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Aktuelles

Einladung zur Buchpräsentation "Hitlers Nibelungen"

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Pressemeldung vom 02.11.2016

Wir laden zur Buchpräsentation "Hitlers Nibelungen" mit Autorin Anna Rosmus vom Mauthausen Komitee Österreich ein und bitten um Ankündigung:

Montag, 7. November 2016, 19:00 Uhr

Österreichischer Gewerkschaftsbund
Saal "Marie Tusch"
Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2 Donaumarina)

Eintritt frei!

Begrüßung durch Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich

Anna Rosmus beschreibt in ihrem neuesten Buch "Hitlers Nibelungen" die regionale, grenzübergreifende Euphorie, auf Gebieten des Nibelungenliedes ein neues Reich zu erreichten, in dem eine kämpferische Jugend heranwuchs.

Das Buch erzählt in einem nie zuvor gesehenen Ausmaß, welche Bedeutung Passau für Nationalsozialisten wie Hitler, Himmler, Eichmann, Göring oder Kaltenbrunner an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland hatte und enthält eine Fülle von bisher unveröffentlichtem Material.

Die US-Staatsbürgerin Anna Rosmus wurde 1960 in Passau geboren. Sie widmete ihr Leben der Aufdeckung von Antisemitismus, der Recherche über die Zeit des Nationalsozialismus in ihrer Heimatstadt sowie der Arbeit mit US-Soldaten, die an der Befreiung Europas von der Nazi-Diktatur beteiligt waren. Anna Rosmus publizierte zahlreiche Werke und erhielt mehrere Auszeichnungen

Wir bitten um Zu- oder Absage unter +43 / (0)1 / 212 83 33 oder per E-Mail an info@mkoe.at.

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Anwalt leugnete Gaskammer in Mauthausen: Verfahren eingestellt

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Pressemeldung vom 31.10.2016

Neuer Justizskandal bei Verbotsgesetzfall. Scharfer Protest von Mauthausen Komitee und Antifa-Netzwerk.

Schon wieder endete ein Verbotsgesetzfall skandalös. Diesmal ist aber nicht eine Staatsanwaltschaft, sondern der sogenannte Weisungsrat im Justizministerium verantwortlich.

Ein Welser Anwalt war Pflichtverteidiger bei einem Prozess wegen NS-Wiederbetätigung. In seinem Plädoyer behauptete er, es habe im KZ Mauthausen keine Gaskammer gegeben. Das brachte ihm selbst eine Anklage nach dem Verbotsgesetz ein. Doch der Weisungsrat im Justizministerium pfiff die Staatsanwaltschaft Wels in letzter Minute zurück. Das Verfahren gegen den Anwalt musste deshalb eingestellt werden. Am Landesgericht Wels soll die Verwunderung über den unüblichen Eingriff des Weisungsrates groß gewesen sein.

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus (Antifa-Netzwerk) wenden sich jetzt mit einem scharfen Protest an Justizminister Wolfgang Brandstetter.

"Auch wenn wir nicht unterstellen, dass die Beziehungen des Gaskammer-Leugners – sein Bruder und Kanzleipartner ist Vizepräsident der Anwaltskammer Oberösterreich – eine Rolle gespielt haben: Hier wurde aus nicht nachvollziehbaren Gründen ein sehr berechtigtes Verfahren von oben abgewürgt", zeigt sich MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi entsetzt. "Das rückt die Justiz in ein schiefes Licht und schadet der Demokratie."

"Ein Anwalt muss genau überlegen, was er in seinem Plädoyer sagt, und kann nicht einfach eine rechtsextreme Geschichtsfälschung verbreiten", stellt Netzwerk-Sprecher Robert Eiter fest. "Oft schon hätten wir uns gewünscht, dass das Justizministerium willkürliche Einstellungen von Verbotsgesetzverfahren verhindert. Passiert ist es fast nie. Nun hat die Staatsanwaltschaft korrekt gehandelt, dafür hat der Weisungsrat eine Gaskammer-Leugnung zur straffreien Bagatelle verharmlost."

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Kunst und Kultur gegen Linzer Rechtsextremisten-Treffen

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Pressemeldung vom 27.10.2016

Proteste von Bruckner-Uni und Landestheater

Mauthausen Komitee und Antifa-Netzwerk rufen zur Demo am Samstag auf

Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und die Doyenne des Burgtheaters, Elisabeth Orth, haben zu den Ersten gehört, von denen Landeshauptmann Josef Pühringer aufgefordert wurde, den rechtsextremen Kongress "Verteidiger Europas" aus den Linzer Redoutensälen auszuladen. Mittlerweile haben sich den Protesten hunderte Kulturschaffende angeschlossen. Unter anderem sind der Österreichische PEN-Club, die Grazer Autorenversammlung sowie die IG Autorinnen und Autoren mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit getreten. Nach dem Rektor der Linzer Kunstuniversität, Reinhard Kannonier, hat auch die Rektorin der Bruckner-Universität, Ursula Brandstätter, mit ihren Dekanen Constanze Wimmer und Thomas Kerbl den Offenen Brief des Mauthausen Komitees und des Antifa-Netzwerks an Landeshauptmann Pühringer unterzeichnet. Das Landestheater, unter dessen Dach sich die Redoutensäle befinden, wird am Wochenende mit künstlerischen Mitteln gegen die Einquartierung der Rechtsextremisten protestieren.

