Aktuelles

Sommerzeit ist Flohmarktzeit

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Pressemeldung 13.07.2016

Mauthausen Komitee erinnert an Flohmarkt-Broschüre

Das Angebot auf den heimischen Flohmärkten reicht von Hitler-Büsten über SS-Dolche bis zu hakenkreuzgeschmücktem Essbesteck, von "Mein Kampf" über den "Völkischen Beobachter" bis zur "Auschwitz-Lüge". Damit wird gegen eindeutige gesetzliche Bestimmungen verstoßen – das Abzeichengesetz, das Verbotsgesetz oder das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen (EGVG).

Vor einigen Jahren hat das Mauthausen Komitee Österreich eine Broschüre herausgegeben, die Flohmarktbetreiber/innen über den verbotenen Handel mit Nazi-Symbolen informiert.

"Noch immer sind Nazi-Devotionalien und NS-Schriften auf Österreichs Flohmärkten zu finden. Damit wird eindeutig gegen Gesetze verstoßen", sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), "die MKÖ-Flohmarktbroschüre liefert alle Informationen über den strafbaren Verkauf von nationalsozialistischen Devotionalien und NS-Schriften auf Flohmärkten."

Die Broschüre steht zum kostenlosen Download zur Verfügung oder kann als Druckversion beim Mauthausen Komitee Österreich bestellt werden.

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Neue Online-Meldestelle für rechtsextreme Straftaten

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Pressemeldung 08.07.2016

Mauthausen Komitee startet systematische Dokumentation

In nur einem Jahr ist die Zahl rechtsextremer und rassistischer Straftaten um mehr als die Hälfte gestiegen, nämlich von 750 (2014) auf 1156 (2015). Die stetige Zunahme der Hass-Delikte hat schon 2005 begonnen: Damals waren es noch 209 einschlägige Tathandlungen. Das heißt, dass sich die rechtsextreme Kriminalität in den vergangenen zehn Jahren mehr als verfünffacht hat!

"Fälle wie der Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Altenfelden, aber auch die enorme Zunahme von Hass, Hetze und Drohungen im Internet zeigen den Ernst der Lage. Gerade jetzt ist es wichtig, Menschen eine einfache und effektive Möglichkeit zu bieten derartige Vorfälle zu melden," so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

Deswegen startet das Mauthausen Komitee Österreich eine systematische Dokumentation von Meldungen rechtsextremer Vorfälle unter www.mkoe.at/rechtsextremismus-melden. Diese werden gegebenenfalls und wenn gewünscht auch angezeigt. Die Daten der MelderInnen bleiben anonym und werden nicht an Dritte weitergeschickt.

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Innenminister greift Forderung des Mauthausen Komitees auf: Rechtsextremismus soll mit Nationalem Aktionsplan bekämpft werden

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Pressemeldung 06.06.2016

MKÖ-Mernyi: "Genügend Ressourcen und breite Zusammenarbeit sind unerlässlich"

Bei einer Pressekonferenz in Oberösterreich kündigte Innenminister Werner Sobotka (ÖVP) an, es werde einen Nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus geben. Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ), begrüßt diese Ankündigung: "Der neue Innenminister erfüllt eine Forderung, die wir erst kürzlich wieder bekräftigt haben. Es ist auch höchste Zeit: Die Zahl der rechtsextremen und rassistischen Straftaten hat sich bundesweit während der letzten zehn Jahre mehr als verfünffacht. Fälle wie der schwerbewaffnete Fremdenhasser im Bezirk Linz-Land, den die Polizeieinheit 'Cobra' verhaften musste, um einen Amoklauf zu verhindern, oder wie der infame Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Altenfelden zeigen drastisch den Ernst der Lage."

