernst Arnon Smetana.

Zur Story

Eine Stimme für alle – Die Arbeitsverweigerung von Frauen im KZ Mauthausen

"So etwas hatte es im KZ Mauthausen noch nie gegeben!" - Mitte März 1945 kam es im KZ Mauthausen zu einem einzigartigen Fall!

Zur Story

Erlebnisse von Franz Salcher aus Küpfern

Im Herbst 1944 weilte Franz Salcher auf Heimaturlaub in Küpfern in Weyer. Im November 1944 sollte er wieder an die Front zurückkehren, doch Franz Salcher entschied sich für einen anderen Weg...

Zur Story

"Ein trauriges Erlebnis jener Tage möchte ich nicht verschweigen"

Ein Wiener Kollege an der Akademie in Istanbul bat Margarete Schütte-Lihotzky seiner Schwester in Wien ein Päckchen mit Kaffee und Schokolade von ihm zu bringen. Es war zu spät: Seine Schwester, ihr Mann und ihre Kindern wurden bereits von den Nationalsozialisten deportiert.

Zur Story

Schon von Theodor Rackwetz gehört? – Eine Erzählung von Käthe Sasso

Käthe Sasso erzählt. Ihr Mann Josef Sasso lerne Theodor Rackwetz in der Zelle 6 im GESTAPO-Hauptquartier am Morzinplatz kennen. Ohne ihn hätte Josef Sasso die Haft nicht überlebt. Theodor Rackwetz wurde am 15. Oktober 1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet. Sein Sohn Theodor Rackwetz jun. wurde einen Tag früher vor den Augen seines Vaters ermordet!

Zur Story

"Bitte nicht stürzen!"– Margarete Schütte-Lihotzky erzählt

Margarete Schütte-Lihotzky erzählt in ihrem Buch "Erinnerungen an den Widerstand" über ihre Mitgefangenen, MitkämpferInnen, von Engangement und Mut sowie von Solidarität, die ihr das Leben gerettet hat. Eine Geschichte erzählt von einer Aufführung des politischen Kabarett "Wiener Werkl" Anfang 1941.

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Solidarität wirkt besonders an Weihnachten

In Neusiedl im Burgenland zauberten engagierte ÖsterreicherInnen AsylwerberInnen ein Weihnachtswunder ...

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Zum Tode verurteilt weil sie half

Schwester M. Martina – Camilla Estermann wurde von den Nationalsozialisten ermordet, weil sie anderen Menschen half.

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SOLIDARITÄT WIRKT!

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Das Jahresthema 2016 "Internationale Solidarität" wurde auch durch Fotostatements verbreitet. Es wurden nicht nur die Statements von ZeitzeugInnen, PolitikerInnen und anderen prominenten Persönlichkeiten gepostet, jeder konnte seinen Beitrag zum Thema "Internationale Solidarität" leisten:

"Among the children in the Holocaust refers to the mutual aid each of them tried to offer to his comrades – as much as he could, what saved occasionally even lives."
Shaul (Paul) Spielmann, KZ-Überlebender

"Solidarität und Hoffnung! Hoffnung und Solidarität sind zwei voneinander untrennbare Begriffe. Beide spielen auf dem Weg zur Rettung menschlichen Lebens eine zentrale Rolle."
Daniel Chanoch, Zeitzeuge und KZ-Überlebender

"Mauthausen prisoner no. 124861. Stayed in the camp together with a group of his comrade boys originally from Kaunas, Lithuania. Nevertheless the horrible conditions in the camp, the starvation and the illness all over, the solidarity among his peer group friends kept their encouragement to continue the struggle for life and the hope to meet at the end of the war once more their survived families. Unfortunately these hopes came down, but the personal and collective resilience created new desire to create new families an sire new borns."
Yehuda Gurwich, Zeitzeuge und KZ-Überlebender

"Wenn wir die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen gedenken, dann ist das nicht nur ein erschüttertes Zurückblicken auf den Nationalsozialismus und seine unzähligen Opfer, sondern auch das aufrichtige Bekenntnis zur Solidarität über Grenzen und Nationen hinweg – damit unsere Gesellschaft der Gewalt und dem Hass auch in Zukunft keinen Nährboden mehr bietet!"
Mario Lindner, Design, Präsident des Bundesrates der Republik Österreich

"Ein Zeichen zu setzen – auch 71 Jahre nach dem Krieg – heißt solidarisch mit den tausenden Menschen zu sein, die sich für Freiheit, Gerechtigkeit und gegen Faschismus einsetzen."
Niki Kunrath, Mitarbeiter Die Grünen Wien

"Sind wir uns dessen bewusst, dass Solidarität zu den wichtigsten Werten zählt, die unsere Gesellschaft zusammenhalten? Solidarität ist Souveränität!"
Mercedes Echerer, Schauspielerin

