• Fest der Freude 2018
  • Gedenk- und Befreiungsfeier 2018

Aktuelles

Trailer Fest der Freude 2017

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Am 8. Mai 1945 kapitulierte die Deutsche Wehrmacht und das offizielle Ende des zweiten Weltkrieges in Europa. Wir feiern auch dieses Jahr mit einem Fest der Freude. Wir freuen uns über die Befreiung von der Diktatur des NS-Terrorregimes das Ende der NS-Herrschaft und Gedenken der Opfer. Wir feiern mit einem Konzert der Wiener Symphoniker.

Weitere Informationen unter www.festderfreude.at

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Mauthausen Komitee setzt historische Wahrheit durch: Justiz hebt falsche Todeserklärung von NS-Mörderin auf

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Pressemeldung vom 24.04.2017

Ihre Opfer gaben Maria Mandl den Beinamen "die Bestie". Die 1912 in Münzkirchen geborene Innviertlerin war im Frauenlager des KZ Auschwitz-Birkenau Herrin über Leben und Tod. Mit unfassbarer Grausamkeit beteiligte sich die Oberaufseherin an der Ermordung von Zehntausenden. Sie suchte auch Frauen für Menschenversuche aus. Nach dem Krieg wurde sie in Polen für ihre Verbrechen verurteilt und am 24. Jänner 1948 in Krakau hingerichtet.

Doch Jahrzehnte später leugnete das damalige Kreisgericht1 Ried im Innkreis diese geschichtlichen Tatsachen: 1975 erklärte es Maria Mandl für tot – mit der Begründung, sie sei "1939 in ein deutsches KZ eingeliefert" worden und habe den 31. Dezember 1944 nicht überlebt2. Damit widmete die österreichische Justiz (die sich in der Todeserklärung auch auf Mitteilungen des Marktgemeindeamtes Münzkirchen berief) die NS-Massenmörderin zum bedauernswerten KZ-Opfer um.

Als das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) heuer von der zynischen Todeserklärung erfuhr, ging es an die Öffentlichkeit. "Es ist einfach nicht zu akzeptieren, dass die Justiz mit einem Rechtsakt eine Geschichtsfälschung stützt", sagt Robert Eiter, Vorstandsmitglied des Mauthausen Komitees. "Die wirklichen KZ-Opfer, von denen manche ja noch leben, fühlen sich verhöhnt, wenn eine NS-Täterin als eine von ihnen dargestellt wird."

Das Mauthausen Komitee wollte Justizminister Wolfgang Brandstetter ersuchen, die falsche Todeserklärung aufheben zu lassen. Das Landesgericht Ried reagierte aber schon vorher. Dessen Vizepräsident Walter Koller fragte bei Eiter an, ob Tag und Ort der Hinrichtung Mandls zu belegen seien. "Mit Hilfe des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes ist das rasch gelungen", so Eiter. Daraufhin sorgte das Landesgericht für einen formellen Aufhebungsbeschluss3.

Diese Vorgangsweise wird vom Mauthausen Komitee gewürdigt: "Die heutige Leitung des Landesgerichtes trägt natürlich keine Schuld daran, dass vor 42 Jahren ein schwerer Fehler begangen wurde", stellt Eiter fest. "Aber sie hat ihre Verantwortung wahrgenommen, den Fehler aus der Welt zu schaffen. Das verdient Respekt."

1 jetzt: Landesgericht
2Die Todeserklärung
3Der Aufhebungsbeschluss

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"Walk of Solidarity", 5. Mai 2017 um 16:00 Uhr

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Walk of Solidaritry

Gemeinsam mit Überlebenden des Konzentrationslagers Gunskirchen be-gehen wir den "Walk of Solidarity" am Tag der Befreiung.

RednerInnen

Daniel CHANOCH, KZ-Überlebender und Zeitzeuge
Willi MERNYI, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich
Guy DOCKENDORF, Präsident Comité International de Mauthausen.

Überlebende des Konzentrationslagers Gunskirchen verlesen gemeinsam mit Jugendlichen den Mauthausen Schwur am Tag der Befreiung des KZ-Außenlagers Gunskirchen.

Im Anschluss werden Begleitungen zur Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Gunskirchen angeboten.