"Diese breite Ablehnung sollte dem Landeshauptmann, der ja auch Kulturreferent ist, zu denken geben", betont Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Die ewiggestrigen Umtriebe, die Pühringer nur aus Rücksicht auf seinen Koalitionspartner FPÖ in den Prunkräumen des Landes duldet, sind zutiefst kultur- und demokratiefeindlich."

"Unser Netzwerk und das Mauthausen Komitee rufen zur Teilnahme an der Demo des Bündnisses 'Linz gegen rechts' auf!", sagt Robert Eiter, Sprecher des Antifa-Netzwerks. "Am Samstagnachmittag werden in der Linzer Innenstadt tausende Menschen friedlich zeigen, dass die rechtsextremen Hetzer unerwünscht sind."

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Scharfer Protest von Uni-Rektor bei Pühringer - Rektor Vitouch wurde von "Identitären"-Führer mit Faustschlag attackiert

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Pressemitteilung 24.10.2016

Kritik am Linzer Rechtsextremisten-Treffen wird immer breiter

Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) sieht sich mit einer weiter wachsenden Welle der Kritik konfrontiert, weil er sich noch immer weigert, den internationalen Rechtsextremisten-Kongress "Verteidiger Europas" aus den Linzer Redoutensälen auszuladen. Zahlreiche Organisationen und mehr als 70 Persönlichkeiten haben sich bereits an Pühringer gewandt, darunter der frühere Bundeskanzler Franz Vranitzky, der frühere Vizekanzler Erhard Busek, die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und der evangelische Bischof Michael Bünker.

Mit einem scharfen Protestschreiben meldet sich jetzt auch der Rektor der Universität Klagenfurt, Oliver Vitouch, zu Wort. Er bezieht sich auf die Tatsache, dass zum Kongress in den Redoutensälen die rechtsextremen "Identitären" angemeldet sind. Diese haben heuer am 9. Juni eine "Störaktion" in der Universität Klagenfurt durchgeführt. Der Führer des Stoßtrupps, Luca Kerbl, attackierte den Rektor dabei mit einem Faustschlag. Oliver Vitouch schreibt an Pühringer: "Sehr geehrter Herr Landeshauptmann, ich protestiere auf das Schärfste dagegen, dass Personengruppen, die Wiederbetätigung in neuem Gewand betreiben, Repräsentationsräumlichkeiten des Landes zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Gewaltbereitschaft ... durfte ich ... am 9. Juni selbst erleben. Ich appelliere daher in aller Form an Sie, diese Vermietung zu untersagen." Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt gegen die "Identitären" u.a. wegen Verhetzung und Nötigung.

"Wann gibt Landeshauptmann Pühringer zu, dass er sich geirrt hat?", fragt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Oder will er wirklich zulassen, dass rechtsextreme Schläger in den Prunksälen des Landes ihre Hassparolen verbreiten und Oberösterreich international blamieren?"

"Salbungsvolle Politikerreden in Mauthausen und Hartheim sind zu wenig", sagt Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus. "Wer den Hetzern nicht entgegentritt, sondern ihnen auch noch öffentliche Räume zur Verfügung stellt, macht sich an den zunehmenden braunen Gewalttaten mitschuldig!"

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Buchpräsentation "Hitlers Nibelungen. Niederbayern im Aufbruch zu Krieg und Untergang."

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Buchpräsentation mit Autorin Anna Rosmus

Buchcover Hitlers Nibelungen von Anna Rosmus

Montag, 7. November 2016, 19:00 Uhr

Österreichischer Gewerkschaftsbund
Saal "Marie Tusch"
Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2 Donaumarina)

Eintritt frei!

Begrüßung durch Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich

Anna Rosmus beschreibt in ihrem neuesten Buch "Hitlers Nibelungen" die regionale, grenzübergreifende Euphorie, auf Gebieten des Nibelungenliedes ein neues Reich zu erreichten, in dem eine kämpferische Jugend heranwuchs.

