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Aktuelles

"Nazi-Torten-Affäre": Konditor entschuldigt sich

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Presseaussendung vom 15.04.2011

Gespräch zwischen dem Mauthausen Komitee und Konditor Klaschka

"Ich denke nicht, dass wir es hier mit einem rechtsradikalen Konditor zu tun haben. Deshalb habe ich das persönliche Gespräch gesucht", sagte Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ). Eine Woche, nachdem das MKÖ öffentlich gemacht hatte, dass in der Konditorei von Manfred Klaschka Fotos von Torten mit verbotener NS-Symbolik zur Ansicht allgemein zugänglich aufliegen, hat Mernyi nun Kontakt mit Klaschka aufgenommen. "Ich habe ihn angerufen, weil ich durch Medienberichte den Eindruck gewonnen habe, dass er zwar etwas getan hat, was falsch war, aber dass es ihm leid tut", erklärte Mernyi.

Was Klaschka auch bestätigte: "Ich habe mir nichts dabei gedacht, und es waren nicht mehr als die drei Torten. Es tut mir leid, dass es passiert ist. Es ist auch gut und richtig, dass die Erinnerung an diese Zeit wach gehalten wird", meinte der Konditor.

Die zahlreichen Reaktionen haben gezeigt, dass die Debatte einerseits viele Menschen sensibilisiert hat, dass sich andererseits aber etliche der Dimension der Verbrechen des NS-Regimes gar nicht bewusst sind.

Dem Mauthausen Komitee geht es daher nicht darum, Konditor Klaschka nach dessen Entschuldigung an den Pranger zu stellen, sondern darauf hinzuweisen, welche Verbrechen unter dem Symbol des Hakenkreuzes begangen wurden. Zudem muss die Frage gestellt werden, wer so eine Torte in Auftrag gibt. Willi Mernyi: "Da es sich in dem einen Fall ganz offensichtlich um eine Tauftorte handelt, stellt sich die Frage, in welcher Familie dieses Kind aufwächst."

Nach dem Gespräch übergab das Mauthausen Komitee dem Konditor das Standardwerk über das ehem. KZ Mauthausen. Mernyi: "Herrn Klaschka war die Dimension seines Handelns offensichtlich nicht klar." Der Zuckerbäcker seinerseits hatte eine Osterpinze mit Symbolen aus dem christlichen und jüdischen Glauben vorbereitet. "Ich sehe ein, dass es ein Fehler war. Jeder, der mich kennt, weiß, was ich für ein Mensch bin. Ich bin kein Nazi", beteuerte Klaschka.

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Torten im NS-Design - MKÖ erstattet Anzeige

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Presseaussendung vom 05.04.2011

Torten im NS-Design MKÖ erstattet AnzeigeTorten im NS-Design MKÖ erstattet AnzeigeTorten im NS-Design MKÖ erstattet AnzeigeTorten im NS-Design MKÖ erstattet Anzeige

Die Cafe-Conditorei "Tortendesign" in Maria Enzersdorf bietet der interessierten Kundschaft Süßes in ganz besonderer Form: Torten für jeden Anlass im NS-Design. Angefangen vom Backwerk mit einer zum Hitlergruß gestreckten Hand, über eines mit der Aufschrift "Unsere Ehre heist (sic) Treue" bis zur Torte für die Taufe, die ein auf das Hakenkreuz gebettetes Baby ziert. Diese Designs werden nicht unter der Theke feilgeboten, sondern sind für jeden in einer Mappe mit Bildern bereits fabrizierter Backwaren frei zugänglich.

MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi: "Dies ist ein abscheuliches Beispiel, wie mit Nazi-Dreck Geld gemacht wird. Wir werden noch heute Strafanzeige erstatten."

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Mauthausen Komitee prangert säumige Strafjustiz an: "Unerträgliche Laxheit bei zwei Neonazi-Prozessen!"

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Presseaussendung vom 22.02.2011

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), das die Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen vertritt, protestiert heftig: In den Strafverfahren gegen die Aktivisten der "Nationalen Volkspartei" (NVP) und der Welser Bürgerliste "Die Bunten" geht seit 18 Monaten nichts weiter! Dabei liegt geradezu erdrückendes Belastungsmaterial vor: von Fotos mit Hitlergruß und Nazi-T-Shirts bis hin zu einem Parteiprogramm, das teilweise aus einem SS-Text abgeschrieben wurde.

MKÖ-Bundesvorsitzender Willi Mernyi übt scharfe Kritik an den Staatsanwaltschaften Linz und Wels: "Schon im August 2009 haben die zuständigen Wahlbehörden beim Wahlausschluss der 'Nationalen Volkspartei' und der 'Bunten' Anzeigen erstattet. Aber bis heute werden die beiden Neonazi-Prozesse verschleppt. Diese unerträgliche Laxheit der Strafjustiz schadet der Demokratie und dem Rechtsstaat. Justizministerin Bandion-Ortner hat bisher zugeschaut statt einzugreifen. Wir fordern von ihr, dass sie die längst fälligen Anklagen wegen Wiederbetätigung durchsetzt!"

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Wissenschafter kritisieren Steyregger "Bombenkriegsdenkmal"

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Presseaussendung vom 12.01.2011

Mauthausen Komitee und Antifa-Netzwerk: "Geschichtsverfälschung"
Forderung nach Zusatztafel mit historischer Erläuterung

Scharfe Kritik üben namhafte Wissenschafter und antifaschistische Organisationen an einem "Friedens- und Bombenkriegsdenkmal" im oberösterreichischen Steyregg. Das Denkmal, das an die lokalen Opfer alliierter Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg erinnert, war im November von einem "Personenkomitee" enthüllt und der Stadtgemeinde übergeben worden.