Treffpunkt: Denkmal an der B1, KZ-Friedhof Gunskirchen (Anfahrt aus Fahrtrichtung Wels kommend auf der B1, 300 Meter nach der Fa. Felbermair auf der rechten Seite)

Die Geschichte des Konzentrationslagers Gunskirchen

Dezember 1944
Der Lageraufbau im sogenannten "Forst Hochholz" begann ab Dezember 1944 durch Häftlinge aus dem KZ-Außenlager Wels I. Hans Maršálek hält als Gründungsdatum den 12.3.1945 fest - Eintreffen der ersten Todesmärsche. Das Konzentrationslager Gunskirchen wurde als Auffanglager für jüdische Häftlinge konzipiert und war ein Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen.

Zwischen Gunskirchen und Edt bei Lambach
Das Konzentrationslager Gunskirchen befand sich in einem Waldgebiet an der Gemeindegrenze zwischen Gunskirchen und Edt bei Lambach – ca. 550m von den beiden Gemeindegrenzen. Das Konzentrationslager Gunskirchen wird, neben dem Schiffslager und dem Zeltlager im Konzentrationslager Mauthausen, als eines jener Lager verzeichnet, wo Häftlinge nicht mehr zur Zwangsarbeit geführt wurden, sondern bei minimaler Versorgung und unter katastrophalen sanitären Bedingungen mehr oder weniger sich selbst überlassen wurden. Die zum Aufbau des Lagers ab Ende 1944 eingesetzten Häftlinge (ca. 400) waren polnischer, französischer, belgischer und russischer Herkunft und wurde in der Volksschule untergebracht. Der Kommandant des Konzentrationslagers Mauthausen beschloss am 14.4.1945, dass die Häftlinge die im Zeltlager in Mauthausen interniert waren nach Gunskirchen überstellt werden sollten. Diese Transporte können durch Aufzeichnungen der Gendarmeriedienststellen sowie aus ZeitzeugInnenberichten der Lokalbevölkerung nachgewiesen werden. Viele der Häftlinge wurden nicht mehr namentlich registriert, die genaue Zahl ist unbekannt. Schätzungen zufolge waren bis zu 20.000 Häftlinge im Konzentrationslager Gunskirchen interniert. Neben den vielen unregistrierten Häftlingen aus dem Zeltlager, wurden auch registrierte jüdische Häftlinge aus dem Frauenkonzentrationslager Mauthausen ins Außenlager Gunskirchen verlegt. Überwiegend waren es ungarische Juden vom "Süd‐Ost‐Wall", die im Außenlager Gunskirchen interniert waren. Viele der Häftlinge starben bereits während der Todesmärsche, nach der Ankunft in Gunskirchen starben pro Tag bis zu zweihundert Häftlinge. Ursachen dafür waren unter anderem auch die mangelhafte Verpflegung, eine ausgebrochen Typhusepidemie und die Misshandlungen durch die SS.

Bewachung
SS‐Hauptsturmführer Karl Schulz war der letzte SS‐Kommandant, ab Dezember 1944 war der stellvertretende Kommandoführer Heinrich Häger. Die Wachmannschaften stammten zum größten Teil aus Oberösterreich.

Befreiung
Wenige Tage vor der Befreiung wurden noch Häftlinge ins Außenlager Gunskirchen überstellt, mit dem Auftrag die Leichen notdürftig zu bestatten. Trotzdem war das Lager bei der Befreiung übersät mit toten Häftlingen. Die 71. US‐Infanteriedivision besetzte am 4.5.1945 den Ort Gunskirchen, am 5.5.1945 waren mehr als 1.300 US‐Soldaten in der Schule einquartiert und das dortige Häftlingskommando befreit. Das Konzentrationslager im Wald wurde erst in diesen Tagen entdeckt. Bei der Befreiung wurden von den US‐Soldaten 5.419 Überlebende, ca. 3.000 hatten das Lager vor Ankunft der US‐Truppen verlassen, registriert. Zwischen 2.700 und 5.000 Häftlinge haben im Konzentrationslager Gunskirchen ihr Leben verloren. Viele Häftlinge, die die Befreiung überlebten, kamen danach an den Folgen der katastrophalen Zustände im KZ Gunskirchen um.

