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Aktuelles

Mauthausen Komitee fordert Rücktritt von Haimbuchner und Rabl: "Der braune Sumpf der FPÖ schadet Oberösterreich"

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Pressemeldung vom 23.09.2015

Die Liste an FPÖ-Funktionären, die durch rechtsextreme und rassistische Umtriebe aufgefallen sind, ist in Oberösterreich besonders lang. Nach kritischen Medienberichten und unter öffentlichem Druck mussten einige von ihnen zurücktreten, etwa der Linzer Fraktionsobmann Sebastian Ortner. Andere, wie der Linzer Gemeinderat Manfred Pühringer, der ein Mordopfer ausländischer Herkunft als "Handgranaten-Tschusch" beschimpfte, sind bis heute in der FPÖ.

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), das die Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen vertritt, sieht angesichts aktueller Ereignisse eine "Gefahr für Demokratie und Menschenrechte": Michael Prückl, FPÖ-Spitzenkandidat in Pregarten, verbreitet die Inhalte eines Holocaust-Leugners. Johann Gibitz, FPÖ-Spitzenkandidat in Lambach, boykottiert die Produkte einer Firma, weil die Frau des Firmeninhabers Flüchtlingen Deutschunterricht gibt. Und Ralph Schäfer, FPÖ-Kandidat in Wels, ist seit Jahren rechtsextrem aktiv und deshalb auch vor Gericht gestanden.

"Immer wieder behauptet der blaue Landesobmann Manfred Haimbuchner, dass er Neonazis und Hassprediger in seiner Partei nicht duldet", sagt Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Doch das ist, wie sich jetzt wieder zeigt, eine glatte Lüge. Der braune Sumpf der FPÖ schadet Oberösterreich und gefährdet die Demokratie. Haimbuchner muss sofort zurücktreten, wenn er noch einen Funken Anstand besitzt!"

Dasselbe gilt laut Mernyi für den Welser FPÖ-Vizebürgermeister Andreas Rabl: "Wer einen hochgradigen Rechtsextremisten wie Schäfer auf seiner Liste kandidieren lässt, und noch dazu an wählbarer Stelle, ist als demokratischer Politiker völlig ungeeignet", so der MKÖ-Vorsitzende.

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Wider die europäische Vergesslichkeit!

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Appell unser Partnerorganisation Comité International de Mauthausen an die europäischen Länder und die Europäische Union:

Das Comité International de Mauthausen fordert die europäischen Länder und die Europäische Union auf, die finanziellen Mittel zur Aufnahme von Flüchtlingen zu erweitern und Menschlichkeit über Bürokratie zu stellen.

Das Comité International de Mauthausen (CIM) ist die Dachorganisation von (derzeit) 21 nationalen Verbänden von Überlebenden des Nazi-Konzentrationslagers Mauthausen. Unser Wissen und unsere eigene Erfahrung um die schrecklichen Schicksale von Verfolgten, von Flüchtlingen und Vertriebenen machen uns sehr sensibel und hellhörig gegenüber jeder Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit.

Wir sehen die dramatischen Bilder, mit denen uns die Medien in diesen Tagen überfluten: Von Menschen, die ihr Leben auf dem Meer riskieren, um die Küste von Europa zu erreichen, um Hoffnung, Frieden, Sicherheit und vielleicht Zukunft zu gewinnen. Angesichts des Schreckens von ganzen Familien, die vor den Kriegen in ihren Ländern nach Europa fliehen und bevor neue Mauern aufgebaut werden: Das CIM will an die Echos der Geschichte erinnern und wir erneuen unser Engagement des NIE WIEDER, in dem sich die Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager engagieren. Die aktuelle Tragödie bringt uns dazu, unsere Stimme zu erheben und dazu nicht schweigen zu können.

