Mauthausen Guideausbildung

Aktuelles

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Int. Befreiungsfeier 2012 in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

"Rassistische Verfolgung - Von der Ausgrenzung zur Vernichtung.

Die Verfolgung der europäischen JüdInnen und der Roma und Sinti"

am 13. Mai 2012 um 11 Uhr

 

Begleitungen an den Orten ehemaliger Außenlager des KZ-Mauthausen

 

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) hat 27 Guides ausgebildet, die erstmals an den Orten der ehemaligen KZ-Außenlager Begleitungen durchführen.

 

In dieser umfangreichen theoretischen und praktischen Ausbildung, die mit einem Zertifikat abschließt, wurden die Guides geschult, Jugendgruppen und Schulklassen an den Orten ehemaliger KZ-Außenlager zu begleiten. Neben einem umfangreichen historischen Faktenwissen bekamen die TeilnehmerInnen auch Kenntnisse und Strategien gegen heutigen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit vermittelt.

 

Die Begleitungen an 22 Orten ehemaliger Außenlager haben bereits begonnen. Durch die finanzielle Unterstützung des BMUKK ist es dem MKÖ möglich, die ersten 125 Begleitungen kostenfrei anzubieten.

 

Durch den Besuch eines ehemaligen Außenlagers wird das System des KZ-Mauthausen sichtbarer als bei einem bloßen Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Da ein Teil der Jugendlichen in der Umgebung dieser Orte wohnt, verstärkt sich durch eine Begleitung an einem ehemaligen Außenlager auch der eigene und regionalgeschichtliche Bezug. Für diese Begleitungen wurden neun Besuchsmodule entwickelt, bei denen sowohl die Sichtbarkeit von Relikten als auch die Kombination mehrerer ehemaliger Außenlager gegeben ist.
 

Offener Brief an Österreichs SpitzenpolitikerInnen:

Massiv zunehmenden Rechtsextremismus endlich wirksam bekämpfen!

 

Wenige Tage vor der großen internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen schlägt das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) Alarm: In einem Offenen Brief an die politische Führungsschicht – Bundespräsident, Regierungsmitglieder, Landeshauptleute und Nationalratsabgeordnete – weist es nicht nur auf die massive Zunahme neonazistischer Straftaten hin. Allein von 2009 auf 2010 ist die Zahl der Anzeigen wegen NS-Wiederbetätigung um mehr als 30 Prozent gestiegen! Das Mauthausen Komitee sieht vor allem im Umgang der Behörden mit diesen Straftaten Anlass zu großer Besorgnis.

 

Es führt eine ganze Reihe von Beispielen an, die die laxe Haltung von Verfassungsschutz und Strafjustiz belegen: So wurde die wiederholte Schändung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen ebenso wenig aufgeklärt wie die Zerstörung von Gedenksteinen für NS-Opfer in Salzburg und Ansfelden. Die Hintermänner der Neonazi-Homepage „Alpen-Donau.Info“ wurden nur zu einem kleinen Teil ausgeforscht. Die Aktivisten der rechtsextremen Splitterparteien „Nationale Volkspartei“ und „Bunte“ mussten sich bis heute nicht vor Gericht verantworten, obwohl die Wahlbehörden schon vor mehr als eineinhalb Jahren Anzeige wegen NS-Wiederbetätigung erstattet haben.

 

Das MKÖ weist auch auf mehrere Fälle hin, in denen Bürger der Polizei neonazistische Straftaten meldeten und kein Gehör fanden. Als unverständlich wird bezeichnet, dass der Vater eines aktiven Rechtsextremisten als Verfassungsschutzbeamter tätig sein kann und dass das Innenministerium sich weigert, die Zahl der zur Bekämpfung des Rechtsextremismus eingesetzten Beamten zu veröffentlichen.

 

„Wir richten an die politischen Verantwortungsträger den dringenden Appell, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit der massiv zunehmende Rechtsextremismus im Land endlich wirksam bekämpft wird. Und damit sichergestellt wird, dass die Polizei- und Justizbehörden für ihre diesbezüglichen Aufgaben bestmöglich ausgestattet und motiviert sind“, sagt MKÖ-Bundesvorsitzender Willi Mernyi. Rasche Maßnahmen zur Behebung der Missstände seien notwendig.

 

„Es gilt, menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Strömungen viel entschlossener als bisher entgegenzutreten. Das sind wir auch den Millionen in Mauthausen und anderen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern Ermordeten schuldig“, stellt der 96-jährige Mauthausen-Überlebende Hans Marsalek fest.

 

Das MKÖ hat alle Verantwortungsträger um Antwort ersucht.

 

Offener Brief

  

Unsere Aktivitäten für junge Menschen:

Workshops zu Zivilcourage und Planspiel "miramix"

 

Neu seit April 2010 sind die Workshops zu Zivilcourage. Sie sollen helfen, aus unbeteiligten Zuschauer/innen Helfer/innen zu machen. Die Zivilcourage-Workshops widmen sich dem Mut des/der Einzelnen, in der Öffentlichkeit in "unangenehmen" Situationen einzugreifen. Ein Angebot für Jugendliche ab der 10. Schulstufe.

Mehr dazu auf www.zivilcourage.at.

 

Vielfach bewährt ist unser antirassistisches Planspiel miramix, das sich auf hintergründige Weise mit verschiedenen Aspekten von Rassismus beschäftigt. Ein Angebot für Jugendliche der 8. und 9. Schulstufe sowie für Lehrlinge im ersten Lehrjahr.

Mehr dazu auf www.miramix.at.

 

Bereits in dritter Auflage erhältlich ist die Publikation "rechtsextrem".

Sie beinhaltet Informationen zu rechtsextremer Musik, Kleidung, Symbolen - u.a. auch historischen Symbolen aus der NS-Zeit, die aktuell wieder aufgegriffen werden - Codes, Begriffen und Abkürzungen sowie rechtsextremen Organisationen.

Primäre Zielgruppe der Publikation sind Lehrer/innen, Jugendgruppenleiter/innen, Sozialarbeiter/innen, Betriebsräte/rätinnen, Ausbildner/innen und Eltern.

Bestellmöglichkeiten und weitere Informationen auf www.rechtsextrem.at.