Gedenken
Heute erinnern ein Denkmal an der Straße, der in Richtung des Ortsteils Saag führt und eine Gedenktafel und ein Gedenkstein am ehemaligen Lagergelände an das grausame Konzentrationslager. Das Mauthausen Komitee Österreich veranstaltet jährlich in Kooperation mit den lokalen Initiativen eine Befreiungsfeier zum Gedenken an die Opfer.

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Fotoaktionen zum Fest der Freude und zur Internationalen Befreiungsfeier

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Fotoaktion Fest der Freude 2017Fotoaktion Internationale Befreiungsfeier 2017

Die Internationale Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen findet am 7. Mai 2017 um 11:00 Uhr statt. Am darauffolgenden Tag, dem 8. Mai 2017, feiern wir um 19:30 Uhr zum fünften Mal mit einem Fest der Freude die bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und das offizielle Ende des Zweiten Weltkrieges.

Der 8. Mai ist ein Tag der Freude über das Ende der NS-Herrschaft in Europa. Setze mit uns zum Tag der Befreiung ein freudiges Zeichen im Internet: http://foto.festderfreude.at

Dieses Jahr widmen sich die Gedenk- und Befreiungsfeiern dem Thema "Internationalität verbindet". Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer des Lagers Mauthausen weder Deutsche noch Österreicher waren, hat für uns das Gedenken an die Opfer des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager einen internationalen Stellenwert. Der Mauthausen-Schwur mahnt uns Internationalität als obersten Leitgedanken zu verankern. Die Fotoaktion läuft bis Dezember 2017. Setze mit uns ein Zeichen der Internationalität im Internet: http://befreiungsfeier.mkoe.at

Für beiden Aktionen gilt:

Schritt 1. Foto (Selfie) machen
Schritt 2. uploaden
Schritt 3. Die eigene Emailadresse eingeben, damit wir uns bedanken können

Wenn du dabei bist, verbreitest du schon vor den Veranstaltungen Freude und setzt ein Zeichen des Miteinanders und der Internationalität. Bei so viel Hass und negativen Postings möchten wir mit diesem Projekt etwas entgegensetzen.

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MKÖ-Mernyi zur blauen "Meldestelle": "Haimbuchner soll mit der Heuchelei aufhören!"

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Pressemeldung vom 07.04.2017

FPÖ ist nicht Partei der Opfer, sondern der Ewiggestrigen

Die FPÖ Oberösterreich hat eine Online-"Meldestelle" eingerichtet und will damit Schüler verleiten, politisch missliebige Lehrer zu denunzieren. Der freiheitliche Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner begründet die viel kritisierte Aktion mit der angeblichen Opferrolle seiner Partei in den Schulen: "Es kann nicht sein, dass Kinder von FPÖ-Funktionären mit Tränen in den Augen nach Hause kommen."

"Wahrscheinlich haben diese Kinder Tränen in den Augen, weil sie erkennen mussten, was ihre Väter so alles treiben", meint Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ), ironisch.

In Oberösterreich ist die FPÖ besonders ewiggestrig: Sie fällt immer wieder durch einschlägige Skandale auf. Der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Detlef Wimmer nahm im Oktober des Vorjahres am rechtsextremen Kongress "Verteidiger Europas" teil, gegen den es internationale Proteste gab. Die schlagende Burschenschaft "Arminia Czernowitz", deren Vorzeigemitglied Wimmer ist, verwendete für ein Plakat ein kaum verändertes NSDAP-Motiv. Wimmers früherer Fraktionsobmann Sebastian Ortner musste 2013 zurücktreten – unter anderem hatte er gemeinsam mit Gottfried Küssel die Ermordung politischer Gegner geübt. Zahlreiche Medienberichte beschäftigen sich mit der "kruden Welt der Linzer FPÖ"1.

Elmar Podgorschek, seit Herbst 2015 oö. Sicherheitslandesrat, gehört der schlagenden Mittelschulverbindung "Germania zu Ried" an. Der SS-Massenmörder Friedrich Kranebitter (1903 – 1957) war ebenfalls Mitglied der "Germania zu Ried" und wurde von ihr noch im Jahr 2000 in einer Festschrift gewürdigt2. 2009 dankte Podgorschek der rechtsextremen Zeitschrift "Aula", die u.a. mehrfach KZ-Überlebende als Kriminelle beschimpft hat, für ihre "Gesinnungstreue"3. Im September 2016 fiel der blaue Landesrat auf, weil er im Netz Schreckensszenarien verbreitete und die Fremdenangst durch Warnungen vor "Bürgerkriegen" schürte4.