Dieses alte Europa, das für Tausende von Menschen den Weg versperrt, hat die Erinnerung an seine Vergangenheit wohl vergessen. Sein Wohlstand stammt auch aus den Bodenschätzen und menschlichen Ressourcen von anderen Kontinenten. Europa hat die Lehren aus den schrecklichen Epochen des zwanzigsten Jahrhunderts offensichtlich beiseitegeschoben. Viele Europäer, im Osten wie im Westen, waren im zwanzigsten Jahrhundert selbst Flüchtlinge. Dieses Europa schließt die Augen vor der Gefahr vor dem Aufstieg der extremen Rechten und neonazistischen Gruppen und bemüht sich, Mauern statt Brücken zu bauen. Die Menschlichkeit und das internationale Recht gebieten Europa und der Weltgemeinschaft, den politischen Flüchtlinge zu helfen, anstatt sich in Streitigkeiten und Geschwätzigkeit zu verlieren. Einzelne Staaten leisten Großes, doch zu viele ignorieren das Gebot der Verantwortung und der Solidarität.

Wir fordern, dass Europa nicht toleriert, was mit diesen Familien passiert. Es müssen die nötigen Maßnahmen ergriffen werden, damit der Frieden in ihre Herkunftsländer zurückkehren wird. Es müssen die nötigen finanziellen Ressourcen bereitgestellt werden, um die Gebiete wiederaufzubauen, die vom Krieg zerstört sind und in Armut und Ungerechtigkeit versinken. Diese Menschen fliehen vor Krieg und Unterdrückung und sie versuchen einfach in Frieden und in Würde zu leben.

Wir fühlen Trauer, Hilflosigkeit und Entsetzen und erinnern uns an eine Wirklichkeit, als Juden, "Zigeuner" und politische Flüchtlinge zwischen den Grenzen der sogenannten demokratischen Staaten inmitten der Gleichgültigkeit und Vernachlässigung umher geschoben wurden. Wir sind treu unseren Eid des "Nie wieder" und wir kämpfen darum, dass der Mangel an internationaler Solidarität mit Flüchtlingen thematisiert wird.

Weiterführende Informationen zum CIM: www.cim-info.org

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Dokumentation zur Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

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In Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen am 5. Mai 1945 wurde am 10. Mai 2015 diesem Ereignis im Rahmen der alljährlichen Internationalen Befreiungs-und Gedenkfeier, gedacht.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich: "In einer Zeit, in der Intoleranz und Diskriminierung sowohl in Österreich als auch weltweit noch immer ein Thema sind, ist es umso wichtiger, sich vor Augen zu halten, zu welchen Konsequenzen diese Haltung vor 70 Jahren geführt hat: nämlich zur Vernichtung von Millionen Menschenleben und zu einem entwürdigenden Umgang mit Menschen."

Über 22.000 BesucherInnen aus dem In- und Ausland nahmen dieses Jahr am 70. Jahrestag teil. Organisiert wurde die Gedenk- und Befreiungsfeier vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

Zur Dokumentation

Neben der europaweit größten und internationalen Befreiungsfeier in Mauthausen gibt es eine Vielzahl an Gedenkveranstaltungen an Orten ehemaliger Außenlager des KZ-Mauthausen.

Im Jubiläumsjahr 2015 fanden mehr als 90 Befreiungsfeiern, Gedenkfeiern und Gedenkveranstaltungen an den Orten ehemaliger Außenlager und anderer Orte des NS-Terrors statt. Der Großteil dieser Veranstaltungen wird von lokalen Vereinen und Initiativen in enger Zusammenarbeit mit dem Mauthausen Komitee Österreich organisiert, die von vielen Menschen aus der Region, aber auch aus vielen Ländern Europas besucht werden.

Erstmals seit der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager fanden bzw. finden so viele Gedenk- und Befreiungsfeiern statt, mit denen 70 Jahre danach ein beeindruckendes Zeichen für ein "Niemals wieder" gesetzt wird.

Zum Programm aller Gedenk- und Befreiungsfeiern 2015

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"Wohin und NICHT zurück"

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WILLI RESETARITS und der STUBNBLUES und INSINGIZI geben ein #ANLASSKONZERT!

