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Fest der Freude

Zum Gedenken an die Opfer und die Freude über die Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) am 8. Mai 2021 bereits zum neunten Mal das Fest der Freude. Am 8. Mai 1945 kapitulierte die Deutsche Wehrmacht und der Zweite Weltkrieg endete in Europa.

Das Fest der Freude wird 2021 auf Grund der Covid-19 Pandemie abermals virtuell stattfinden und widmet sich dem Schwerpunkt "Vernichtete Vielfalt". Das Thema widmet sich der Vielfalt an Opfergruppen, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.

Diese Vielfalt wird auch im Programm des virtuellen Fest der Freude zu sehen sein. Das Highlight werden die Reden der Zeitzeugin Katja Sturm-Schnabl und von Bundespräsident Alexander van der Bellen sein. Das Virtuelle Fest beginnt auch 2021 mit der Begrüßung von MKÖ-Vorsitzendem Willi Mernyi. Die Moderation wird wieder von Katharina Stemberger durchgeführt.

Am Heldenplatz wird eine symbolische Gedenkaktion mit Zitaten und Fotos von Überlebenden sowie Auszüge aus dem Mauthausen Schwur der Überlebenden in verschiedenen Sprachen stattfinden. Das Fest der Freude wird auf den Online-Kanälen des Mauthausen Komitee Österreich international gestreamt.

Wann: Samstag, 8. Mai 2021, Beginn: 18:20 Uhr
Wo: virtuell auf www.mkoe.at

Rund um das Fest der Freude wird es diverse Social Media Aktionen zum Schwerpunkt "Vernichtete Vielfalt" geben.

Detailinformationen folgen.

Warum wird der 8. Mai mit einem Fest der Freude gefeiert?

Am 8. Mai 1945 war das nationalsozialistische Regime durch die alliierten Truppen besiegt und die Deutsche Wehrmacht kapitulierte bedingungslos. Damit war der verbrecherische Angriffs- und Vernichtungskrieg in Europa beendet. Anstatt diesen Tag zu feiern, veranstalteten ab den 1990er Jahren rechtsextreme Burschenschaften des Wiener Korporationsringes ein Totengedenken auf dem Wiener Heldenplatz. Sie trauerten um die gefallenen Soldaten und Angehörigen der Nationalsozialistischen Verbrechensorganisationen. Mit dem Ziel den Sieg über die Deutsche Wehrmacht zu feiern, fanden seit 2000 regelmäßig Kundgebungen und Demonstrationen der Zivilgesellschaft gegen dieses Totengedenken statt.

Aus diesem Grund wurde das "Fest der Freude" ins Leben gerufen. Denn der 8. Mai ist ein Tag der Befreiung und der Freude, an dem nicht nur die Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft gefeiert. An den Verbrechen des Nationalsozialismus haben zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher überzeugt mitgewirkt. Es wird auch jener Millionen gedacht, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Darunter auch jene, die den Kampf gegen das nationalsozialistische Regime mit ihrem Leben bezahlt haben. Es wird aller gedacht, die sich dem nationalsozialistischen Herrschaftsanspruch verweigert haben oder Widerstand geleistet haben sowie jener, die in den Truppen der Alliierten einen wichtigen Beitrag für die Befreiung Österreichs geleistet haben. Dieser große Tag soll daher mit einem alljährlichen Freudenfest am geschichtsträchtigen Wiener Heldenplatz gefeiert werden. Der 8. Mai ist ein Tag der Befreiung und Freude!

Im Mai 2013 wurde der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus erstmals im großen Rahmen am Wiener Heldenplatz begangen. Mehr als 10.000 BesucherInnen kamen zum Fest der Freude, um das Konzert der Wiener Symphoniker zu hören und den Tag der Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft zu feiern. Die erstmalige Veranstaltung war ein großer Erfolg und ein wichtiger Schritt, um ein würdiges Gedenken am 8. Mai in Zukunft sicherzustellen.

Aus diesem Anlass veranstaltete das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) seit 2013 jährlich mit Unterstützung zahlreicher Organisationen, wie dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, dem Verein GEDENKDIENST, der Israelitischen Kultusgemeinde Österreich, der Stadt Wien sowie der Bundesregierung ein Gratiskonzert der Wiener Symphoniker zum Tag der Befreiung als Fest der Freude.

In den letzten vier Jahren feierten mehr als 51.000 BesucherInnen den 8. Mai beim Fest der Freude und setzten damit ein starkes Zeichen für die Etablierung eines würdigen Gedenkens am 8. Mai als Tag der Befreiung.

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