Günther Steinkellner, seit Herbst 2015 oö. Verkehrslandesrat, gehört dem "Corps Alemannia Wien zu Linz" an. Einst war auch SA-Sturmführer und NSDAP-Idol Horst Wessel (1907 – 1930) Mitglied des "Corps Alemannia". Vom Burschenschafterblatt "Zur Zeit" wurde Steinkellner wegen dieses Verbindungsbruders ausdrücklich gelobt5.

Der Steyrer FPÖ-Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek, Stellvertreter von Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner, verbreitete letztes Jahr rassistische Hetzpropaganda ("dauergeile Barbaren") samt zustimmendem Kommentar im Internet. Die Justiz stellte das Verhetzungsverfahren mit der dubiosen Begründung ein, man könne nicht beweisen, dass Deimek den von ihm verbreiteten und empfohlenen Text auch zur Gänze gelesen habe6.

Oder Haimbuchner selbst, Landeshauptmannstellverteter in einer schwarz-blauen Koalition: Er ist Mitglied im rechtsextremen "Witikobund"7 und – wie Steinkellner – im "Corps Alemannia". Als seinen Lieblingsschriftsteller nennt Haimbuchner den Rechtsterroristen Ernst von Salomon (1902 – 1972)8. Erst im November hat er den SS-Brigadeführer Anton Reinthaller (1895 – 1958), der nach 1945 als Hochverräter verurteilt wurde, in einer Festrede geehrt9.

Angesichts dieser Fakten betont MKÖ-Vorsitzender Mernyi: "Der Rechtsextremismus-Experte Thomas Rammerstorfer, dessen Vortrag an einem Linzer Gymnasium wegen einer FPÖ-Intervention abgebrochen wurde, hat sehr zurückhaltend formuliert. Haimbuchner soll endlich mit der Heuchelei aufhören: Seine FPÖ ist keine Partei der Opfer – sie wurde als Partei der Ewiggestrigen gegründet und ist es bis heute geblieben." Mernyi begrüßt, dass auch viele Persönlichkeiten der ÖVP – wie der oö. Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer und der Gewerkschaftsvorsitzende der Pflichtschullehrer, Paul Kimberger – die von der FPÖ betriebene Denunzianten-Webseite ablehnen. "Wann aber verurteilt der neue ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer endlich, dass seine blauen Koalitionspartner das gesellschaftliche Klima vergiften?", fragt der MKÖ-Vorsitzende.

  1. z.B. http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/landespolitik/Rechtsum-Die-krude-Welt-der-Linzer-FPOE;art383,1109752
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Kranebitter
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Podgorschek
  4. http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/landespolitik/Ein-Sicherheitslandesrat-der-Angst-und-Unsicherheit-verbreitet;art383,2354161
  5. "Zur Zeit", Ausgabe 28/2004, Seite 27
  6. http://diepresse.com/home/innenpolitik/4948946/Immunitaet-von-FPOeAbgeordnetem-Deimek-aufgehoben und http://ooe.orf.at/news/stories/2814999/
  7. http://derstandard.at/1297216173513/Witikobund-Mitgliedschaft-FPOe-OOe-Chef-Haimbuchner-unter-Kritik
  8. https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_von_Salomon und https://www.profil.at/oesterreich/leseratten-lieblingsschriftsteller-fpoe-politikern-hofer-wiesinger-7534469
  9. http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/Mettmach-Aufregung-um-Ehrung-fuer-SS-Brigadefuehrer;art70,2411009 und http://www.heute.at/oesterreich/oberoesterreich/story/30436970 und http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Aufregung-um-FPOe-Festakt-fuer-SS-Brigadefuehrer/259570358
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"Walk of Solidarity" - Internationale Befreiungsfeier - Fest der Freude

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Aviso: Walk of Solidarity am 5. Mai, Gedenk- und Befreiungsfeier KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 7. Mai und Fest der Freude am 8. Mai

Wien (OTS) - Dieses Jahr sind österreichweit mehr als 80 Gedenk- und Befreiungsfeiern. Am Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen findet gemeinsam mit KZ-Überlebenden am 5. Mai der "Walk of Solidarity" in Gunskirchen, Oberösterreich statt. Treffpunkt ist beim Denkmal des KZ-Außenlager Gunskirchen. Anschließend ist ein gemeinsamer "Walk of Solidarity" mit KZ-Überlebenden, Jugendlichen und Mitgliedern des Comité International de Mauthausen und der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen sowie dem Mauthausen Komitee Österreich. Abschließend verlesen die Jugendlichen gemeinsam mit KZ-Überlebenden den Mauthausen Schwur.