24. Juli 2015
Einlass/Beginn: 19.00 Uhr, Konzert startet um 20.00 Uhr
Ort: Frankenburg Würfelspielgelände

Special Guest: KATHARINA STEMBERGER

Am 24. Juli wird das Frankenburger Würfelspielgelände Schauplatz eines einzigartigen Konzertabends. Willi Resetarits wird sein einziges Konzert mit dem Stubnblues in diesem Jahr auf Europas größter Naturbühne in Frankenburg/OÖ geben.

Die Open Air Veranstaltung soll mit Resetarits, seinem Stubnblues, INSINGIZI und Katharina Stemberger bis zu 2000 Menschen begeistern. In einem dreistündigen Programm wird den Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreicher musikalischer Abend dargeboten. Auf dem Aufführungsgelände herrscht freie Platzwahl, es wird dementsprechend empfohlen, rechtzeitig vor Ort zu sein. "Bei dieser, aus aktueller Begebenheit organisierten Veranstaltung handelt es sich um ein Anlasskonzert," erklärt Willi Resetarits. Er wollte heuer eigentlich keine Konzerte spielen und sich eine Auszeit gönnen, jedoch veranlasste ihn die allgemeine negative Berichterstattung über die Asylproblematik das Schweigen zu brechen und sich gemeinsam mit der Schauspielerin Katharina Stemberger musikalisch zu Wort zu melden. Es gilt aufzuzeigen, dass es abseits der sehr harten und lauten Sprache, die Ängste schürt, auch eine Vielzahl an Personen gibt, die ihre Stimme für Toleranz, Vielfalt und ein friedliches Miteinander erheben. Aus diesem Grund wurde auch das Frankenburger Würfelspielgelände für das Konzert gewählt: Es ist alle zwei Jahre Schauplatz eines berührenden historischen Spiels, das an die Not und das Schicksal von Menschen im Dreißigjährigen Krieg erinnert, die in einer Zeit religiöser und sozialer Kämpfe unter schrecklichen Bedingungen oft nur mehr einen Ausweg sahen: ihre Heimat zu verlassen und in einem anderen Land eine neue Chance zu suchen. Und den Respekt und die Achtung vor ihrem Schicksal, den die FrankenburgerInnen diesen Menschen zollen, verdienen auch jene, die heute Vergleichbares erleben und weltweit unmenschlichen Lebensbedingungen zu entfliehen suchen.

Katharina Stemberger & Fabian Eder werden im Rahmen ihrer transmedialen Produktion "Wohin" zum Thema Asyl, Migration & Integration, die von ihrer gemeinsamen Firma Backyard (Griechenland blüht, Keine Insel) hergestellt wird und verschiedene Aktivitäten wie Kinokurzfilme und einen Dokumentarfilm umfasst, auch dieses Konzert filmisch dokumentieren.

Vorverkaufstickets sind bei allen Raiffeisenbanken und bei Ö-Ticket erhältlich. Das Mauthausen Komitee Österreich fungiert als Schirmherr/frau.

Weitere Informationen: www.frankenburger-kultursommer.at

Prominente zur Frage "Was bedeutet Heimat für dich?"

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Rede der Widerstandskämpferin Helga Emperger beim Fest der Freude 2015

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In ihrer Rede beim Fest der Freude 2015 appellierte die Widerstandskämpferin Helga Emperger an die mehr als 15.000 BesucherInnen:

"(…) Ich habe meine Mutter dann nicht mehr wiedergesehen. Sie und ihre Mitkämpfer sind am 23. Dezember 1944, einen Tag vor dem Heiligen Abend, einen Tag vor meinem 16. Geburtstag, in Graz hingerichtet, ermordet worden. Unter dem Fallbeil hat man ihnen ihr Leben genommen. Und ich bin heute hier und möchte sagen, alle diese schrecklichen Gräuel, die dürfen wir einfach nicht vergessen. Niemals vergessen! Überhaupt dieses Kapitel österreichischer Geschichte darf nicht vergessen werden und ich bitte sie alle sind sie aufmerksam, sind sie wachsam. Sollte es irgendwo Tendenzen geben, die auch nur im Geringsten unsere österreichische Demokratie gefährden könnten, stehen sie auf und nehmen sie Stellung dagegen! Nur so sehe ich für uns eine gute Zukunft! Ich danke für ihre Aufmerksamkeit."

