MKÖ-Vorsitzender Mernyi zu Antisemitismus und Menschenverachtung am Wiener Juridicum

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Pressemitteilung vom 09.05.2017

MKÖ-Mernyi zu Antisemitismus und Menschenverachtung am Wiener Juridicum: "Das ist unerträglich und muss massive Konsequenzen haben!"

Die Wochenzeitung "Falter" veröffentlicht eine große Geschichte, der zufolge sich mehrere Funktionäre der ÖH-Fraktion "Aktionsgemeinschaft" (AG) am Wiener Juridicum in abstoßendster Weise über den Holocaust, das NS-Regime, Menschen mit Beeinträchtigungen und andere Minderheiten lustig gemacht haben sollen.

"Die Unterlagen zeigen eine unerträgliche Verhöhnung der NS-Opfer", sagt Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "Während Österreich der Befreiung von der braunen Schreckensherrschaft gedenkt, ziehen einige Studenten, die später als Richter, Staatsanwälte oder Rechtsanwälte tätig sein sollen, Millionen Tote in den Dreck."

Besonders schockiert Mernyi, dass es sich bei den Tätern um Funktionäre der ÖVP-nahen "Aktionsgemeinschaft" (AG) handeln soll. "Wenn das wirklich zutrifft, muss die ÖVP sich von diesen Leuten sofort trennen", betont der MKÖ-Vorsitzende. "Nicht wenige der ÖVP-Gründer haben gemeinsam mit Sozialdemokraten und Kommunisten in Mauthausen und anderen KZs gelitten. Sie würden auf das ekelhafte Gedankengut, das hier bekannt wird, mit größtem Abscheu reagieren."

In jedem Fall fordert das MKÖ, dass die antisemitischen und menschenverachtenden Hetzparolen streng geahndet werden. "Wer so etwas verbreitet, begeht kein Kavaliersdelikt", stellt Mernyi fest. "Das muss
massive Konsequenzen haben – vor allem ist die Strafbarkeit nach dem Verbotsgesetz und dem StGB zu prüfen!"

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