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Aktuelles

"UnSer (?) Amerika" - austro-amerikanische Blitzlichter im Zuge der US-Wahl 2016

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25.10. bis 08.11.2016

Aufgrund des großartigen Erfolges im Jahr 2008 und 2012 und der Vielzahl an positiven Rückmeldung organisierte das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) eine neuerliche Aktivität zu den US-Präsidentschaftswahlen 2016.

Der Status der USA als Supermacht, die politischen und sozialen Ereignisse in den letzten Jahren unter Präsident Barack Obama, sowie die US-Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 geben Anlass, sich neuerlich einer multiperspektivischen Präsentation der Vereinigten Staaten von Amerika zu widmen. Die Online-Ausstellung widmet sich den Vereinigten Staaten von Amerika und nimmt konkret die amerikanischen Wahlen zum Ausgangspunkt. Zeitgenössische Bezüge werden historischen Kontexten gegenübergestellt und eröffnen eine spannende Darstellung in Hinblick auf Aufbrüche, Krisen und Veränderung in den USA im Vergleich zu Europa und im Besonderen zu Österreich. Zum US-Wahlsystem und dem Präsidentschaftswahlkampf 2016 wird ein Videoclip auf www.unser-amerika.at zu sehen sein.

Um im besonderen die Bereiche US-Wahl, Leben in Amerika und die Befreiung des Konzentrationslager Mauthausen aus Sicht der US-Soldaten zu vermitteln laden wir die US-Expertin Anna Rosmus ein.

"UnSer (?) Amerika"-Workshops mit Anna Rosmus aus den USA

Die US-Staatsbürgerin Anna Rosmus wurde 1960 in Passau geboren. Sie widmete ihr Leben der Aufdeckung von Antisemitismus, der Recherche über die Zeit des Nationalsozialismus in ihrer Heimatstadt sowie der Arbeit mit US-Soldaten, die an der Befreiung Europas von der Nazi-Diktatur beteiligt waren. Jahrzehntelang widmete sie ihre Arbeit der Geschichte der US-Veteranen, organisierte Wiedersehenstreffen, ermöglichte KZ-Überlebenden ihre Befreier wieder zutreffen sowie Teilnahmen an Befreiungsfeiern in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen oder seiner Außenlager. Anna Rosmus publizierte zahlreiche Werke und erhielt mehrere Auszeichnungen. Sie lebt seit 1994 bei Baltimore in Maryland. In Washington DC war sie im Holocaust Museum tätig. Bis jetzt wird sie an Schulen und Universitäten eingeladen um über die Zeit des Nationalismus, ihre Arbeit zu erzählen und Jugendliche für ein "Niemals wieder" zu sensibilisieren.

In den Workshops im Rahmen der Aktivität "UnSer (?) Amerika" wird Anna Rosmus über ihre Arbeit speziell über die Arbeit mit den Befreiern des Konzentrationslagers Mauthausen, ihr Leben in den USA und die US-Präsidentschaftswahl erzählen. Anna Rosmus wurde als erste zum Ehrenmitglied der drei großen Veteranenverbänden "11th Armored Division Association, 65th und 71st Infantry Division Association", die an der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen beteiligt waren, gewählt.

Die Workshops sind Zeitraum von 25.10. bis 08.11.2016 unter info@mkoe.at buchbar (Achtung begrenzte Anzahl verfügbar).

Die Workshops dauern zwei Stunden und finden im ÖGB, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2 Donaumarina) statt.

Online-Ausstellung "UnSer (?) Amerika"

Zusätzlich zu den Workshops wird auf der Website www.unser-amerika.at die Online-Ausstellung "UnSer (?) Amerika – austro-amerikanische Blitzlichter im Zuge der US-Wahl 2016" von 25.10. bis 08.11.2016 verfügbar sein. Die Online Ausstellung widmet sich den Vereinigten Staaten von Amerika und nimmt konkret die amerikanischen Wahlen zum Ausgangspunkt. Zum US-Wahlsystem ist auf der Website ein Kurzfilm verfügbar.
Um den Jugendlichen neue Blicke zu eröffnen und verschiedene "Andock"-Möglichkeiten zu geben, werden zusätzlich folgende Themenbereiche blitzlichtartig beleuchtet:

  • Leben in Amerika (American Dream / Immigration / Sozialsysteme)
  • Bürgerrechtsbewegungen (Civil Rights Movement / Frauenbewegung / ArbeiterInnenbewegung / Homosexuelle Bürgerrechtsbewegung)
  • American Lifestyle (Music / Cars / Sport / Food / Language)
  • Österreich und Amerika (Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen / Nürnberger Prozesse / Marshall Plan)

Infoblatt

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Neues ORF-TVthek goes school-Videoarchiv: "Österreichs Zeitzeugen"

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Von MKÖ und ORF mit Unterstützung des Bundeskanzleramts und des Zukunftsfonds gestaltetes Online-Videoarchiv

Die persönlichen Erinnerungen österreichischer und internationaler Zeitzeugen bieten einen einzigartigen Zugang zur Zeitgeschichte. Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) hat eine Vielfalt an Stimmen aus dem ORF-Archiv ausgewählt, die entscheidende Epochen der österreichischen Zeitgeschichte vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 über den Austrofaschismus, die Zeit des Nationalsozialismus bis zur Nachkriegszeit dokumentieren. Erstmals werden sie in diesem Archiv dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Das Videoarchiv ist in die vier Rubriken "Monarchie und Erster Weltkrieg", "Zwischenkriegszeit und Austrofaschismus", "Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg" und "Nachkriegszeit" unterteilt, insgesamt kommen 89 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort. So berichten zum Beispiel der Regisseur Otto Preminger, der Psychiater Viktor Frankl oder die Politikerin Rosa Jochmann über ihre Erinnerungen an die letzten Jahre der Monarchie und den Ersten Weltkrieg. Die Erste Republik und den Austrofaschismus hat u.a. ein Interview mit der Sozialwissenschafterin Marie Jahoda im Rahmen der Rubrik "Zwischenkriegszeit und Austrofaschismus" zum Thema. Im Kapitel "Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg" erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie Käthe Sasso, Aba Lewit, Rudolf Gelbard, Richard Wadani, Margarete Schütte-Lihotzky, Anna Hackl, Hans Máršálek und Franz Trampusch über die Verbrechen während des Nationalsozialismus und wie diese Erfahrungen danach ihr Leben prägten. Persönlichkeiten wie Bruno Kreisky, Simon Wiesenthal, Leon Zelman oder Alfred Maleta rufen schließlich auch die Nachkriegszeit ins Gedächtnis sowie die Arbeit der ZeitzeugInnen für ein "Niemals wieder!"

Die Videos dauern von 1 Minute bis zu 45 Minuten – die Dauer einer Schulstunde. Zielgruppe sind vor allem Jugendliche mit dem Schwerpunkt auf BerufsschülerInnen, Lehrlinge und jugendliche ArbeitnehmerInnen.

Das neue Angebot ist Teil der Aktion "ORF-TVthek goes school", die Videoarchive in einer speziell für die Integration in den Unterricht geeigneten Form bereitstellt, und ist auf der Videoplattform des ORF unter http://TVthek.ORF.at/archive uneingeschränkt und unbefristet verfügbar.

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Neues Jugendangebot "denk mal wien" startet

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Pressemeldung vom 07.10.2016

Mauthausen Komitee zertifiziert "denk mal wien" VermittlerInnen im BKA

Gestern wurden im Bundeskanzleramt 27 "denk mal wien" Vermittlerinnen und Vermittler, die seit 2015 Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) ausgebildet wurden, zertifiziert.

Auf Einladung der Bundesregierung und der Stadt Wien konzipierte das Mauthausen Komitee Österreich das Vermittlungsprojekt "denk mal wien".

Staatssekretärin Mag.a Muna Duzdar, Master, Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi übergaben den erfolgreichen AbsolventInnen ihre Zertifikate.

Staatssekretärin Duzdar erinnerte in ihrer Eröffnungsrede an die Worte des kürzlich verstorbenen Zeitzeugen Max Mannheimer: "Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschehen ist. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon." "Die aktuelle Stimmung im Land macht dieses Zitat aktueller denn je. Wir glauben oft, Werte wie Demokratie, Freiheit und Solidarität seien in Stein gemeißelt. Doch das ist nicht so. Die Hemmschwelle verbaler und non-verbaler Gewalt sinkt. Projekte wie 'denk mal wien' sind ein wichtiger Baustein dafür, die Erinnerung wach zu halten und Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung zu betreiben", so Duzdar.