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Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) wurde gestern von der Russischen Föderation ausgezeichnet

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S.E. Botschafter Sergej Netschajew und MKÖ-Vorsitzender Willi MernyiWolfgang Bandion, ÖLM, Karolina Szokoll, MKÖ, Helmut Edelmayr, ÖLM und MKÖ-Gründungsmitglied,S.E. Botschafter Sergej Netschajew, Willi Mernyi, MKÖ, Christa Bauer, MKÖ

Am 22. Juni 2015 überreichte S.E. Botschafter der Russischen Föderation Sergej Netschajew dem MKÖ-Vorsitzenden, Willi Mernyi, die Auszeichnung "70 Jahre des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg 1941-1945". Bei der Übergabe betonte der Botschafter die Arbeit des Mauthausen Komitee Österreich für Demokratie und Menschenrechte sowie für die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Besonders hob er die Organisation und Durchführung der Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen hervor.

"Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Diese Anerkennung unserer Arbeit ist für uns eine zusätzliche Motivation. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und die Teilnahme an der Internationalen Befreiungsfeier und dem Fest der Freude bei der Botschaft der Russischen Föderation", so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

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"Unerträgliches Schweigen zu Österreichs Stimmenthaltung bei UN-Resolution gegen Neonazismus"

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Presseaussendung vom 19.06.2015

Mauthausen Komitee kritisiert Außenminister Kurz. Keine Antwort trotz ausdrücklicher Zusage.

Mehr als peinlich scheint Außenminister Sebastian Kurz eine Anfrage des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ) an ihn zu sein: Dieses wollte von Kurz wissen, warum sich Österreich in der UN-Generalversammlung bei einer Resolution gegen Neonazismus der Stimme enthalten hat. Die Resolution wurde am 21. November 2014 mit einer deutlichen Mehrheit von 115 Ländern, darunter auch Israel, angenommen.

Das MKÖ, das die Überlebenden des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Mauthausen und ihre Forderung "Nie wieder!" vertritt, schrieb heuer am 6. Februar an den Außenminister: "Mit großem Befremden hat das Mauthausen Komitee Österreich erfahren, dass sich Österreich bei der Abstimmung über diese Resolution – gemeinsam mit den anderen EU-Ländern – der Stimme enthalten hat. Dies kommt einer Ablehnung gleich.

Dass sich Österreich bei der besagten Abstimmung offenbar Vorgaben aus Brüssel und Berlin angeschlossen hat, ist nicht nur politisch skandalös, es ist ein offener Bruch der eigenen Verfassung und der völkerrechtlichen Verpflichtungen, die Österreich mit dem Staatsvertrag 1955 eingegangen ist. So verpflichtet sich Österreich im Artikel 9 des Staatsvertrages dazu, "aus dem österreichischen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben alle Spuren des Nazismus zu entfernen" und "alle nazistische oder militaristische Tätigkeit und Propaganda in Österreich zu verhindern". Genau diesen Sinngehalt – nur auf nationaler und internationaler Ebene – hat die UN-Resolution, der Österreich unter Ihrer Ressortverantwortung die Zustimmung verweigert hat.

Die Tatsache, dass zu jenen Staaten, die die Resolution eingebracht oder unterstützt haben, auch solche gehören, deren Politik in mancher Hinsicht von Österreich oder der EU abgelehnt wird, hätte keinesfalls dazu führen dürfen, dass Österreich die Resolution trotz ihrer richtigen und äußerst wichtigen Inhalte nicht unterstützt. Ließe man sich nämlich auf diese Logik ein, gäbe es wohl nur mehr wenige UN-Resolutionen, denen Österreich noch zustimmen könnte.

