Leokadia STANISLAWSKA

MAUTHAUSEN KOMITEE STEYR

Leokadia Stanislawska arbeitete in 12-Stunden-Schichten mit nur einer Pause, abwechselnd bei Tag und bei Nacht. Die SS teilte sie verschiedensten Arbeitsstellen zu. Sie hatte Angst vor der riesigen Fabrikhalle und den Maschinen. Es war mühsame Akkordarbeit, die sie oft nicht leisten konnte. Häufig reichte es nicht für ihre Essensration. Die MitinsassInnen, ebenfalls ZwangsarbeiterInnen, teilten ihre Leistung mit Leokadia, um sie mit Essen zu versorgen. Leokadia Stanislawska: "Als mein Mann noch lebte, haben wir davon geträumt, dass wir, wenn wir eine Entschädigung bekommen – viele Jahre wurde über die Auszahlung einer Wiedergutmachung für die Jahre der Zwangsarbeit unter sehr schweren Lebensbedingungen gesprochen – eine Reise nach Österreich machen werden und die Plätze, wo unsere Jugend zurückgeblieben war, aufsuchen werden. Leider hat mein Mann die Entschädigung nicht erwarten können. Er ist am 15. Jänner 1999 gestorben und seine Träume sind damit zunichte geworden."

Hintergrundbild