Der entscheidende Kritikpunkt ist die Tatsache, dass das Denkmal nicht den geringsten Hinweis auf die Ursache der alliierten Bombenangriffe gibt und damit den Anschein erweckt, als wären sie grundlos erfolgt. Der bekannte Politikwissenschafter Anton Pelinka stellt fest: "Selbstverständlich ist es legitim, der Opfer alliierter Bombenangriffe zu gedenken. Aber es gilt dabei immer auch festzuhalten, wer den Weltkrieg vom Zaun gebrochen und wer mit der systematischen Bombardierung der Zivilbevölkerung begonnen hat: das nationalsozialistische Deutschland."

Auch der Zeithistoriker Michael John von der Linzer Kepler-Universität betont, die geschichtlichen Zusammenhänge dürften nicht einfach totgeschwiegen werden: Hitler-Deutschland habe halb Europa überfallen und schon ab 1939 zahlreiche Städte flächendeckend bombardiert. Laut John richteten sich die späteren alliierten Luftangriffe im Linzer Raum hauptsächlich gegen die Rüstungsindustrie: "Sie trugen aus militärischer Sicht dazu bei, das verbrecherische NS-Regime zu zerschlagen."

Kürzlich erarbeiteten die beiden Wissenschafter – übrigens kostenlos – schriftliche Stellungnahmen zum Steyregger "Bombenkriegsdenkmal". Darum ersucht hatte sie das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus (Antifa-Netzwerk).

MKÖ-Bundesvorsitzender Willi Mernyi fordert die Stadt Steyregg jetzt auf, Konsequenzen zu ziehen: "Wir behaupten nicht, dass die Initiatoren des Denkmals das NS-Regime und seinen Eroberungskrieg bewusst relativieren wollten. Aber eine große Gedankenlosigkeit steckt hinter einer solchen Vorgangsweise schon. Die Stadt, der das Denkmal übergeben wurde, sollte dort unbedingt eine Tafel mit einer fundierten Erläuterung der geschichtlichen Zusammenhänge anbringen."

Dieser Forderung schließt sich auch das OÖ. Antifa-Netzwerk an: "In seiner jetzigen Gestaltung ist das Denkmal misslungen und eine Geschichtsverfälschung durch Weglassen", sagt Netzwerk-Sprecher Robert Eiter. "Unverständlich, dass der Steyregger SPÖ-Stadtrat Peter Grassnigg zu den Initiatoren gehört. Wir erwarten uns von der Bezirks- und der Landes-SPÖ, dass sie dazu klare Worte finden!"

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Auch nach Ebensee-Prozess Handlungsbedarf - Drahtzieher von Neonazi-Website ausforschen!

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Presseaussendung vom 01.12.2010

MKÖ kritisiert Laxheit gegen Rechtsextreme

Die Urteile in der Causa Ebensee sind zwar gefällt, der Handlungsbedarf gegen die rechtsextreme Szene ist jedoch nach wie vor groß. Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) fordert, dass nach der Verurteilung der jugendlichen Täter nun die tatsächlichen Drahtzieher der Nazi-Umtriebe gefunden werden.

Zäh verlaufen auch die Ermittlungen gegen die Neonazi-Homepage der alpen-donau.info. "Es geht nicht in erster Linie um das 'Abdrehen' des Internetauftritts, sondern darum, die Betreiber endlich zu fassen und anzuklagen", betont MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi.

Harte Kritik übt Mernyi auch daran, dass die Neonazi-Prozesse gegen die "Nationale Volkspartei" (NVP) und die "Bunten" von den Staatsanwaltschaften Linz und Wels seit fast eineinhalb Jahren verschleppt werden. Im August 2009 hatten die zuständigen Wahlbehörden die beiden rechtsextremen Gruppen von Wahlen ausgeschlossen und Anzeigen nach dem NS-Verbotsgesetz erstattet. Doch bis heute ist keine Entscheidung über die strafrechtlichen Konsequenzen gefallen. "Eine völlig unverständliche Laxheit", ist Mernyi empört.

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Mauthausen Komitee fordert Anklagen gegen NVP und "Bunte": "Strafjustiz verschleppt Neonazi-Prozesse!"

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Presseaussendung vom 25.08.2010

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), das die Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen vertritt, ist empört über die Verschleppung der Strafverfahren gegen die Aktivisten der "Nationalen Volkspartei" (NVP) und der Welser Bürgerliste "Die Bunten".

MKÖ-Bundesvorsitzender Willi Mernyi übt scharfe Kritik an den Staatsanwaltschaften Linz und Wels: "Schon im August 2009 haben die zuständigen Wahlbehörden beim Wahlausschluss der 'Nationalen Volkspartei' und der 'Bunten' Anzeigen erstattet. Aber bis heute werden die beiden Neonazi-Prozesse verschleppt. Diese skandalöse Laxheit der Strafjustiz schadet der Demokratie und dem Rechtsstaat. Justizministerin Bandion-Ortner muss ihre Verantwortung als Ressortchefin wahrnehmen und durchsetzen, dass die längst fälligen Anklagen wegen Wiederbetätigung erhoben werden!"

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