Wann: Freitag, 5. Mai 2017, Beginn: 16:00 Uhr
Wo: Denkmal KZ-Opferfriedhof (Anfahrt aus Fahrtrichtung Wels kommend auf der B1, 300 m nach der Fa. Felbermair auf der rechten Seite)

Am Samstag den 6. Mai jährt sich die Befreiung des KZ-Außenlager Gunskirchen bereits um 72. Mal. Josef Sturmaier, Bürgermeister von Gunskirchen, Dr. Josef Gruber, Bezirkshauptmann Wels-Land und György Frisch, Vertreter der ungarischen Juden werden bei der Gedenkkundgebung anwesend sein. Die Schlussworte findet Dr. Robert Eiter, Vorstandsmitglied des Mauthausen Komitees Österreich.

Wann: Samstag, 6. Mai 2017, Beginn: 10:30 Uhr
Wo: Gunskirchen KZ-Friedhof, Oberösterreich

Am darauffolgenden Sonntag, am 7. Mai 2017 findet anlässlich der 72. Wiederkehr der Befreiung der Häftlinge aus dem KZ Mauthausen, die Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen statt. Dieses Jahr mit dem Themen-Schwerpunkt "Internationalität verbindet".

Wann: Sonntag, 7. Mai 2017, Beginn: 09:45 Uhr
Wo: KZ-Gedenkstätte Mauthausen Oberösterreich, Erinnerungsstraße 1, 4310 Mauthausen

Weitere Informationen, das Programm und Fotos der Gedenk- und Befreiungsfeiern

Am 8. Mai 2017 jährt sich der Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und des offiziellen Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 72. Mal. Aus diesem Anlass und zum Gedenken an die Opfer und die Freude über die Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) bereits zum fünften Mal das Fest der Freude mit einem Gratiskonzert der Wiener Symphoniker am Wiener Heldenplatz. Als Zeitzeugin wird Lucia Heilman sprechen.

Wann: Montag, 8. Mai 2017, Beginn: 19:30 Uhr
Wo: Heldenplatz, 1010 Wien

Weitere Informationen, das Programm und Fotos zum Fest der Freude

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Fest der Freude 2017

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Fest der Freude 2017

Am 8. Mai 2017 um 19:30 Uhr veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) zum Gedenken an die Opfer und der Freude über die 72. Wiederkehr der Befreiung von der NS-Herrschaft in Kooperation mit den Wiener Symphonikern zum fünften Mal das Fest der Freude auf dem Wiener Heldenplatz.

Eröffnet wird die Veranstaltung mit Videobotschaften von BotschafterInnen der Befreiernationen, der Israelitischen Kultusgemeinde, des Verein GEDENKDIENST und des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes.

Die Wiener Symphoniker werden 2017 unter der Leitung des Dirigenten Ádám Fischer wiederum ein kostenloses Open-Air-Konzert spielen. Am Programm stehen neben Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert, das von dem jungen, preisgekrönten Wiener Violinisten Emmanuel Tjeknavorian interpretiert wird, Werke von Ludwig van Beethoven. Zu erleben gibt es dabei die Egmont- und Leonore Ouvertüren sowie die Konzertarie "Ah perfido" für Sopran und Orchester mit der finnischen Ausnahme-Sängerin Camilla Nylund. Zum Abschluss der Veranstaltung wird die "Ode an die Freude" aus Beethovens Neunter Symphonie erklingen. Eröffnet wird das Konzert mit der Uraufführung eines neuen, eigens für das Fest der Freude komponierten Stücks des österreichischen Komponisten Kurt Schwertisk, "Hier und Jetzt!".

Das Fest wird auch dieses Jahr mit Ansprachen, darunter Bundeskanzler Mag. Christian Kern, Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner, Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou, Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny, MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi und Zeitzeugin Lucia Heilman, umrahmt.