Das Mauthausen Komitee sieht allerdings zwei Voraussetzungen, damit der Nationale Aktionsplan zu einer wirksamen Bekämpfung des Rechtsextremismus führen kann: "Erstens muss die Regierung genügend finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung stellen. Zweitens muss der Aktionsplan breit angelegt werden: Schon bei der Formulierung und erst recht bei der Umsetzung braucht es die Zusammenarbeit des Innenministeriums und der Sicherheitsbehörden mit der Justiz, den Schulen, den Bundesländern und der Zivilgesellschaft – vor allem mit Gewerkschaften, Kirchen und antifaschistischen Organisationen. Ohne genügend Ressourcen oder ohne breite Zusammenarbeit würde der Aktionsplan als bloßes Alibi enden", betont Mernyi.

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Neonazi tötet drei Menschen

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Pressemeldung 23.05.2016

Es reicht: Mauthausen Komitee fordert Aktionsplan

In der Nacht zum Tag der Bundespräsidenten-Wahl in Österreich, tötet ein Neonazi bei einem Konzert drei Menschen. Der Attentäter, der enge Kontakte zur Neonazi-Szene hat, schoss auf rund 150 BesucherInnen im Rahmen des beliebten Festes des Nenzinger Motorradclubs. Drei Menschen wurden getötet, ein weiteres Opfer schwebt in Lebensgefahr und um die zehn Menschen sind teilweise schwer verletzt worden.

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) warnt schon lange vor dem dramatischen Anstieg rechtsextremer Straftaten und fordert Handlungen ein: "Wieviele Tote brauchen wir in Österreich noch, bis endlich ein Nationaler Aktionsplan gegen Rechtsextremismus in die Tat umgesetzt wird?", so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

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Rede des Zeitzeugen Daniel Chanoch beim Fest der Freude 2016

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Glaube, Hoffnung oder Solidarität sind für jede Gesellschaft wichtig. Diese Kräfte waren es, die die Opfer der Nazizeit das Grauen haben überleben lassen. Ein wunderbares Beispiel dafür ist das Schicksal und die Geschichte des KZ Überlebenden Daniel Chanoch und der Solidarität der 131 Buben. Daniel Chanoch erzählte in Begleitung seiner Enkelin Anna Shani über die Bedeutung von Solidarität in seinem Leben.

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Mauthausenschwur 2016

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Die internationale Befreiungsfeier am 15. Mai 2016 mit mehr als 6.000 BesucherInnen begann mit der Verlesung des Mauthausen Schwurs in zahlreichen Sprachen! Es lebe die internationale Solidarität! Es lebe die Freiheit!

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Appell von Daniel Canoch in Gunskirchen

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Daniel Canoch wurde vor 71 Jahren aus dem Konzentrationslager Gunskirchen befreit. Am 14. Mai 2016 appelliert der KZ-Überlebende an die BesucherInnen der Befreiungsfeier in Gunskirchen.

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Mehr als 6.000 Menschen bei der Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen

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Medieninformation Mauthausen Komitee Österreich 15.05.2016

Vor 71 Jahren am 5. Mai 1945 wurden die Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen und seinen 49 Außenlagern befreit. Mehr als 6.000 Menschen, darunter auch Überlebende des Konzentrationslagers, aus dem In- und Ausland, haben dazu heute in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen teilgenommen. Der gemeinsame Auszug aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ehemaligen "Schutzhaftlager" am Ende des Festaktes wurde von KZ-Überlebenden angeführt – als symbolischer Akt für die Befreiung.

In Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen am 5. Mai 1945 wurde heute diesem Ereignis im Rahmen der alljährlichen internationalen Befreiungs- und Gedenkfeier gedacht. Mehr als 6.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland nahmen auch dieses Jahr am 71. Jahrestag teil. Organisiert wurde die Gedenk- und Befreiungsfeier vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich: "Wenn sich der Rechtsextremismus europäisch organisiert, kann unsere Antwort nur eine internationale Antwort sein. Wenn heute Menschen vor dem Krieg nach Europa flüchten müssen, sind viele europäische Regierungen auch solidarisch. Solidarisch im Wegschauen und im Nichtstun. Hier fordern wir echte und internationale Solidarität ein."