Auch die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) hat in einer Erklärung die Annahme der Resolution durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen begrüßt und das Stimmverhalten der EU-Länder kritisiert.

Unser Schreiben an den Ständigen Vertreter Österreichs bei den Vereinten Nationen, Dr. Martin Sajdik, wurde von diesem zwar beantwortet. Auf unsere Nachfrage hin hat er uns aber keinen einzigen konkreten Punkt der Resolution genannt, der die Unterstützung Österreichs (und der anderen EU-Länder) nicht verdient hätte. Wäre die Resolution wirklich unausgewogen oder gegen den Westen gerichtet, wie von Botschafter Dr. Sajdik behauptet, hätte Israel, der Staat der Holocaust-Überlebenden, sie mit Sicherheit abgelehnt. So bleibt das beschämende Fazit, dass Israel die Resolution angenommen hat, während die Täterländer Österreich und Deutschland sich zu keiner Zustimmung durchringen konnten.

Namens des Mauthausen Komitees Österreich ersuchen wir Sie, sehr geehrter Herr Bundesminister, um Ihre Stellungnahme zur Stimmenthaltung Österreichs bei der UN-Resolution gegen Neonazismus."

Am 11. Februar bedankte sich das Kabinett des Ministers für das Schreiben des MKÖ und versprach eine baldige Antwort. Als diese am 13. April, mehr als zwei Monate später, noch immer nicht erfolgt war, erinnerte das MKÖ mit einem weiteren Schreiben an die Anfrage. Doch seitens Kurz' und seines Ministeriums gab es keine Reaktion mehr.

"Wenn der Außenminister der Republik zu einer Frage von nationaler und internationaler Bedeutung schweigt, obwohl sein Kabinett eine Stellungnahme ausdrücklich versprochen hat, ist das unerträglich", betont MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi. "Wir sehen darin nicht nur eine grobe Verletzung der üblichen Umgangsformen und der demokratischen Standards, sondern auch eine Missachtung der KZ-Überlebenden und des antifaschistischen Auftrags unserer Bundesverfassung. Zum Neonazismus und seiner Bekämpfung muss Österreich eine glasklare Haltung einnehmen. Alles andere ist ein Armutszeugnis, für das im Fall der UN-Resolution der Außenminister die Verantwortung trägt!"

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Erstmalige Verleihung des Hans Maršálek-Preis

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Presseaussendung vom 16.06.2015

Im Andenken an einen der letzten österreichischen Zeugen der Verbrechen des nationalsozialistischen Terrorregimes

Im Jahr 2014 wäre Hans Maršálek 100 Jahre alt geworden. Anlässlich des 100. Geburtstag stifteten das Mauthausen Komitee Österreich und die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen erstmalig den Hans-Maršálek-Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Gedenk-, Erinnerungs- und Bewusstseinsarbeit. Der Preis dient dem Andenken an einen der letzten österreichischen Zeugen der Verbrechen des nationalsozialistischen Terrorregimes und einen beeindruckenden Menschen, der stets und konsequent gegen Faschismus und Ausgrenzung sowie für Toleranz und ein demokratisches Miteinander eintrat.

Am 15. Juni 2015 wurden die Siegerprojekte im Bundeskanzleramt mit dem Hans Maršálek-Preis ausgezeichnet.

Siegerprojekt Platz 1: "Stollen der Erinnerung" (Mauthausen Komitee Steyr)
Siegerprojekt Platz 2: "Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung. Die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal" (Verein Kuland)
Siegerprojekt Platz 2: "Neugestaltung des Museums am Peršmanhof und Begleitpublikation Peršman" (Mag.a Dr.in Lisa Rettl, Mag.a Gudrun Blohberger)
Siegerprojekt Würdigungspreis: "Eine Schule in Mauthausen…. Das Leben geht weiter." (Neue Mittelschule Mauthausen)

"Hans Maršálek war und ist uns in seinem Engagement und Wirken stets ein Vorbild. Hans Maršálek hat maßgeblich zur Aufarbeitung der Geschichte des KZ Mauthausen sowie zum Aufbau der KZ-Gedenkstätte Mauthausen beigetragen. Ganz speziell jetzt und den derzeitigen Entwicklungen werden wir sein Vermächtnis und Engagement weiterführen und noch mehr für Demokratie und gegen jede Form von Rechtsextremismus, Antisemitismus und Diskriminierung auftreten", so der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich, Willi Mernyi.