Lucia Heilman überlebte das NS-Regime gemeinsam mit ihrer Mutter dank des Einsatzes eines Freundes ihres Vaters, der sie vor den Nazis versteckte. 1938 war sie am Heldenplatz als Adolf Hitler in Österreich einmarschierte. Die Stimmung dort empfand sie als bedrohlich und sie wusste, dass sie nicht mehr dazugehörte. Lucia und ihre Mutter wurden von den Nationalsozialisten bereits in ein Sammellager in Wien gebracht um deportiert zu werden. Ihr Retter Reinhold Duschka versteckte sie bis zum Ende des 2. Weltkrieges. 1991 wurde er als "Gerechter unter den Völkern" von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ausgezeichnet. 2017 wird Lucia Heilman wieder am Heldenplatz stehen, aber diesmal bei einem Fest der Freude zum Tag der Befreiung von der nationalsozialistischen Terror-Herrschaft. Durch die Veranstaltung führt Katharina Stemberger.

In den letzten 4 Jahren setzten rund 50.000 BesucherInnen beim Fest der Freude ein starkes Zeichen für die Etablierung eines würdigen Gedenkens am 8. Mai als Tag der Befreiung.

ORF III überträgt das Fest der Freude live. In Kooperation mit der ÖBB und Rail Tours werden Spezialtickets zum Fest der Freude angeboten. Auch dieses Jahr gibt es die Internet-Aktion "Foto mit Freude". Setze mit uns ein Zeichen der Freude zum Tag der Befreiung unter foto.festderfreude.at.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Hans-Maršálek-Preis 2017

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Pressemeldung vom 10.03.2017

MKÖ schreibt internationalen Preis für Erinnerungsarbeit und Zivilcourage aus

Am 12. März vor 79 Jahren marschierte die deutsche Wehrmacht ohne auf Widerstand zu stoßen in Österreich ein. 3 ½ Jahre später kam Hans Maršálek, der im Widerstand tätig war, in Gestapo-Haft nach Wien. Weitere 3 1/2 Jahre später wurde er aus dem Konzentrationslager Mauthausen befreit.

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) stiften zum zweiten Mal den Hans-Maršálek-Preis für herausragende Leistungen im bewusst weit gefassten Bereich der Gedenk-, Erinnerungs- und Bewusstseinsarbeit zum 20 jährigen Vereinsjubiläum.

"Hans Maršálek war nicht nur einer der letzten österreichischen Zeugen der Verbrechen des NS-Regimes, die im Konzentrationslager Mauthausen an mehr als 200.000 Menschen begangen wurden. Sondern er überzeugte uns auch durch sein Engagement gegen Rechtsextremismus heute. Er bleibt ein Vorbild für uns alle.", so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

Dr. h.c. Hans Maršálek ist immer noch die herausragende Person im Themenbereich des KZ-Mauthausen und seiner rund 50 Außenlager. Nachdem er selbst im Konzentrationslager Widerstand organisierte, wurde er 1947 mit der Planung des Museums der KZ-Gedenkstätte beauftragt. Dabei legte Hans Maršálek ein Archiv an, das bis heute Basis für zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten ist. Ebenso war Hans Maršálek Obmann der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen und im Vorstand des Comité International de Mauthausen und er sorgte für die Zeit nach dem Ausscheiden der Zeitzeugen vor, indem er den Kontakt zu Jugendorganisationen der Gewerkschaft und der katholischen Kirche suchte. Aus deren Zusammenarbeit bei der Betreuung der Außenlager entwickelte sich in einem zehnjährigen Entwicklungsprozess das Mauthausen Komitee Österreich, die Nachfolgeorganisation der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen.

Am 15.12.1997 wurde das Mauthausen Komitee Österreich unter dem Namen Mauthausen Aktiv gegründet. 2017 feiert das Mauthausen Komitee Österreich das 20-jährige Jubiläum des Vereins. Aus diesem Anlass stiften die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen und ihre Nachfolgeorganisation, das Mauthausen Komitee Österreich, zum zweiten Mal den Hans-Maršálek-Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Gedenk-, Erinnerungs- und Bewusstseinsarbeit.