Auszug aus dem Konzentrationslager angeführt von KZ-Überlebenden

Der Ablauf der diesjährigen Gedenk- und Befreiungsfeier wurde nach über 40 Jahren geändert: An Stelle des Einmarsches der nationalen und internationalen Delegationen bildete der Ausmarsch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Festaktes den Höhepunkt der diesjährigen Feierlichkeit. Angeführt wurde der Zug von KZ-Überlebenden und Mitgliedern des Comité International de Mauthausen, unter Ihnen CIM-Präsident Guy Dockendorf aus Luxemburg, CIM-Ehrenpräsident Dušan Stefančič aus Slowenien, die KZ-Überlebenden Max Garcia und Andrew Sternberg aus den USA, Aba Lewit aus Österreich, Daniel Chanoch, Jehuda Gurwich und Shaul Schpilmann aus Israel und dem Deserteur und Zeitzeugen Richard Wadani. Damit soll die Befreiung der KZ-Inhaftierten symbolisiert werden.

Musikalisch wurde der Festakt vom Ensemble "Widerstand" und "Ensemble 4 der Militärmusik OÖ" mit den traditionellen Musikstücken, wie der "Europahymne" und den "Moorsoldaten", begleitet.

Solidarität damals und heute

Den Zeitzeugen und KZ-Überlebenden Daniel Chanoch verbindet mit einer Gruppe anderer Überlebender eine bewegende Geschichte von Solidarität. Durch ihre gegenseitige Solidarität überlebten einige sogar mehrere Konzentrations- und Vernichtungslager, darunter Dachau, Auschwitz-Birkenau, Mauthausen und Gunskirchen sowie die Todesmärsche aus diesen Lagern.

Die Überlebenden der "131 Buben" wurden nach ihrer Befreiung durch die "US-Army" versorgt oder in DP-Lagern (DP=Displaced Person) untergebracht. Die Mehrheit dieser Buben traf auf die "Jewish Brigade" und gelang so nach der Befreiung nach Israel. Der Kontakt innerhalb der "Gruppe der 131 Buben" war auch nach der Befreiung sehr eng. Zwei dieser Buben führten den Auszug bei der Gedenkfeier am 15. Mai an: Daniel Chanoch und Jehuda Gurvich. Ebenfalls aus Israel angereist war Shaul (Paul) Schpilman, der während seiner Internierung in den Konzentrationslagern auf die Gruppe traf und aus dem Konzentrationslager Gunskirchen befreit wurde.

Für Häftlinge in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten hatte auch die internationale Solidarität einen wichtigen Stellenwert, so auch im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und seinen Außenlagern. Die KZ-Häftlinge erkannten sehr bald, dass Widerstand gegenüber der Lager-SS und den Funktionshäftlingen nur erfolgreich sein konnte, wenn auf möglichst breiter Basis und unter Überwindung von nationalen und weltanschaulichen Differenzen kooperiert wurde. Aus dieser Entwicklung heraus wurde noch während der Befreiungstage 1945 das damals illegale Internationale Mauthausen Komitee (Comité International de Mauthausen), das Vertreter aus 21 Staaten Europas und den USA umfasst und bis heute tätig ist.

Fotos und Presseunterlagen zur Gedenk- und Befreiungsfeier 2016 unter http://www.mkoe.at/pressemappe-gedenk-befreiungsfeiern-2016

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Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 15. Mai 2016

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Medieninformation Mauthausen Komitee Österreich 11.05.2016

Internationale Solidarität ist Schwerpunkt-Thema

Heuer jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner 49 Außenlager zum 71. Mal. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, dem 15. Mai 2016, die europaweit größte internationale Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen statt. Um 10 Uhr startet die gemeinsame Feier am Appellplatz. Der Besuch ist kostenlos und die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt

Wien/Mauthausen, 11. Mai 2016 – Die Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager wurden Anfang Mai 1945 von US-Truppen befreit. "Dieser Tag ist ein Anlass zum Gedenken an jene, die den Grausamkeiten der Nazi-Diktatur ausgeliefert waren. Mit dieser Kundgebung setzten wir auch ein Zeichen gegen jede Art von Intoleranz und Diktatur, gegen Fremdenhass und Antisemitismus. Angesichts des derzeit ansteigenden Rechtsradikalismus in unserem Land ist es umso wichtiger, sich vor Augen zu halten, wohin das führen kann. Daher fordern wir rasch einen Aktionsplan gegen Rechtsextremisums und Rassismus", mahnt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich.