"Wenn Du ein einiges Warum hast, findest Du ein Wie. – sagte Viktor Frankl auf die Frage, wie er die KZs überlebt hat; dieser Satz hilft und sei das Warum der Gedanke an die anderen, die unsere Hilfe brauchen."
Konstanze Breitebner, Schauspielerin

"Solidarität macht uns zu Menschen unter Menschen. Sie ist nicht verhandelbar und ist nicht mund- oder wahlgerecht zu machen."
Katharina Stemberger, Schauspielerin und Moderatorin

"Unsere Antwort auf Rassismus, Hetze und Sozialabbau: Solidarität!"
Willi Mernyi, Vorsitzender MKÖ

"Solidarität kann in wesentlichen Momenten Leben retten!"
Helmut Edelmayr, MKÖ-Gründungsmitglied

"In Sonntagsreden wird oft Solidarität beschworen und bleibt doch oft nur eine leere Worthülse. Die Erfahrungen der KZ-Häftlinge aus Mauthausen zeigen sehr deutlich, dass Solidarität auch gelebt werden muss – nur darüber zu reden reicht nicht aus. Das galt damals und gilt heute gleichermaßen."
Andreas Baumgartner, Generalsekretär Comité International de Mauthausen

"Sowohl Neoliberale als auch Rechtsextreme, versuchen uns ständig einzureden, dass das Leben ein beinharter, erbarmungsloser Konkurrenzkampf sei. Nur dadurch gebe es Leistung und Fortschritt. Tatsächlich ist gerade die menschliche Evolution ohne Solidarität mit den Schwächeren und Hilfsbedürftigen undenkbar. Jede und jeder braucht sie, schon weil jede und jeder immer wieder auch zu den Schwächeren gehören kann. Solidarität wirkt, internationale Solidarität wirkt international!"
Robert Eiter, Vorstandsmitglied des MKÖ

"Widerstandskultur ist heute wichtiger denn je."
Peter Gstettner, Mauthausen Komitee Kärnten/Koroska

"Natürlich helfe ich Menschen, die in Not sind! Wenn unsere Kinder, Familien und Lieben aus ihrer Heimat flüchten müssten, würden wir uns doch auch wünschen, dass ihnen geholfen wird!"
Christa Bauer, Geschäftsführerin MKÖ

"Solidarität darf sich nicht nur innerhalb von Landesgrenzen bewegen, darf nicht nur für seinesgleichen gelten, sondern muss alle Menschen – unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, religiösen Zugehörigkeit, sexuellen Orientierung oder ihrem Geschlecht – gleichermaßen betreffen. Die Entwicklungen in Österreich, aber auch in Europa beobachte ich mit zunehmender Besorgnis, dabei müsste jeder aus unserer Vergangenheit gelernt haben: Ohne Solidarität gibt es auf Dauer kein friedliches Miteinander."
Claudia Behr

"Das Beste was wir sein können ist Mensch. Solidarität, Respekt und Liebe sind dabei fundamentale Werte. Lasst uns gemeinsam das Menschsein feiern."
Fabiana Ellmerer, Zivilcourage-Trainerin

"Sich für Gerechtigkeit und Frieden stark machen. Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl lassen uns gemeinsam Berge versetzen."
Michaela Golosetti, Zivilcourage-Trainerin

"Solidarität bedeutet für mich gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten und einander dabei zu vertrauen. Dabei kann Großes entstehen, denn Solidarität multipliziert das Positive in uns, sie ist gelebtes Miteinander."
Sara Husar, Zivilcourage-Trainerin

"Die Achtung von dem Leben jedes Menschen, angetrieben durch Solidarität und Nächstenliebe, lassen uns alle die Fähigkeit der Menschlichkeit erleben. Sie soll das Mittel zur Konfliktlösung sein und bleiben."
Sonja Schachinger, "denkmalwien"-Vermittlerin

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MKÖ-Vorsitzender Mernyi fordert von Landeshauptmann Pühringer: "Stelzhamers Judenhass darf in der Öffentlichkeit nicht länger totgeschwiegen werden!"

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Pressemeldung vom 14.12.2016

Wien informiert jetzt über die dunkle Seite des Mundartdichters

Gerade in Oberösterreich betonen Politiker bei Gedenkreden oft, man müsse sich der Geschichte stellen und aus ihr lernen. War doch das Bundesland der "Heimatgau des Führers", in dem das KZ Mauthausen und seine großen Außenlager sowie die Tötungsanstalt Hartheim den Rassenwahn der Nationalsozialisten durch bestialischen Massenmord umsetzten. Betrifft es aber den Verfasser der oberösterreichischen Landeshymne "Hoamatland", den Mundartdichter Franz Stelzhamer (1802 – 1874), sind die Lippenbekenntnisse rasch vergessen.