Bundeskanzler Werner Faymann betonte in seiner Begrüßung die Wichtigkeit aus dem Gedenken die richtigen Schlüsse für heute zu ziehen sowie die Notwendigkeit Arbeit zu schaffen, das Asylrecht ernst zu nehmen, für ein friedliches Zusammenleben einzutreten und auch heute nicht wegzuschauen.

Neben Bundeskanzler Werner Faymann und dem Vorsitzenden des Mauthausen Komitee Österreich, Willi Mernyi, sprachen Altbischof Dr. h.c. Maximilian Aichern, der Generalsekretär des Comité International de Mauthausen, Mag. Andreas Baumgartner, das Gründungsmitglied des Mauthausen Komitee Österreich und Juryvorsitzender, Helmut Edelmayr, und das Vorstandsmitglied der Bundesjugendvertretung, Laura Schoch. Die Preisverleihung wurde von Gergely Sugar, Orsolya Korcsolan und Christine David musikalisch begleitet.

Preisträger Direktor Josef Wintersverger (NMS Mauthausen), CIM-Generalsekretär Mag. Andreas Baumgartner, MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi, Bundeskanzler Werner FaymannJuryvorsitzender Helmut Edelmayr, Mag.ª Dr.in Lisa Rettl (Historikerin), Mag.ª Gudrun Blohberger (Društvo/Verein Peršman), Bundeskanzler Werner Faymann, MKÖ-Vorsitzender Willi MernyiMKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi, Hans-Peter Profunser (Bildhauer), Peter Pirker (Verein Kuland), Vorstandsmitglied-Bundesjugendvertretung Laura Schoch, Bundeskanzler Werner FaymannAtlbischof Dr.h.c. Maximilian Aichern, Karl Ramsmaier (MK Steyr), MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi, Bundeskanzler Werner FaymannGruppenfotoJuryvorsitzender Helmut Edelmayr, PreisträgerInnen Mag.ª Dr.in Lisa Rettl (Historikerin), MKÖ-Vorstandsmitglied und Historiker Peter Gestettner, Mag.ª Gudrun Blohberger (Društvo/Verein Peršman)Gruppenfoto

Weitere Fotos von der Hans Maršálek-Preisverleihung

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AVISO: Hans Maršálek - Preisverleihung am 15.06.2015 im Bundeskanzleramt

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Terminaviso vom 12.06.2015

Anlässlich des 100. Geburtstags von Hans Maršálek stiften das Mauthausen Komitee Österreich und die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen erstmalig den Hans-Maršálek-Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Gedenk-, Erinnerungs- und Bewusstseinsarbeit.

Am 15. Juni 2015 werden die Siegerprojekte im Bundeskanzleramt mit dem Hans Maršálek-Preis ausgezeichnet.

Neben Bundeskanzler Werner Faymann werden Altbischof Dr. h.c. Maximilian Aichern, der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich, Willi Mernyi, der Generalsekretär des Comité International de Mauthausen, Mag. Andreas Baumgartner, das Gründungsmitglied des Mauthausen Komitee Österreich und Juryvorsitzender, Helmut Edelmayr, und das Vorstandsmitglied der Bundesjugendvertretung, Laura Schoch, an der Verleihung teilnehmen.

Termin für Medien: 15. Juni 2015, 18 Uhr
Ort: Bundeskanzleramt, Kongresssaal

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind zu diesem Termin herzlich eingeladen. Wir ersuchen, am Eingang des Bundeskanzleramtes einen gültigen Presseausweis oder ein aktuelles Akkreditiv ihrer Redaktion vorzuweisen.

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