"Hans Maršálek hat sein Leben der Erforschung und Dokumentation der Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager gewidmet", betont die Vorsitzende der Österreichischen Lagergemeinschaft Dr. Irmgard Aschbauer, "und er ist nicht müde geworden, vor den Gefahren von Nationalismus, Rassismus, Ausgrenzung und Intoleranz zu warnen. Seinem Andenken und seinen Anliegen soll dieser Preis gewidmet sein."

Die Gruppe der potenziellen Preisträger wird mit Bedacht auf den umfassenden Anspruch, den Hans Maršálek selbst immer als Maxime aufrecht erhielt, sehr breit gefasst. Als preiswürdige Projekte kommen sowohl wissenschaftliche Arbeiten, als auch Initiativen zur Jugend- und Erwachsenenbildung sowie ausgeführte Initiativen zur lokalen Verankerung des Themenkreises Nationalsozialismus, Konzentrationslager, (Anti-) Rassismus, Stärkung der Demokratie in Frage. Der Preis kann nur nach erfolgtem Abschluss der eingereichten Projekte zuerkannt werden und ist keine Projektfinanzierung für geplante Vorhaben. Im Geiste Hans Maršáleks richtet sich dieser Preis nicht nur an österreichische BewerberInnen, sondern es wird seitens der Stifter ausdrücklich jeder internationale Kontext sehr nachdrücklich begrüßt.

"Jugend, Innovation und Zivilcourage waren für Hans Maršálek stets sehr wichtig und bilden den Rahmen der Kriterien für den Preis", so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich. "Wir freuen uns darauf zukünftig Projekte mit dem Hans-Maršálek-Preis auszuzeichnen, die in seinem Sinne und im Sinne des Mauthausen Komitee Österreich wirken."

Die Entscheidung über die Preisvergabe fällt eine neunköpfige Jury, in der u.a. auch JugendvertreterInnen und das Comité International de Mauthausen vertreten sind. Für den Preis können die in Frage kommenden Personen und Initiativen selbst einreichen oder es kann auch eine Nominierung durch Dritte erfolgen. Die Höhe des Preisgeldes beträgt pro Jahr 6.000.- Euro und wird an die drei besten Projektergebnisse aufgeteilt.

Die Einreichfrist für den zweiten Hans-Maršálek-Preis endet am 30. Juni 2017, der Preis wird dann im Herbst 2017 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie vergeben.

Weitere Informationen zum Preis und zur Einreichung

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MKÖ-Vorsitzender Mernyi stellt klar: "Haimbuchner will vom ewiggestrigen Sumpf in seiner FPÖ ablenken"

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Pressemeldung vom 07.02.2017

Rechtsextreme Gewaltverbrechen werden von Freiheitlichen "vergessen"

In einer Presseaussendung versucht die FPÖ, für die Attacke einiger politisch verwirrter Jugendlicher auf die Limousine des blauen Landesobmanns Manfred Haimbuchner antifaschistische Organisationen wie das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) oder das Bündnis "Linz gegen rechts" mitverantwortlich zu machen. "Das war zu erwarten, ist aber völlig lächerlich", sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi. "Dass wir Sachbeschädigungen und ähnliche Aktionen verurteilen, weiß ohnehin jeder einigermaßen Informierte. Haimbuchner will mit solchen haltlosen Anschuldigungen nur vom ewiggestrigen Sumpf in seiner FPÖ ablenken, auf den wir die Öffentlichkeit immer wieder hinweisen. Gerade er, der erst kürzlich in einer Festrede einen SS-Führer und Österreich-Verräter gewürdigt hat, soll sich bitte nicht als Opfer bedauern!"

Laut Mernyi spreche es Bände, dass die FPÖ in ihrer Aussendung behauptet, die tatsächliche Gewalt käme von links. "Da haben Haimbuchner und sein Landesparteisekretär Schreiner aber eine ganze Menge vergessen: vom rassistischen Mord in Traun über die vielen Schwerverbrechen der Neonazi-Mafia 'Objekt 21' bis zum Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim in Altenfelden", betont der MKÖ-Vorsitzende. "Zählen diese menschenverachtenden Gewalttaten für die FPÖ nicht? Oberösterreich liegt bei der Zunahme der rechtsextremen Delikte an der Spitze aller Bundesländer. Haimbuchners Truppe bereitet mit ihrer ständigen Hetzpropaganda den Boden dafür auf. Und das ist sicher schlimmer als die unsäglich dumme Autoattacke."

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