"Stelzhamer war einer übelsten Judenhasser seiner Zeit, obwohl er jüdische Bekannte hatte, die ihn selbstlos unterstützten", sagt Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "1852 geht er in seinem Essay 'Jude' über damals verbreitete Vorurteile weit hinaus und macht sich zum Vorreiter eines Vernichtungsantisemitismus. Das Judentum sei ein 'Riesenbandwurm', dem der Kopf abgeschlagen werden müsse, schreibt Stelzhamer. Diese Tatsache wird in der oberösterreichischen Öffentlichkeit bisher völlig totgeschwiegen."

Seit Jahren macht der international angesehene Schriftsteller und Landeskulturpreisträger Ludwig Laher auf die untragbare Situation aufmerksam. Michael John, Linzer Historiker und Obmann der Österreichischen Lagergemeinschaft Auschwitz, setzt sich ebenfalls für eine stärkere Bewusstseinsbildung durch das Land Oberösterreich ein. Landeshauptmann und Landeskulturreferent Josef Pühringer hat vor längerer Zeit festgestellt: "Wir müssen klar bekennen: Ja, es gibt antisemitische und politisch bedenkliche Texte von Franz Stelzhamer. Das können, werden und wollen wir nicht verschweigen. Ganz im Gegenteil: Wir dokumentieren es, zeigen es auf." Das geschah allerdings nur im Buch "Der Fall Franz Stelzhamer", das praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit erschien.

"Das Land Oberösterreich und die einzelnen Gemeinden sind hier mehr als säumig", stellt MKÖ-Vorsitzender Mernyi fest. "Es muss endlich dafür gesorgt werden, dass der ausgeprägte Judenhass des Landeshymnendichters angemessen thematisiert wird. Es braucht Hinweise bei offiziellen Erwähnungen Stelzhamers, etwa auf der Homepage des Landes, auf Denkmälern und bei Straßen sowie Schulen, die immer noch seinen Namen tragen."

Wien ist da etwas voraus: Aufgrund des Berichts einer Expertenkommission unter der Leitung des Historikers Oliver Rathkolb bringt die Stadt in der Stelzhamergasse im 3. Bezirk eine Tafel an, die auf das antisemitische Gedankengut des Dichters hinweist. Die Kommission bewertet ihn – auch unter Heranziehung der Forschungen von Ludwig Laher und Michael John – als eine jener 28 Personen, nach denen in Wien Straßen benannt sind, die aber besonders judenfeindlich und/oder nationalsozialistisch gesinnt waren. Ludwig Laher bringt es auf den Punkt: "Auch Franz Stelzhamer steht für die Unbegreiflichkeit menschlicher Abgründe. Als Held und Vorbild taugt er schlecht, als personifiziertes Problem, um das wir uns nicht herumdrücken dürfen, kommt ihm und seiner Rezeption dagegen gerade heute besonders aktuelle Bedeutung zu."

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Generalversammlung Mauthausen Komitee Österreich am 05.12.2016

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Bei unserer Generalversammlung am 5.12.2016 präsentierten wir unsere Projekte und Aktivitäten mit 83.819 TeilnehmerInnen in den letzten zwei Jahren!

Aktivitäten des Mauthausen Komitee Österreich 2015-2016

Wir bedanken uns bei unseren Mitgliedern und UnterstützerInnen!

Generalversammlung MKÖ 05.12.2016Generalversammlung MKÖ 05.12.2016Generalversammlung MKÖ 05.12.2016Generalversammlung MKÖ 05.12.2016Generalversammlung MKÖ 05.12.2016

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"Internationale Solidarität" - Bericht "Gedenk- und Befreiungsfeiern 2016"

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Tausende bei Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen

In Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen am 5. Mai 1945 wurde diesem Ereignis am 15. Mai 2016 im Rahmen der alljährlichen internationalen Befreiungs-und Gedenkfeier gedacht. Mehr als 6.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland nahmen auch dieses Jahr am 71. Jahrestag teil. Organisiert wurde die Gedenk- und Befreiungsfeier vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

Solidarität damals und heute

Für Häftlinge in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten hatte auch die internationale Solidarität einen wichtigen Stellenwert, so auch im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und seinen Außenlagern.
Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich: „Wenn sich der Rechtsextremismus europäisch organisiert kann unsere Antwort nur eine internationale Antwort sein. Wenn heute Menschen vor dem Krieg nach Europa flüchten müssen, sind viele europäische Regierungen auch solidarisch. Solidarisch im Wegschauen und im Nichtstun. Hier fordern wir echte und internationale Solidarität ein.“

Bericht "Gedenk- und Befreiungsfeiern 2016"

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