Das Buch enthält eine Fülle von bisher unveröffentlichtem Material. Um die Jahrhundertwende waren die Familien Hitler und Himmler nach Passau gezogen. Nachdem Einheimische 1920 mit Patronen der Reichswehr gegen Kurt Eisner ins Stadttheater zogen, holte Johann Georg Hofmann Hitler zu seiner ersten öffentlichen Rede. Albert Leo Schlageter wurde zum Helden stilisiert und Frauenberg bekam ein Ritter-von-Leeb Haus. Gauleiter Andreas Bolek zog nach Passau. Ernst Kaltenbrunner und Sonderkommissar Sepp Discherl operierten an der Grenze, wo Baldur von Schirach zu Gast war und die Donauflotille patroullierte. Schleifen Hakenkreuze zierten Passaus Hitler-Eiche, das NSDAP-Reichssymphonie-Orchester rührte die Werbetrommel und die Zeitung protzte mit Hakenkreuzen in der Basilika. Hermann Göring stellte sich Ritter von Stucks Kämpfende Amazone vor Carinhall. Adolf Eichmann und Hans Baumann heirateten in Passau.

Die US-Staatsbürgerin Anna Rosmus wurde 1960 in Passau geboren. Sie widmete ihr Leben der Aufdeckung von Antisemitismus, der Recherche über die Zeit des Nationalsozialismus in ihrer Heimatstadt sowie der Arbeit mit US-Soldaten, die an der Befreiung Europas von der Nazi-Diktatur beteiligt waren. Jahrzehntelang widmete sie ihre Arbeit der Geschichte der US-Veteranen, organisierte Wiedersehenstreffen, ermöglichte KZ-Überlebenden ihre Befreier wieder zutreffen sowie Teilnahmen an Befreiungsfeiern in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen oder seiner Außenlager. Anna Rosmus publizierte zahlreiche Werke und erhielt mehrere Auszeichnungen. Sie lebt seit 1994 bei Baltimore in Maryland. In Washington DC war sie im Holocaust Museum tätig. Bis jetzt wird sie an Schulen und Universitäten eingeladen um über die Zeit des Nationalismus, ihre Arbeit zu erzählen und Jugendliche für ein "Niemals wieder" zu sensibilisieren.

Eine Veranstaltung des Mauthausen Komitee Österreich in Kooperation mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund.

Anmeldung:
Mauthausen Komitee Österreich,
Obere Donaustraße 97/4/5, 1020 Wien
Mobil: 01/212 83 33, E-Mail: info@mkoe.at

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Zahlreiche Prominente fordern von Landeshauptmann Pühringer die Ausladung des rechtsextremen Kongresses "Verteidiger Europas"

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Pressemeldung vom 18.10.2016

Breite Unterstützung für Mauthausen Komitee und Antifa-Netzwerk

Elfriede Jelinek, Maria Hofstätter, Erhard Busek, Harald Krassnitzer, Rudolf Kaske und Anton Pelinka schlossen sich Appell an

In einem Offenen Brief wenden sich mehr als 60 Persönlichkeiten an Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer: Sie verlangen von ihm die Ausladung des internationalen Rechtsextremisten-Kongresses "Verteidiger Europas", der Ende Oktober in den Linzer Redoutensälen, den Repräsentationsräumen des Landes, stattfinden soll.

"Mit vollem Recht protestieren Mauthausen-Überlebende aus vielen Staaten dagegen, dass Pühringer in Räumen des Landes ein Treffen von Hetzern und Hasspredigern zulassen will", betont Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Die deutschnationale Burschenschaft 'Arminia Czernowitz', auf die der Mietvertrag läuft, verwendet ungeniert NS-Symbolik. Und die 'Identitären', die zum Kongress kommen wollen, gehen immer wieder gewalttätig gegen Demokraten vor – beispielsweise haben sie auf der Universität Klagenfurt dem Vorsitzenden der Rektorenkonferenz einen Schlag in den Bauch versetzt. Der rechtsextreme Kongress in den Redoutensälen wäre ein Schaden für die Republik und für den Ruf Oberösterreichs. Landeshauptmann Pühringer trägt die politische Verantwortung dafür, dass es nicht soweit kommt!"

Kongressveranstalter wollen "Lügenpresse" den Zutritt verwehren

"Wie die Kongressveranstalter zur Meinungs- und Pressefreiheit stehen, zeigt sich schon daran, dass sie unabhängigen Medien – von ihnen als 'Lügenpresse' beschimpft – den Zutritt verwehren wollen", sagt Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus. "Leute mit dieser antidemokratischen Gesinnung haben in den Räumen des Landes nichts verloren!"

Das Mauthausen Komitee Österreich und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus (Antifa-Netzwerk) haben den Offenen Brief formuliert. Und dafür breite Unterstützung bekommen: Zu den Unterzeichnern gehören die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die Schriftsteller Marlene Streeruwitz, Robert Menasse, Karl-Markus Gauß, Gerhard Ruiss, Ludwig Laher und Doron Rabinovici, die Schauspieler Elisabeth Orth, Maria Hofstätter, Cornelius Obonya, Karl Markovics, Harald Krassnitzer und Erwin Steinhauer, die KZ-Überlebenden Käthe Sasso, Marko Feingold und Rudolf Gelbard, Arbeiterkammerpräsident Rudolf Kaske, ÖGB-Präsident Erich Foglar, die Politikwissenschafter Anton Pelinka, Andreas Maislinger und Thomas Schmidinger sowie die Rechtsextremismus-Experten Hans-Henning Scharsach und Andreas Peham. Auch der frühere Vizekanzler und ÖVP-Bundesparteiobmann Erhard Busek sowie der frühere Zweite Nationalratspräsident Heinrich Neisser appellieren an ihren Parteifreund Pühringer.