Schwerpunkt: Internationale Solidarität – vor 71 Jahren und heute

Seit 2006 widmen sich die Gedenk- und Befreiungsfeiern jedes Jahr einem speziellen Thema, das zur Geschichte des KZ Mauthausen bzw. zur NS-Vergangenheit Österreichs in Beziehung steht. Die diesjährigen Gedenk- und Befreiungsfeiern widmen sich dem Thema "Internationale Solidarität".

Für Häftlinge in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten hatte internationale Solidarität einen wichtigen Stellenwert, so auch im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und seinen Außenlagern. Die KZ-Häftlinge erkannten sehr bald, dass Widerstand gegenüber der Lager-SS und den Funktionshäftlingen nur erfolgreich sein konnte, wenn auf möglichst breiter Basis und unter Überwindung von nationalen und weltanschaulichen Differenzen kooperiert wurde. Aus dieser Entwicklung heraus wurde noch während der Befreiungstage 1945 das damals illegale Internationale Mauthausen Komitee (Comité International de Mauthausen), das Vertreter aus 21 Staaten Europas und den USA umfasst und bis heute tätig ist.

"Die Wichtigkeit von Solidarität und Miteinander zeigt sich auch in der vollständigen Neugestaltung des Ablaufs der internationalen Befreiungsfeier in diesem Jahr: In enger Zusammenarbeit mit dem Comité International de Mauthausen und den zahlreichen diplomatischen Vertretungen wird aus dem bisherigen 'Hintereinander' der Delegationen zukünftig ein starkes 'Miteinander' aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer", so Mernyi.

Mehr als 80 Gedenkveranstaltungen österreichweit

Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen Comité International de Mauthausen und der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen organisiert das Mauthausen Komitee sämtliche Gedenkfeiern anlässlich der Befreiung des KZ Mauthausen und seiner 49 Außenlager. Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer des Lagers Mauthausen weder Deutsche noch Österreicher waren, ist diese Feier von internationaler Bedeutung und stellt die weitaus größte Gedenk- und Befreiungsfeier weltweit dar. Mehr als 80 Gedenkveranstaltungen werden heuer österreichweit in ehemaligen Konzentrationslagern und an anderen Orten nationalsozialitischen Terrors stattfinden und finden ihren Höhepunkt in der internationalen Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 15. Mai 2016 von 10.00 Uhr bis etwa 12.00 Uhr.

Gemeinsamer Auszug als symbolischer Akt der Befreiung

Dieses Jahr wird der Ablauf der Befreiungsfeier mit einem starken "Miteinander" aller Teilnehmerinnen und Teilnehmern neu gestaltet: Alle Beteiligten finden sich gleichzeitig am Appellplatz ein. Der Höhepunkt der Gedenkfeier bildet der gemeinsame Auszug aus dem Lager mit einer zeremoniellen Toröffnung – als Symbol für den Auszug der Gefangenen aus dem damals befreiten Konzentrationslager Mauthausen.

Musikalisch begleitet wird die Befreiungsfeier durch das Ensemble "Widerstand" und das "Ensemble 4 der Militärmusik OÖ" mit Beiträgen wie der "Europahymne" und den "Moorsoldaten". Moderiert wird die Gedenk- und Befreiungsfeier von Konstanze Breitenebner und Mercedes Echerer.

Informationen zu den Gedenkfeiern 2016, zum Programm und Jahresthema

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