"Erinnerungskultur hat für die Stadt Wien einen großen Stellenwert. Zahlreiche Projekte, wie zuletzt das Deserteursdenkmal oder die aktuelle Umsetzung des Mahnmals am ehemaligen Aspernbahnhof, zeugen davon. Mit dem Programm 'denk mal wien' wird die Bedeutung dieser Projekte auch für ganz aktuelle gesellschaftliche Prozesse vermittelt, die insbesondere jungen Menschen den Zusammenhang zwischen Geschichte und Gegenwart zugänglich machen soll", so Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny.

"Wichtig ist uns bei unserer Vermittlungsarbeit, die Jugendlichen in ihrer heutigen Lebenswelt zu erreichen. In den 'denk mal wien' Rundgängen nutzen wir QR-Codes, Einbindung von Social Media und kurze, aussagekräftige ZeitzeugInnen-Interviews. Uns ist es wichtig, dass Jugendliche Österreichs Geschichte kennen und dadurch erkennen, wenn die Demokratie in unserem Land in Gefahr ist ", so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

Mehr als 130 Personen hatten im Frühjahr 2015 Interesse, beim Jugendprojekt "denk mal wien" mitzumachen. In einem mehrstufigen Verfahren wurden die 27 engagierten Vermittlerinnen und Vermittler ausgewählt. Im Praxisteil der Ausbildung fanden bereits Rundgänge mit mehr als 1.600 Jugendlichen statt. Schon in den ersten Wochen wurden über 80 Rundgänge angemeldet. Bis zum Ende des Jahres 2017 sollen 8.000 Jugendliche erreicht werden.

Die Rundgänge des Vermittlungsprojekts "denk mal wien" beschäftigen sich mit vier verschiedenen Themen: "Wir sind HeldInnen", "Republik und Demokratie", "'Wir' und die 'Anderen'" und "Was ist Österreich?". Der historische Fokus wird auf die Republiksgeschichte sowie die Zeit des Nationalsozialismus mit einem Gegenwartsbezug gesetzt. Im Zuge der thematischen Rundgänge werden inhaltliche Anknüpfungspunkte zur Geschichte der Orte und Denkmäler/Gedenkstätten gebildet.

Das Projekt richtet sich besonders an eine jugendliche Zielgruppe mit dem Fokus auf SchülerInnen aus Polytechnischen Schulen, BerufsschülerInnen, Lehrlinge, Jugendliche aus Berufsbildungseinrichtungen, jugendliche ArbeitnehmerInnen, Auszubildende sowie Jugendliche aus außerschulischen Einrichtungen.

Mehr als 60 Videoclips mit Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sind Bestandteil der Rundgänge und auf der interaktiven Website www.denkmalwien.at zu finden.

Vermittler und VermittlerInnen denk mal wienZeitzeuge Rudi Gelbard und Zeitzeugin Käthe SassoEröffnungsrede Staatsekretärin Mag.a Muna Duzdar, MasterRede Stadtrat Dr. Andreas Mailath-PokornyRede Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich

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Von ORF und MKÖ mit Unterstützung des Bundeskanzleramts und des Zukunftsfonds gestaltetes Online-Videoarchiv mit 102 Zeitzeugen-Gesprächen präsentiert

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Neues ORF-TVthek goes school-Videoarchiv: "Österreichs Zeitzeugen"

Die persönlichen Erinnerungen österreichischer und internationaler Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bieten einen einzigartigen Zugang zur Zeitgeschichte Österreichs. 102 Interviews und Gespräche mit "Österreichs Zeitzeugen" stehen im Mittelpunkt eines neuen Videoarchivs auf der ORF-TVthek, das der ORF gemeinsam mit dem Mauthausen Komitee Österreich und mit Unterstützung des Österreichischen Bundeskanzleramts und des Zukunftsfonds der Republik Österreich gestaltet hat.