Aus Oberösterreich haben u.a. der Präsident der Katholischen Aktion, Bert Brandstetter, die Bundes- und die Landesvorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, Veronika Pernsteiner und Erika Kirchweger, der oö. Arbeiterkammerpräsident und ÖGB-Landesvorsitzende Johann Kalliauer, der Rektor der Kunstuniversität Linz, Reinhard Kannonier, der Historiker Michael John, der Wirtschaftswissenschafter Walter Ötsch, der Leiter des Bildungshauses Schloss Puchberg, Wilhelm Achleitner, und der Landesleiter der Pfadfinder, Michael Etlinger, den Offenen Brief unterschrieben.

Die mehr als 60 Persönlichkeiten fordern im Offenen Brief, dass das Land Oberösterreich den Mietvertrag mit den Rechtsextremisten einseitig auflösen soll. In vergleichbaren Fällen in Köln und Innsbruck ist das geschehen.

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"UnSer (?) Amerika" - austro-amerikanische Blitzlichter im Zuge der US-Wahl 2016

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25.10. bis 08.11.2016

Aufgrund des großartigen Erfolges im Jahr 2008 und 2012 und der Vielzahl an positiven Rückmeldung organisierte das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) eine neuerliche Aktivität zu den US-Präsidentschaftswahlen 2016.

Der Status der USA als Supermacht, die politischen und sozialen Ereignisse in den letzten Jahren unter Präsident Barack Obama, sowie die US-Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 geben Anlass, sich neuerlich einer multiperspektivischen Präsentation der Vereinigten Staaten von Amerika zu widmen. Die Online-Ausstellung widmet sich den Vereinigten Staaten von Amerika und nimmt konkret die amerikanischen Wahlen zum Ausgangspunkt. Zeitgenössische Bezüge werden historischen Kontexten gegenübergestellt und eröffnen eine spannende Darstellung in Hinblick auf Aufbrüche, Krisen und Veränderung in den USA im Vergleich zu Europa und im Besonderen zu Österreich. Zum US-Wahlsystem und dem Präsidentschaftswahlkampf 2016 wird ein Videoclip auf www.unser-amerika.at zu sehen sein.

Um im besonderen die Bereiche US-Wahl, Leben in Amerika und die Befreiung des Konzentrationslager Mauthausen aus Sicht der US-Soldaten zu vermitteln laden wir die US-Expertin Anna Rosmus ein.

"UnSer (?) Amerika"-Workshops mit Anna Rosmus aus den USA

Die US-Staatsbürgerin Anna Rosmus wurde 1960 in Passau geboren. Sie widmete ihr Leben der Aufdeckung von Antisemitismus, der Recherche über die Zeit des Nationalsozialismus in ihrer Heimatstadt sowie der Arbeit mit US-Soldaten, die an der Befreiung Europas von der Nazi-Diktatur beteiligt waren. Jahrzehntelang widmete sie ihre Arbeit der Geschichte der US-Veteranen, organisierte Wiedersehenstreffen, ermöglichte KZ-Überlebenden ihre Befreier wieder zutreffen sowie Teilnahmen an Befreiungsfeiern in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen oder seiner Außenlager. Anna Rosmus publizierte zahlreiche Werke und erhielt mehrere Auszeichnungen. Sie lebt seit 1994 bei Baltimore in Maryland. In Washington DC war sie im Holocaust Museum tätig. Bis jetzt wird sie an Schulen und Universitäten eingeladen um über die Zeit des Nationalismus, ihre Arbeit zu erzählen und Jugendliche für ein "Niemals wieder" zu sensibilisieren.

In den Workshops im Rahmen der Aktivität "UnSer (?) Amerika" wird Anna Rosmus über ihre Arbeit speziell über die Arbeit mit den Befreiern des Konzentrationslagers Mauthausen, ihr Leben in den USA und die US-Präsidentschaftswahl erzählen. Anna Rosmus wurde als erste zum Ehrenmitglied der drei großen Veteranenverbänden "11th Armored Division Association, 65th und 71st Infantry Division Association", die an der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen beteiligt waren, gewählt.

Die Workshops sind Zeitraum von 25.10. bis 08.11.2016 unter info@mkoe.at buchbar (Achtung begrenzte Anzahl verfügbar).

Die Workshops dauern zwei Stunden und finden im ÖGB, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2 Donaumarina) statt.

