Mauthausen Guideausbildung

Kärnten

Druckversion

Auf dem Gebiet des heutigen Kärnten bestanden am Loiblpass zwei Außenlager des KZ-Mauthausen, eine weiteres befindet sich heute auf slowenischem Staatsgebiet.

 

Der Peršmanhof war zwar kein Außenlager des KZ-Mauthausen, jedoch der Schauplatz eines Nazi-Massakers unmittelbar vor Kriegsende und ist heute eine Gedenkstätte.

 

Die Vereine Kuland und Erinnern Villach befassen sich mit zahlreichen Aspekten der Nazi-Herrschaft in Kärnten wie z.B. der Erforschung von Opferbiographien.

Die Außenlager des KZ-Mauthausen:

  • Loiblpass (Nord und Süd)
    Im Juni 1943 wurde mit dem Bau des heute noch bestehenden Loibltunnels begonnen und sowohl auf der Süd- als auch auf der Nordseite ein KZ-Außenlager errichtet.
  • Klagenfurt Lendorf
    Im November 1943 begannen im Klagenfurter Stadtteil Lendorf ebenfalls Bauarbeiten – diesmal für die Errichtung einer SS-Kaserne, die heute als Bundesheerkaserne genutzt wird.

Lokalgruppen:

  • Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška
    Die Gruppe „Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška“ wurde 1995 von engagierten Wissenschaftern der Universität Klagenfurt unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Gstettner ins Leben gerufen. Zu den wichtigsten Zielen zählen die Errichtung einer würdigen Gedenkstätte beim Loibl KZ Nord sowie die Pflege von Erinnerungsarbeit in Form von Gedenkveranstaltungen, Exkursionen und öffentlichen Vorträgen gepflegt.
  • Društvo Verein Peršman
    Seit Beginn der 80er Jahre gibt es am Peršmanhof neben den alljährlichen Gedenkfeiern ein kleines Museum, das die Geschichte des antifaschistischen Widerstandskampfes - in Kärnten irreversibel mit der kärntner-slowenischen Minderheit verbunden – ebenso wie das Massaker am Peršmanhof dokumentiert.
  • Verein Kuland
    Kuland – „Verein für Kultur&Informationsvielfalt“ – bemüht sich im Oberen Drautal die regionale Geschichte von Verfolgung und Widerstand im NS zu erforschen. Ziel des Vereines ist, die Biografien der bisher etwa 20 bekannten Todesopfer nationalsozialistischer Verfolgung in und aus dem Oberen Drautal ebenso zu dokumentieren wie die Überlebensgeschichten von Verfolgten.
  • Verein Erinnern-Villach
    Seit 1994 versucht der Verein „Erinnern-Villach“ Aspekte der verdrängten nationalsozialistischen Vergangenheit der Stadt Villach ins öffentliche Gedächtnis zu rufen. Das sichtbarste und wichtigste Ergebnis dieser Arbeit ist das „Denkmal der Namen“, das im Frühjahr 1999 enthüllt wurde, und auf dem die Namen, Geburtsdaten, Todesdaten und Todesorte jener Kinder, Frauen und Männer aus dem Villacher Bezirk vermerkt werden, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.