Kunst- und Kulturminister Mag. Thomas Drozda, ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz und Mauthausen Komitee Österreich-Vorsitzender Willi Mernyi stellten das neue Online-Videoarchiv "Österreichs Zeitzeugen" am Freitag, dem 30. September 2016, im Bundekanzleramt gemeinsam mit ORF-Onlinechef Thomas Prantner und den Leitern des Projektteams Mag.a Eva Reiter (Leiterin ORF-TVthek) und Christa Bauer (Geschäftsführerin MKÖ) vor. Als Gäste waren bei der Präsentation auch zahlreiche Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie Käthe Sasso, Aba Lewit, Richard Wadani und Rudolf Gelbard, deren Interviews auch im Archiv abrufbar sind, sowie Erich Finsches und Karl Pfeifer ebenso wie Theodor Maier (Vorsitzender der Lagergemeinschaft Flossenbürg) anwesend. Weiters war als unterstützender Partner des Projekts der Zukunftsfonds der Republik Österreich durch Generalsekretär Prof. Herwig Hösele vertreten. Rudolf Altersberger (Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Kärnten) war ebenfalls anwesend.

Das neue Angebot ist Teil der Aktion "ORF-TVthek goes school", die Videoarchive in einer speziell für die Integration in den Unterricht geeigneten Form bereitstellt, und ist auf der Videoplattform des ORF unter http://TVthek.ORF.at/archive uneingeschränkt und unbefristet verfügbar.

Das Videoarchiv ist in die vier Rubriken "Monarchie und Erster Weltkrieg", "Zwischenkriegszeit und Austrofaschismus", "Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg" und "Nachkriegszeit" unterteilt, insgesamt kommen 89 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort. So berichten zum Beispiel der Regisseur Otto Preminger, der Psychiater Viktor Frankl oder die Politikerin Rosa Jochmann über ihre Erinnerungen an die letzten Jahre der Monarchie und den Ersten Weltkrieg. Die Erste Republik und den Austrofaschismus hat u.a. ein Interview mit der Sozialwissenschafterin Marie Jahoda im Rahmen der Rubrik "Zwischenkriegszeit und Austrofaschismus" zum Thema. Im Kapitel "Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg" erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie Käthe Sasso, Aba Lewit, Rudolf Gelbard, Richard Wadani, Margarete Schütte-Lihotzky, Anna Hackl, Hans Máršálek und Franz Trampusch über die Verbrechen während des Nationalsozialismus und wie diese Erfahrungen danach ihr Leben prägten. Persönlichkeiten wie Bruno Kreisky, Simon Wiesenthal oder Alfred Maleta rufen schließlich auch die Nachkriegszeit und die Staatsvertragsverhandlungen ins Gedächtnis.

Die Interviews und Gespräche wurden in den vergangenen Jahrzehnten größtenteils im ORF-Fernsehen gezeigt, einige wurden von der Redaktion des Senders ORF III Kultur und Information auch neu aufgenommen und gesendet.

Mag. Thomas Drozda, Kunst- und Kulturminister: "Wenn wir ein ‚Nie wieder' ernst nehmen, müssen wir Wege finden, um zu erinnern. Mit Projekten wie dem Videoarchiv 'Österreichs Zeitzeugen' ist es gelungen, Zeitgeschichte innovative und leicht zugänglich zu vermitteln. Persönliche Geschichten und Erlebnisse eignen sich dafür am besten. Denn Werte wie Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit dürfen wir niemals als selbstverständlich erachten, sondern müssen dafür kämpfen."

Dr. Alexander Wrabetz, ORF-Generaldirektor: "Die persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu sammeln, zu erhalten und der Öffentlichkeit – vor allem jungen Menschen – zugänglich zu machen ist eine der zentralen Aufgaben des ORF als Rundfunk der Gesellschaft und elektronisches Gedächtnis des Landes. Denn kein Buch und kein dokumentarisches Filmmaterial kann uns Vergangenes und besonders die mit Schrecken behafteten Ereignisse und Zeiten wie Krieg oder Holocaust so nahe bringen wie Menschen, die dies selbst durchleben mussten und davon auf sehr persönliche und emotionale Weise erzählen. Daher ist es ein großer Gewinn für uns alle, dass es dem ORF gemeinsam mit dem Mauthausen Komitee und mit Unterstützung des Bundeskanzleramts und des Zukunftsfonds gelungen ist, das 'ORF-TVthek goes school'-Archiv mit seinen mehr als 100 Interviews und Gesprächen mit 'Österreichs Zeitzeugen' aufzubauen und online zu stellen."

Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich: "Über 100 Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verdeutlichen einmal mehr die Entwicklungen, die zum Austrofaschismus oder zum Nationalsozialismus führten. Diese persönlichen Erzählungen sollen Jugendlichen näherbringen, was in diesen höllischen Zeiten alles passiert ist. Aus der Arbeit des Mauthausen Komitee Österreich mit Zeitzeuginnen, Zeitzeugen und Jugendlichen sehen wir, dass dadurch eine Verbindung der Lebenswelten – vor allem mit jenen der Jugendlichen – möglich ist. Daher freut es uns, dass diese Berichte online für alle einzusehen sind. Ein wichtiger Beitrag für ein 'Niemals wieder'."

Ing. Michael Götzhaber, ORF-Direktor für Technik, Online und neue Medien: "Das Internet und die Videoplattform des ORF im Speziellen sind ideale Multiplikatoren für die Zeitzeugen-Interviews, die im Rahmen des neuen 'ORF-TVthek goes school'-Videoarchivs zusammengestellt wurden. Es ist von großer Bedeutung für das Verständnis unserer Vergangenheit, dass diese so wichtigen persönlichen und berührenden Zeit-Dokumente nunmehr uneingeschränkt und langfristig bereitgestellt werden, und somit beispielsweise auch in den Unterricht integriert werden können."

Thomas Prantner, stv. ORF-Direktor für Technik, Online und neue Medien: "Es ist zentrale Aufgabe des ORF, nicht nur Österreichs Gegenwart, sondern auch entscheidende Epochen und Ereignisse aus der Vergangenheit medial darzustellen. Die sehr persönlichen und bewegenden Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Rahmen eines 'ORF-TVthek goes school'-Videoarchivs online zu stellen und damit vor allem Jugendlichen verfügbar zu machen, ist daher ein wertvoller, neuartiger, multimedialer Weg zur Erfüllung unseres öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags. Ich danke speziell LAbg. Dr. Gerhard Schmid, der ganz wesentlich zur Entstehung dieses Projekts beigetragen hat."

Prof. Herwig Hösele, Generalsekretär des Zukunftsfonds der Republik Österreich: "Je besser das Wissen um die Zeitgeschichte, umso größer das Bewusstsein für die fundamentalen Werte der liberalen Demokratie und die unteilbaren Menschenrechte. Zu diesem Bewusstsein beizutragen, ist Auftrag des Zukunftsfonds der Republik Österreich. Oral-History- und pädagogischen Projekten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Die Zeit der beiden Weltkriege und des Staatsvertrages ist für Jugendliche heute sehr weit entfernt, kaum werden sie noch Menschen kennen, die aus eigener Erfahrung berichten können. Es ist daher umso wichtiger, die Erlebnisse und Erzählungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in einer leicht zugänglichen Form zur Verfügung zu stellen. Das Videoarchiv der 'ORF-TVthek goes school' ist ein gelungenes Beispiel dafür und ich freue mich, dass der Zukunftsfonds dieses Projekt unterstützen kann."

Das Projekt "ORF-TVthek goes school"

"ORF-TVthek goes school" ist Teil des Angebots der ORF-TVthek, der Videoplattform des ORF. Ziel von "ORF-TVthek goes school" ist es, Online-Themenschwerpunkte mit herausragendem und einzigartigem Videomaterial aus dem ORF-Archiv zu den Bereichen Zeit- und Kulturgeschichte dauerhaft und unbefristet online abrufbar anzubieten. Die Inhalte der Archive sollen dabei vor allem Lehrer/innen und Schüler/innen ansprechen und sind speziell als multimediales Bildungsangebot für den Unterricht an Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen geeignet. Vom ORF gestaltete Fernsehsendungen und -beiträge zu zeit- und kulturhistorischen Events und Entwicklungen können somit dabei behilflich sein, v. a. Jugendlichen Bildungsinhalte mittels moderner Kommunikationsmedien näherzubringen.
Insgesamt stehen derzeit auf der ORF-TVthek – inklusive des neuen Archivs "Österreichs Zeitzeugen" – 27 zeit- und kulturhistorische Videoarchive mit rund 2.300 Beiträgen (Stand Ende September 2016) zur Verfügung. Die Themenpalette reicht von der "Geschichte der EU" über die Medienarchive Christentum und Judentum bis zu Videoarchiven zur Geschichte der einzelnen Bundesländer. Laufend werden sowohl die bestehenden Archive erweitert als auch neue bereitgestellt. Bisher erzielten die Videoarchive bereits mehr als 3,37 Millionen Videoabrufe (Quelle: interne Statistik).