Online-Ausstellung "UnSer (?) Amerika"

Zusätzlich zu den Workshops wird auf der Website www.unser-amerika.at die Online-Ausstellung "UnSer (?) Amerika – austro-amerikanische Blitzlichter im Zuge der US-Wahl 2016" von 25.10. bis 08.11.2016 verfügbar sein. Die Online Ausstellung widmet sich den Vereinigten Staaten von Amerika und nimmt konkret die amerikanischen Wahlen zum Ausgangspunkt. Zum US-Wahlsystem ist auf der Website ein Kurzfilm verfügbar.
Um den Jugendlichen neue Blicke zu eröffnen und verschiedene "Andock"-Möglichkeiten zu geben, werden zusätzlich folgende Themenbereiche blitzlichtartig beleuchtet:

  • Leben in Amerika (American Dream / Immigration / Sozialsysteme)
  • Bürgerrechtsbewegungen (Civil Rights Movement / Frauenbewegung / ArbeiterInnenbewegung / Homosexuelle Bürgerrechtsbewegung)
  • American Lifestyle (Music / Cars / Sport / Food / Language)
  • Österreich und Amerika (Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen / Nürnberger Prozesse / Marshall Plan)

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Neues ORF-TVthek goes school-Videoarchiv: "Österreichs Zeitzeugen"

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Von MKÖ und ORF mit Unterstützung des Bundeskanzleramts und des Zukunftsfonds gestaltetes Online-Videoarchiv

Die persönlichen Erinnerungen österreichischer und internationaler Zeitzeugen bieten einen einzigartigen Zugang zur Zeitgeschichte. Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) hat eine Vielfalt an Stimmen aus dem ORF-Archiv ausgewählt, die entscheidende Epochen der österreichischen Zeitgeschichte vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 über den Austrofaschismus, die Zeit des Nationalsozialismus bis zur Nachkriegszeit dokumentieren. Erstmals werden sie in diesem Archiv dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Das Videoarchiv ist in die vier Rubriken "Monarchie und Erster Weltkrieg", "Zwischenkriegszeit und Austrofaschismus", "Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg" und "Nachkriegszeit" unterteilt, insgesamt kommen 89 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort. So berichten zum Beispiel der Regisseur Otto Preminger, der Psychiater Viktor Frankl oder die Politikerin Rosa Jochmann über ihre Erinnerungen an die letzten Jahre der Monarchie und den Ersten Weltkrieg. Die Erste Republik und den Austrofaschismus hat u.a. ein Interview mit der Sozialwissenschafterin Marie Jahoda im Rahmen der Rubrik "Zwischenkriegszeit und Austrofaschismus" zum Thema. Im Kapitel "Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg" erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie Käthe Sasso, Aba Lewit, Rudolf Gelbard, Richard Wadani, Margarete Schütte-Lihotzky, Anna Hackl, Hans Máršálek und Franz Trampusch über die Verbrechen während des Nationalsozialismus und wie diese Erfahrungen danach ihr Leben prägten. Persönlichkeiten wie Bruno Kreisky, Simon Wiesenthal, Leon Zelman oder Alfred Maleta rufen schließlich auch die Nachkriegszeit ins Gedächtnis sowie die Arbeit der ZeitzeugInnen für ein "Niemals wieder!"

Die Videos dauern von 1 Minute bis zu 45 Minuten – die Dauer einer Schulstunde. Zielgruppe sind vor allem Jugendliche mit dem Schwerpunkt auf BerufsschülerInnen, Lehrlinge und jugendliche ArbeitnehmerInnen.

Das neue Angebot ist Teil der Aktion "ORF-TVthek goes school", die Videoarchive in einer speziell für die Integration in den Unterricht geeigneten Form bereitstellt, und ist auf der Videoplattform des ORF unter http://TVthek.ORF.at/archive uneingeschränkt und unbefristet verfügbar.

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Neues Jugendangebot "denk mal wien" startet

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Pressemeldung vom 07.10.2016

Mauthausen Komitee zertifiziert "denk mal wien" VermittlerInnen im BKA

Gestern wurden im Bundeskanzleramt 27 "denk mal wien" Vermittlerinnen und Vermittler, die seit 2015 Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) ausgebildet wurden, zertifiziert.

Auf Einladung der Bundesregierung und der Stadt Wien konzipierte das Mauthausen Komitee Österreich das Vermittlungsprojekt "denk mal wien".

Staatssekretärin Mag.a Muna Duzdar, Master, Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi übergaben den erfolgreichen AbsolventInnen ihre Zertifikate.

Staatssekretärin Duzdar erinnerte in ihrer Eröffnungsrede an die Worte des kürzlich verstorbenen Zeitzeugen Max Mannheimer: "Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschehen ist. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon." "Die aktuelle Stimmung im Land macht dieses Zitat aktueller denn je. Wir glauben oft, Werte wie Demokratie, Freiheit und Solidarität seien in Stein gemeißelt. Doch das ist nicht so. Die Hemmschwelle verbaler und non-verbaler Gewalt sinkt. Projekte wie 'denk mal wien' sind ein wichtiger Baustein dafür, die Erinnerung wach zu halten und Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung zu betreiben", so Duzdar.

"Erinnerungskultur hat für die Stadt Wien einen großen Stellenwert. Zahlreiche Projekte, wie zuletzt das Deserteursdenkmal oder die aktuelle Umsetzung des Mahnmals am ehemaligen Aspernbahnhof, zeugen davon. Mit dem Programm 'denk mal wien' wird die Bedeutung dieser Projekte auch für ganz aktuelle gesellschaftliche Prozesse vermittelt, die insbesondere jungen Menschen den Zusammenhang zwischen Geschichte und Gegenwart zugänglich machen soll", so Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny.

"Wichtig ist uns bei unserer Vermittlungsarbeit, die Jugendlichen in ihrer heutigen Lebenswelt zu erreichen. In den 'denk mal wien' Rundgängen nutzen wir QR-Codes, Einbindung von Social Media und kurze, aussagekräftige ZeitzeugInnen-Interviews. Uns ist es wichtig, dass Jugendliche Österreichs Geschichte kennen und dadurch erkennen, wenn die Demokratie in unserem Land in Gefahr ist ", so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

Mehr als 130 Personen hatten im Frühjahr 2015 Interesse, beim Jugendprojekt "denk mal wien" mitzumachen. In einem mehrstufigen Verfahren wurden die 27 engagierten Vermittlerinnen und Vermittler ausgewählt. Im Praxisteil der Ausbildung fanden bereits Rundgänge mit mehr als 1.600 Jugendlichen statt. Schon in den ersten Wochen wurden über 80 Rundgänge angemeldet. Bis zum Ende des Jahres 2017 sollen 8.000 Jugendliche erreicht werden.

Die Rundgänge des Vermittlungsprojekts "denk mal wien" beschäftigen sich mit vier verschiedenen Themen: "Wir sind HeldInnen", "Republik und Demokratie", "'Wir' und die 'Anderen'" und "Was ist Österreich?". Der historische Fokus wird auf die Republiksgeschichte sowie die Zeit des Nationalsozialismus mit einem Gegenwartsbezug gesetzt. Im Zuge der thematischen Rundgänge werden inhaltliche Anknüpfungspunkte zur Geschichte der Orte und Denkmäler/Gedenkstätten gebildet.

Das Projekt richtet sich besonders an eine jugendliche Zielgruppe mit dem Fokus auf SchülerInnen aus Polytechnischen Schulen, BerufsschülerInnen, Lehrlinge, Jugendliche aus Berufsbildungseinrichtungen, jugendliche ArbeitnehmerInnen, Auszubildende sowie Jugendliche aus außerschulischen Einrichtungen.

Mehr als 60 Videoclips mit Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sind Bestandteil der Rundgänge und auf der interaktiven Website www.denkmalwien.at zu finden.

Vermittler und VermittlerInnen denk mal wienZeitzeuge Rudi Gelbard und Zeitzeugin Käthe SassoEröffnungsrede Staatsekretärin Mag.a Muna Duzdar, MasterRede Stadtrat Dr. Andreas Mailath-PokornyRede Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich

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Von ORF und MKÖ mit Unterstützung des Bundeskanzleramts und des Zukunftsfonds gestaltetes Online-Videoarchiv mit 102 Zeitzeugen-Gesprächen präsentiert

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Neues ORF-TVthek goes school-Videoarchiv: "Österreichs Zeitzeugen"

Die persönlichen Erinnerungen österreichischer und internationaler Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bieten einen einzigartigen Zugang zur Zeitgeschichte Österreichs. 102 Interviews und Gespräche mit "Österreichs Zeitzeugen" stehen im Mittelpunkt eines neuen Videoarchivs auf der ORF-TVthek, das der ORF gemeinsam mit dem Mauthausen Komitee Österreich und mit Unterstützung des Österreichischen Bundeskanzleramts und des Zukunftsfonds der Republik Österreich gestaltet hat.

Kunst- und Kulturminister Mag. Thomas Drozda, ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz und Mauthausen Komitee Österreich-Vorsitzender Willi Mernyi stellten das neue Online-Videoarchiv "Österreichs Zeitzeugen" am Freitag, dem 30. September 2016, im Bundekanzleramt gemeinsam mit ORF-Onlinechef Thomas Prantner und den Leitern des Projektteams Mag.a Eva Reiter (Leiterin ORF-TVthek) und Christa Bauer (Geschäftsführerin MKÖ) vor. Als Gäste waren bei der Präsentation auch zahlreiche Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie Käthe Sasso, Aba Lewit, Richard Wadani und Rudolf Gelbard, deren Interviews auch im Archiv abrufbar sind, sowie Erich Finsches und Karl Pfeifer ebenso wie Theodor Maier (Vorsitzender der Lagergemeinschaft Flossenbürg) anwesend. Weiters war als unterstützender Partner des Projekts der Zukunftsfonds der Republik Österreich durch Generalsekretär Prof. Herwig Hösele vertreten. Rudolf Altersberger (Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Kärnten) war ebenfalls anwesend.