Mauthausen Komitee Österreich

Im Jahr 2000 bestimmte die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, die Organisation der Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen, das MKÖ zu ihrer offiziellen Nachfolgeorganisation. Das MKÖ verpflichtete sich damit, das Vermächtnis der ehemaligen KZ-Häftlinge zu bewahren und weiterzutragen. Die engagierte antifaschistische und antirassistische Arbeit vor allem mit jungen Menschen bildet einen der Schwerpunkte der Aktivitäten des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ).

In den letzten Jahren führte das MKÖ mit mehr als 82.000 Jugendlichen Zivilcourage-Trainings, Begleitungen durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen sowie an Orten ehemaliger Außenlager, die Vor- und Nachbereitung der KZ-Gedenkstättenbesuche, Anti-Rassismus-Workshops wie den neuen Workshop "Wir sind alle", das Anti-Rassismusplanspiel "Miramix" sowie diverse anlass- und themenbezogene Jugendprojekte durch. Die Rundgänge des neuesten Jugendprojekts "denk mal wien" beschäftigen sich mit vier verschiedenen Themen: "Wir sind HeldInnen", "Republik und Demokratie", "‚Wir‘ und die ‚Anderen‘ " und "Was ist Österreich?". Der historische Fokus wird auf die Republiksgeschichte sowie die Zeit des Nationalsozialismus mit einem ständigen Gegenwartsbezug gesetzt. In den bisher durchgeführten Projekten mit Jugendlichen zeigt sich die erfolgreiche Einbindung von Zeitzeugen-/Zeitzeuginnen-Biografien durch verschiedene Methoden und ihre Notwendigkeit für ein "Niemals wieder".

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Sommerzeit ist Flohmarktzeit

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Pressemeldung 13.07.2016

Mauthausen Komitee erinnert an Flohmarkt-Broschüre

Das Angebot auf den heimischen Flohmärkten reicht von Hitler-Büsten über SS-Dolche bis zu hakenkreuzgeschmücktem Essbesteck, von "Mein Kampf" über den "Völkischen Beobachter" bis zur "Auschwitz-Lüge". Damit wird gegen eindeutige gesetzliche Bestimmungen verstoßen – das Abzeichengesetz, das Verbotsgesetz oder das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen (EGVG).

Vor einigen Jahren hat das Mauthausen Komitee Österreich eine Broschüre herausgegeben, die Flohmarktbetreiber/innen über den verbotenen Handel mit Nazi-Symbolen informiert.

"Noch immer sind Nazi-Devotionalien und NS-Schriften auf Österreichs Flohmärkten zu finden. Damit wird eindeutig gegen Gesetze verstoßen", sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), "die MKÖ-Flohmarktbroschüre liefert alle Informationen über den strafbaren Verkauf von nationalsozialistischen Devotionalien und NS-Schriften auf Flohmärkten."

Die Broschüre steht zum kostenlosen Download zur Verfügung oder kann als Druckversion beim Mauthausen Komitee Österreich bestellt werden.

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Neue Online-Meldestelle für rechtsextreme Straftaten

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Pressemeldung 08.07.2016

Mauthausen Komitee startet systematische Dokumentation

In nur einem Jahr ist die Zahl rechtsextremer und rassistischer Straftaten um mehr als die Hälfte gestiegen, nämlich von 750 (2014) auf 1156 (2015). Die stetige Zunahme der Hass-Delikte hat schon 2005 begonnen: Damals waren es noch 209 einschlägige Tathandlungen. Das heißt, dass sich die rechtsextreme Kriminalität in den vergangenen zehn Jahren mehr als verfünffacht hat!