Das neue Angebot ist Teil der Aktion "ORF-TVthek goes school", die Videoarchive in einer speziell für die Integration in den Unterricht geeigneten Form bereitstellt, und ist auf der Videoplattform des ORF unter http://TVthek.ORF.at/archive uneingeschränkt und unbefristet verfügbar.

Das Videoarchiv ist in die vier Rubriken "Monarchie und Erster Weltkrieg", "Zwischenkriegszeit und Austrofaschismus", "Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg" und "Nachkriegszeit" unterteilt, insgesamt kommen 89 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort. So berichten zum Beispiel der Regisseur Otto Preminger, der Psychiater Viktor Frankl oder die Politikerin Rosa Jochmann über ihre Erinnerungen an die letzten Jahre der Monarchie und den Ersten Weltkrieg. Die Erste Republik und den Austrofaschismus hat u.a. ein Interview mit der Sozialwissenschafterin Marie Jahoda im Rahmen der Rubrik "Zwischenkriegszeit und Austrofaschismus" zum Thema. Im Kapitel "Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg" erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie Käthe Sasso, Aba Lewit, Rudolf Gelbard, Richard Wadani, Margarete Schütte-Lihotzky, Anna Hackl, Hans Máršálek und Franz Trampusch über die Verbrechen während des Nationalsozialismus und wie diese Erfahrungen danach ihr Leben prägten. Persönlichkeiten wie Bruno Kreisky, Simon Wiesenthal oder Alfred Maleta rufen schließlich auch die Nachkriegszeit und die Staatsvertragsverhandlungen ins Gedächtnis.

Die Interviews und Gespräche wurden in den vergangenen Jahrzehnten größtenteils im ORF-Fernsehen gezeigt, einige wurden von der Redaktion des Senders ORF III Kultur und Information auch neu aufgenommen und gesendet.

Mag. Thomas Drozda, Kunst- und Kulturminister: "Wenn wir ein ‚Nie wieder' ernst nehmen, müssen wir Wege finden, um zu erinnern. Mit Projekten wie dem Videoarchiv 'Österreichs Zeitzeugen' ist es gelungen, Zeitgeschichte innovative und leicht zugänglich zu vermitteln. Persönliche Geschichten und Erlebnisse eignen sich dafür am besten. Denn Werte wie Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit dürfen wir niemals als selbstverständlich erachten, sondern müssen dafür kämpfen."

Dr. Alexander Wrabetz, ORF-Generaldirektor: "Die persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu sammeln, zu erhalten und der Öffentlichkeit – vor allem jungen Menschen – zugänglich zu machen ist eine der zentralen Aufgaben des ORF als Rundfunk der Gesellschaft und elektronisches Gedächtnis des Landes. Denn kein Buch und kein dokumentarisches Filmmaterial kann uns Vergangenes und besonders die mit Schrecken behafteten Ereignisse und Zeiten wie Krieg oder Holocaust so nahe bringen wie Menschen, die dies selbst durchleben mussten und davon auf sehr persönliche und emotionale Weise erzählen. Daher ist es ein großer Gewinn für uns alle, dass es dem ORF gemeinsam mit dem Mauthausen Komitee und mit Unterstützung des Bundeskanzleramts und des Zukunftsfonds gelungen ist, das 'ORF-TVthek goes school'-Archiv mit seinen mehr als 100 Interviews und Gesprächen mit 'Österreichs Zeitzeugen' aufzubauen und online zu stellen."

Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich: "Über 100 Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verdeutlichen einmal mehr die Entwicklungen, die zum Austrofaschismus oder zum Nationalsozialismus führten. Diese persönlichen Erzählungen sollen Jugendlichen näherbringen, was in diesen höllischen Zeiten alles passiert ist. Aus der Arbeit des Mauthausen Komitee Österreich mit Zeitzeuginnen, Zeitzeugen und Jugendlichen sehen wir, dass dadurch eine Verbindung der Lebenswelten – vor allem mit jenen der Jugendlichen – möglich ist. Daher freut es uns, dass diese Berichte online für alle einzusehen sind. Ein wichtiger Beitrag für ein 'Niemals wieder'."

Ing. Michael Götzhaber, ORF-Direktor für Technik, Online und neue Medien: "Das Internet und die Videoplattform des ORF im Speziellen sind ideale Multiplikatoren für die Zeitzeugen-Interviews, die im Rahmen des neuen 'ORF-TVthek goes school'-Videoarchivs zusammengestellt wurden. Es ist von großer Bedeutung für das Verständnis unserer Vergangenheit, dass diese so wichtigen persönlichen und berührenden Zeit-Dokumente nunmehr uneingeschränkt und langfristig bereitgestellt werden, und somit beispielsweise auch in den Unterricht integriert werden können."

Thomas Prantner, stv. ORF-Direktor für Technik, Online und neue Medien: "Es ist zentrale Aufgabe des ORF, nicht nur Österreichs Gegenwart, sondern auch entscheidende Epochen und Ereignisse aus der Vergangenheit medial darzustellen. Die sehr persönlichen und bewegenden Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Rahmen eines 'ORF-TVthek goes school'-Videoarchivs online zu stellen und damit vor allem Jugendlichen verfügbar zu machen, ist daher ein wertvoller, neuartiger, multimedialer Weg zur Erfüllung unseres öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags. Ich danke speziell LAbg. Dr. Gerhard Schmid, der ganz wesentlich zur Entstehung dieses Projekts beigetragen hat."

Prof. Herwig Hösele, Generalsekretär des Zukunftsfonds der Republik Österreich: "Je besser das Wissen um die Zeitgeschichte, umso größer das Bewusstsein für die fundamentalen Werte der liberalen Demokratie und die unteilbaren Menschenrechte. Zu diesem Bewusstsein beizutragen, ist Auftrag des Zukunftsfonds der Republik Österreich. Oral-History- und pädagogischen Projekten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Die Zeit der beiden Weltkriege und des Staatsvertrages ist für Jugendliche heute sehr weit entfernt, kaum werden sie noch Menschen kennen, die aus eigener Erfahrung berichten können. Es ist daher umso wichtiger, die Erlebnisse und Erzählungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in einer leicht zugänglichen Form zur Verfügung zu stellen. Das Videoarchiv der 'ORF-TVthek goes school' ist ein gelungenes Beispiel dafür und ich freue mich, dass der Zukunftsfonds dieses Projekt unterstützen kann."

Das Projekt "ORF-TVthek goes school"

"ORF-TVthek goes school" ist Teil des Angebots der ORF-TVthek, der Videoplattform des ORF. Ziel von "ORF-TVthek goes school" ist es, Online-Themenschwerpunkte mit herausragendem und einzigartigem Videomaterial aus dem ORF-Archiv zu den Bereichen Zeit- und Kulturgeschichte dauerhaft und unbefristet online abrufbar anzubieten. Die Inhalte der Archive sollen dabei vor allem Lehrer/innen und Schüler/innen ansprechen und sind speziell als multimediales Bildungsangebot für den Unterricht an Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen geeignet. Vom ORF gestaltete Fernsehsendungen und -beiträge zu zeit- und kulturhistorischen Events und Entwicklungen können somit dabei behilflich sein, v. a. Jugendlichen Bildungsinhalte mittels moderner Kommunikationsmedien näherzubringen.
Insgesamt stehen derzeit auf der ORF-TVthek – inklusive des neuen Archivs "Österreichs Zeitzeugen" – 27 zeit- und kulturhistorische Videoarchive mit rund 2.300 Beiträgen (Stand Ende September 2016) zur Verfügung. Die Themenpalette reicht von der "Geschichte der EU" über die Medienarchive Christentum und Judentum bis zu Videoarchiven zur Geschichte der einzelnen Bundesländer. Laufend werden sowohl die bestehenden Archive erweitert als auch neue bereitgestellt. Bisher erzielten die Videoarchive bereits mehr als 3,37 Millionen Videoabrufe (Quelle: interne Statistik).

Mauthausen Komitee Österreich

Im Jahr 2000 bestimmte die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, die Organisation der Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen, das MKÖ zu ihrer offiziellen Nachfolgeorganisation. Das MKÖ verpflichtete sich damit, das Vermächtnis der ehemaligen KZ-Häftlinge zu bewahren und weiterzutragen. Die engagierte antifaschistische und antirassistische Arbeit vor allem mit jungen Menschen bildet einen der Schwerpunkte der Aktivitäten des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ).

In den letzten Jahren führte das MKÖ mit mehr als 82.000 Jugendlichen Zivilcourage-Trainings, Begleitungen durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen sowie an Orten ehemaliger Außenlager, die Vor- und Nachbereitung der KZ-Gedenkstättenbesuche, Anti-Rassismus-Workshops wie den neuen Workshop "Wir sind alle", das Anti-Rassismusplanspiel "Miramix" sowie diverse anlass- und themenbezogene Jugendprojekte durch. Die Rundgänge des neuesten Jugendprojekts "denk mal wien" beschäftigen sich mit vier verschiedenen Themen: "Wir sind HeldInnen", "Republik und Demokratie", "‚Wir‘ und die ‚Anderen‘ " und "Was ist Österreich?". Der historische Fokus wird auf die Republiksgeschichte sowie die Zeit des Nationalsozialismus mit einem ständigen Gegenwartsbezug gesetzt. In den bisher durchgeführten Projekten mit Jugendlichen zeigt sich die erfolgreiche Einbindung von Zeitzeugen-/Zeitzeuginnen-Biografien durch verschiedene Methoden und ihre Notwendigkeit für ein "Niemals wieder".

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