"Fälle wie der Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Altenfelden, aber auch die enorme Zunahme von Hass, Hetze und Drohungen im Internet zeigen den Ernst der Lage. Gerade jetzt ist es wichtig, Menschen eine einfache und effektive Möglichkeit zu bieten derartige Vorfälle zu melden," so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

Deswegen startet das Mauthausen Komitee Österreich eine systematische Dokumentation von Meldungen rechtsextremer Vorfälle unter www.mkoe.at/rechtsextremismus-melden. Diese werden gegebenenfalls und wenn gewünscht auch angezeigt. Die Daten der MelderInnen bleiben anonym und werden nicht an Dritte weitergeschickt.

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Innenminister greift Forderung des Mauthausen Komitees auf: Rechtsextremismus soll mit Nationalem Aktionsplan bekämpft werden

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Pressemeldung 06.06.2016

MKÖ-Mernyi: "Genügend Ressourcen und breite Zusammenarbeit sind unerlässlich"

Bei einer Pressekonferenz in Oberösterreich kündigte Innenminister Werner Sobotka (ÖVP) an, es werde einen Nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus geben. Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ), begrüßt diese Ankündigung: "Der neue Innenminister erfüllt eine Forderung, die wir erst kürzlich wieder bekräftigt haben. Es ist auch höchste Zeit: Die Zahl der rechtsextremen und rassistischen Straftaten hat sich bundesweit während der letzten zehn Jahre mehr als verfünffacht. Fälle wie der schwerbewaffnete Fremdenhasser im Bezirk Linz-Land, den die Polizeieinheit 'Cobra' verhaften musste, um einen Amoklauf zu verhindern, oder wie der infame Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Altenfelden zeigen drastisch den Ernst der Lage."

Das Mauthausen Komitee sieht allerdings zwei Voraussetzungen, damit der Nationale Aktionsplan zu einer wirksamen Bekämpfung des Rechtsextremismus führen kann: "Erstens muss die Regierung genügend finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung stellen. Zweitens muss der Aktionsplan breit angelegt werden: Schon bei der Formulierung und erst recht bei der Umsetzung braucht es die Zusammenarbeit des Innenministeriums und der Sicherheitsbehörden mit der Justiz, den Schulen, den Bundesländern und der Zivilgesellschaft – vor allem mit Gewerkschaften, Kirchen und antifaschistischen Organisationen. Ohne genügend Ressourcen oder ohne breite Zusammenarbeit würde der Aktionsplan als bloßes Alibi enden", betont Mernyi.

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Neonazi tötet drei Menschen

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Pressemeldung 23.05.2016

Es reicht: Mauthausen Komitee fordert Aktionsplan

In der Nacht zum Tag der Bundespräsidenten-Wahl in Österreich, tötet ein Neonazi bei einem Konzert drei Menschen. Der Attentäter, der enge Kontakte zur Neonazi-Szene hat, schoss auf rund 150 BesucherInnen im Rahmen des beliebten Festes des Nenzinger Motorradclubs. Drei Menschen wurden getötet, ein weiteres Opfer schwebt in Lebensgefahr und um die zehn Menschen sind teilweise schwer verletzt worden.

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) warnt schon lange vor dem dramatischen Anstieg rechtsextremer Straftaten und fordert Handlungen ein: "Wieviele Tote brauchen wir in Österreich noch, bis endlich ein Nationaler Aktionsplan gegen Rechtsextremismus in die Tat umgesetzt wird?", so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

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Rede des Zeitzeugen Daniel Chanoch beim Fest der Freude 2016

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Glaube, Hoffnung oder Solidarität sind für jede Gesellschaft wichtig. Diese Kräfte waren es, die die Opfer der Nazizeit das Grauen haben überleben lassen. Ein wunderbares Beispiel dafür ist das Schicksal und die Geschichte des KZ Überlebenden Daniel Chanoch und der Solidarität der 131 Buben. Daniel Chanoch erzählte in Begleitung seiner Enkelin Anna Shani über die Bedeutung von Solidarität in seinem Leben.

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Mauthausenschwur 2016

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Die internationale Befreiungsfeier am 15. Mai 2016 mit mehr als 6.000 BesucherInnen begann mit der Verlesung des Mauthausen Schwurs in zahlreichen Sprachen! Es lebe die internationale Solidarität! Es lebe die Freiheit!

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